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  • Adam 14:33 on 18.04.2019 Постоянная ссылка |
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    Trauerfeier: Kanzlerin Merkel nimmt Abschied von ihrer Mutter 

    Bei einem Trauergottesdienst im brandenburgischen Templin hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag Abschied von ihrer verstorbenen Mutter genommen.

    Zu dem Gottesdienst für Herlind Kasner, der gegen 13.00 Uhr in der Maria-Magdalenen-Kirche begann, kamen Familienmitglieder und zahlreiche Trauergäste. Darunter waren Weggefährten, Freunde und ehemalige Kollegen Kasners, die am 6. April im Alter von 90 Jahren gestorben war. Vor Beginn der Zeremonie verharrten viele kurz vor dem Sarg, verneigten sich und legten langstielige weiße und rosafarbene Rosen ab.

    Herlind Kasner war in ihrer Heimatstadt Templin sehr bekannt. Sie hatte bis zuletzt Unterricht an der Volkshochschule gegeben. Im Anschluss an den Trauergottesdienst sollte Merkels Mutter im engsten Familienkreis auf dem Friedhof beigesetzt werden. Dort befindet sich bereits das Grab ihres 2011 gestorbenen Mannes Horst.

    Die Familie war 1954 aus Hamburg in den Osten gekommen. 1957 zog sie nach Templin in der Uckermark, wo Merkel mit ihren beiden Geschwistern aufwuchs.

     
  • Adam 02:43 on 18.04.2019 Постоянная ссылка |
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    Beisetzung von Kanzlerin-Mutter Herlind Kasner 

    Bundeskanzlerin Angela Merkel nimmt heute Abschied von ihrer verstorbenen Mutter Herlind Kasner. In ihrer Heimatstadt Templin in Nordbrandenburg wird Kasner, die am 6. April im Alter von 90 Jahren gestorben war, im engsten Familienkreis beigesetzt. Auf dem Friedhof fand bereits Merkels Vater Horst seine letzte Ruhestätte. Er war 2011 gestorben. In der Maria-Magdalenen-Kirche wird zuvor bei einem Trauergottesdienst der Verstorbenen gedacht. Freunde, Weggefährten und Angehörige können Abschied von Kasner nehmen.

     
  • Adam 12:25 on 17.04.2019 Постоянная ссылка |
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    Die Europawahl im Visier?: Wie Roboter im Internet Meinung machen 

    Die Frisur sitzt, aber der Schal bereitet Probleme. Reza Kazemi zupft sich hektisch am roten Kaschmir, den er zu Hemd und offenem Sakko trägt.

    Gleich soll sein Vortrag über politische Kampagnen im Internet beginnen. Die Zuhörer in einem kleinen Konferenzraum des Brüsseler Europaparlaments warten bereits.

    Kazemi nennt sich «Spin-Doctor» — ein Politikberater, der Aufträge von Parteien annimmt. Sein Job: Menschen zum richtigen Kreuzchen zu bewegen. Und das, sagt er, gehe heute weniger über Werbespots, Plakate und Prospekte als durch Relevanz in sozialen Medien. Computer-gesteuerte Debatten können Wahlkämpfe ins Trudeln bringen; die Abwehr digitaler Angriffe bereitet überall Kopfzerbrechen. Denn ja, meint der Politik-Experte, im Internet herrsche ein Kampf um die Meinungsmacht, oft mit unsauberen Mitteln.

    Die Abgeordneten des EU-Parlaments, die heute Abend gekommen sind, lauschen Kazemis Vortrag gespannt. Sie tagen zu einem Phänomen, das kurz vor der Europawahl Ende Mai viele Politiker Brüssel verunsichert. Bots und künstliche Intelligenz — von den Begriffen haben sie alle schon gehört. Aber welche Bedeutung könnten sie für den Wahlkampf zwischen Lissabon und Helsinki haben?

    Kazemi erinnert an einen Tag im Sommer 2015, als Bundeskanzlerin Angela Merkel ihren Account im sozialen Netzwerk Instagram eröffnete. Es dauerte nur wenige Stunden, bis sich russische Internet-Trolle auf ihrer Seite austobten. Fake-Nutzer schrieben unzählige Kommentare wie «I love Putin» und «Putin is the best». Außerdem beleidigten sie Merkel. Die Bundesregierung musste das Konto vorübergehend offline nehmen. Mittlerweile sind die Hetzkampagnen in den Kommentarspalten deutlich ausgefeilter — und sie können jeden treffen.

    «Ein Troll ist ein Mensch hinter einer Software», erklärt Kazemi. Oft stammten die Angriffe aus sogenannten Troll-Fabriken in Russland. Rund um die Uhr arbeiteten hier Tausende Menschen und steuerten unzählige Social-Media-Profile von Menschen, die gar nicht existierten. Die sogenannten Social Bots agierten dann automatisiert. «12 Menschen können so den Eindruck erwecken, als hätten 25.000 Menschen etwas geteilt», sagt Kazemi. Das wiederum führe zu großer Aufmerksamkeit — letztlich auch in den etablierten Medien.

    Auch Paul Lukowicz ist an diesem Abend ins Europaparlament gekommen. Der 51-Jährige ist Leiter des Forschungsbereiches Eingebettete Intelligenz am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz. «Als ich ein junger Mann war, musste man, um nationale Aufmerksamkeit zu bekommen, zu einer Zeitung gehen. Da war ein Filter, der darüber bestimmt hat, wer Aufmerksamkeit bekommt», erinnert er sich. Heute sei das anders. Im Internet lasse sich mit der richtigen Technik Relevanz für etwas generieren, das bislang zurecht als völlig irrelevant gelte.

    Allerdings, so Lukowicz, dürften Bots keineswegs nur verteufelt werden. «Interessant ist doch, dass wir in unserer Meinungsbildung entscheidend auf Bots angewiesen sind — nehmen Sie das Beispiel Google.» Auch Suchmaschinen seien Bots, die sich durch das Netz wühlten und auf Basis von Algorithmen nach Relevantem suchten. In Zukunft, meint Lukowicz, würden wir noch viel stärker mit Bots kommunizieren. «Es geht also nicht darum, das Phänomen zu verweigern, sondern es so auszugestalten, dass es keinen Schaden verursacht.»

    Genau über eine solche Gestaltung wird in Brüssel seit Monaten diskutiert. Denn die Sorge vor manipulativen Kampagnen ist vor der Europawahl besonders groß. Unter dem Schlagwort Desinformation machen sich die EU-Institutionen darüber Gedanken, wie gegen die gezielte Verbreitung falscher oder irreführender Informationen vorgegangen werden könnte.

    Bereits im Dezember stellte die EU-Kommission einen Aktionsplan gegen Propaganda im Internet vor. Das Budget einer 2015 eingerichteten Task Force gegen russische Einflussnahme wurde verdoppelt und ein Schnellwarnsystem, über das EU-Staaten Manipulationsversuche melden können, auf den Weg gebracht. Außerdem verpflichteten sich Plattformen wie Facebook, Twitter und Youtube, Social Bots zu kennzeichnen oder zu löschen. Wie viel dies nützen wird, ist unklar. Manche EU-Staaten, insbesondere aus Osteuropa, wünschen sich bereits eine deutlichere Antwort auf Hetzkampagnen und Fake News.

    Berater Kazemi jedenfalls zeigt sich unbeeindruckt. Solange der Meinungskampf in den Foren ungezügelt weitergeht, entwickelt er für seine politischen Mandanten eigene Lösungen. «Wir bauen Bots, die andere Bots zerstören», erklärt er und klingt ein bisschen stolz. Seine Firma setze Fake-Profile ein, die darauf programmiert seien, Facebook andere Bots zu melden. Dann erkenne das Netzwerk fremde Bots wie auch eigene — und lösche am Ende alle.

     
  • Adam 21:29 on 16.04.2019 Постоянная ссылка |
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    Klaffendes Loch im Dach: Videos zeigen die schweren Schäden im Inneren von Notre-Dame 

    Durch das riesige Loch im Dach scheint Tageslicht. Das Gebälk liegt zu Holzkohle verbrannt am Boden des Hauptschiffes. Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich tief berührt und bot Hilfe beim Wiederaufbau von Notre-Dame an. 

     
  • Adam 16:20 on 16.04.2019 Постоянная ссылка |
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    News des Tages: Böhmermanns Unterlassungsklage gegen Kanzleramt abgewiesen 

    Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

    • Böhmermanns Unterlassungsklage gegen Kanzleramt abgewiesen (14.19 Uhr)
    • Mutter am Steuer bewusstlos — 14-Jährige lenkt weiter (13.56 Uhr)
    • Verdacht auf Missbrauch von Kindern — 54-Jähriger festgenommen (13.00 Uhr)
    • Zwei Männer nach Tod von 18-jähriger Maria festgenommen (12.18 Uhr)
    • Notlandung bei der Flugbereitschaft: Abfertigung am Airport Berlin-Schönefeld gestoppt (10.29 Uhr)
    • Vier Tote in Kanada — Mutmaßlicher Schütze stellt sich (3.24 Uhr)

    Alle Nachrichten und Entwicklungen zum Brand in Notre-Dame finden Sie hier

    Die Nachrichten des Tages im sternTicker:

    +++ 15.03 Uhr: Steuerung des Brandschutzes am Airport BER fertig und abgenommen +++ 

    Die Arbeiten am Hauptstadtflughafen BER sind einen Schritt vorangekommen. Die Entrauchungssteuerung im Hauptterminal sei vom TÜV final geprüft und ohne Mängel freigegeben worden, teilte die Flughafengesellschaft mit. Am Vortag seien die Prüfberichte für die Anlage vom Tüv übergeben worden. Eine Entrauchungssteuerungsanlage regelt, dass im Falle eines Brandes zum Beispiel die Lüftung im Gebäude funktioniert, Rettungstüren öffnen und es automatische Durchsagen gibt. Zwei andere Bereiche sind noch nicht abgenommen worden, die Arbeiten laufen noch: bei der Brandmeldeanlage und bei den Kabelgewerken im Terminal. Die Flughafengesellschaft rechnet mit einer Abnahme im Sommer. Am Eröffnungstermin des drittgrößten deutschen Flughafens im Oktober 2020 hält sie nach wie vor fest.

    +++ 14.19 Uhr: Böhmermanns Unterlassungsklage gegen Kanzleramt abgewiesen +++

    Das Berliner Verwaltungsgericht hat die Unterlassungsklage des Satirikers Jan Böhmermann gegen das Bundeskanzleramt und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zurückgewiesen. Der 38-jährige Fernsehmoderator wollte Merkel verbieten lassen, ihre Kritik an seinem umstrittenen Gedicht gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zu wiederholen. Die Kanzlerin hatte vor rund drei Jahren gesagt, die Verse seien «bewusst verletzend». Wenig später hatte sie diese Äußerung aber als Fehler bezeichnet.

    16-Erneut Panne bei Luftwaffen-Jet-6026685329001

    +++ 13.56 Uhr: Mutter am Steuer bewusstlos — 14-Jährige lenkt weiter +++

    Eine 14-Jährige hat vom Beifahrersitz aus das Auto ihrer bewusstlosen Mutter von der Autobahn herunter gesteuert. Die 41-jährige Mutter war nach Angaben der Polizei am Steuer plötzlich zusammengesackt. Kurz vor der Ausfahrt Kist auf der A3 nahe Würzburg habe das Mädchen «bei wohl rund 100 km/h» die Lenkung übernommen. Die Fahrt endete im Graben eines Parkplatzes. Die Jugendliche alarmierte zudem den Rettungsdienst. Die Helfer brachten die Mutter in eine Klinik, wo sie stationär versorgt wurde. Die Polizei lobte die 14-Jährige für die «geschickte» und «mutige» Aktion. Sie sprach ihr «große Anerkennung» für ihre «tolle Reaktion» aus.

    +++ 13.54 Uhr: Flaggen-Eklat auf Kreta durch deutsche Marinesoldaten +++

    Der Flaggen-Eklat auf Kreta ist nach Angaben der Marine in Rostock von zwei Bundeswehrsoldaten verursacht worden. Die beiden 23-Jährigen waren am Montag von einem griechischen Gericht wegen der Verunglimpfung nationaler Symbole im Schnellverfahren zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Die Männer hatten am Sonntag an einem Aussichtspunkt die griechische Flagge eingeholt und stattdessen die deutsche gehisst.  Am 20. Mai jährt sich zum 78. Mal die «Schlacht um Kreta», bei der die Nationalsozialisten die Insel einnahmen. Sie gilt als eine der brutalsten Luftlandeoperationen des Zweiten Weltkriegs.

    +++ 13.32 Uhr: EU-Parlament bestätigt besseren Schutz für Whistleblower +++

    Das Europaparlament hat sich für einen besseren Schutz von Whistleblowern in der EU ausgesprochen. Die Abgeordneten bestätigten in Straßburg eine Einigung, die Unterhändler vor wenigen Wochen mit den EU-Staaten ausgehandelt hatten. «Künftig werden Hinweisgeber, die im öffentlichen Interesse Verstöße gegen EU-Recht melden, geschützt», sagte die SPD-Politikerin Sylvia-Yvonne Kaufmann. Und der Grünen-Abgeordnete Sven Giegold betonte: «Endlich bekommen Whistleblower die Anerkennung, die ihnen für ihren Dienst am Allgemeinwohl zusteht.» Bei Whistleblowing geht es um das Aufdecken und Weitergeben von Missständen oder kriminellen Machenschaften durch Insider, die meist als Mitarbeiter einen privilegierten Zugang zu Informationen haben.

    +++ 13.24 Uhr: Schüler finden 1600 Jahre alte Goldmünze in Israel +++

    Schüler haben im Norden Israels beim Wanderen eine byzantinische Goldmünze auf einem Feld gefunden. «Die Goldmünze  wurde zwischen 420 und 423 nach Christi Geburt unter Kaiser Theodosius II. in Konstantinopel (dem heutigen Istanbul) geprägt», sagte Gabriela Bijovski, eine Münzenexpertin der israelischen Altertumsbehörde. Ähnliche Münzen kenne man aus dem Byzantinischen Reich, dies sei jedoch die erste, die in Israel gefunden wurde, so Bijovski. Die Altertumsbehörde zeichnete die vier Schüler mit einem Zertifikat für gute Bürgerschaft aus, weil sie die Münze den Behörden übergeben hatten.

    +++ 13.00 Uhr: Verdacht auf Missbrauch von Kindern — 54-Jähriger festgenommen +++ 

    Über mehrere Jahre hinweg soll ein Mann aus Westfalen Kinder und Frauen betäubt, sexuell misshandelt und während der Taten gefilmt haben. Es sei von mindestens 15 Opfern auszugehen, darunter seien auch einige Kinder im Grundschulalter, sagte eine Polizeisprecherin. Die bisher ermittelten sieben Frauen, zwei Jugendlichen und sechs Kinder seien dem 54-Jährigen «aus privaten Kontakten» bekannt gewesen. Der Verdächtige habe die Filme nach bisherigen Erkenntnissen nicht weiterverbreitet, sagte die Polizeisprecherin. Einige Opfer seien den Aufnahmen zufolge nicht bei Bewusstsein gewesen. 

    +++ 12.57 Uhr: Bundesregierung schraubt Konjunkturprognose deutlich herunter +++ 

    Die Bundesregierung will ihre Prognose für das Wachstum der deutschen Wirtschaft deutlich herunterschrauben. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Koalitionskreisen erfuhr, rechnet die Regierung im laufenden Jahr nur noch mit einem Plus des Bruttoinlandsprodukts von 0,5 Prozent. Dies hatten zuvor auch andere Medien berichtet. Bisher war die Regierung von 1,0 Prozent ausgegangen. Sie ist damit pessimistischer als führende Wirtschaftsforscher, die ein Wachstum von 0,8 Prozent erwarten. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) legt die neue Prognose am Mittwoch in Berlin vor. Hauptgrund für die schwächere Konjunktur ist eine Abkühlung der Weltwirtschaft.

    +++ 12.37 Uhr: Polizei rettet 21 Flüchtlinge aus Kühllaster in Frankreich +++ 

    Im Osten Frankreichs sind 21 Flüchtlinge aus einem Kühl-Lastwagen gerettet worden. Nach Angaben der Präfektur des Departement Meuse waren unter den Flüchtlingen aus dem Iran und dem Irak auch sechs Frauen und fünf Kinder. Einige der am Montag entdeckten Flüchtlinge hätten vorher Abschiebebescheide erhalten.

    +++ 12.31 Uhr: Mehr als hundert Festnahmen bei Klima-Protesten in London +++ 

    Bei Klimaprotesten in London sind mehr als hundert Demonstranten festgenommen worden. Bis Dienstagmorgen wurden 113 Menschen in Gewahrsam genommen, wie die britische Polizei mitteilte. Aktivisten der Klimainitiative Extinction Rebellion hatten zum Auftakt einer weltweiten Protestwoche am Montag die Waterloo-Brücke und mehrere Kreuzungen im Zentrum der britischen Hauptstadt blockiert. Mehr als tausend Menschen beteiligten sich an den Protesten. Am Montagabend hatten die Aktivisten am Londoner Hyde Park ein Protestcamp aufgebaut, um weitere Aktionen vorzubereiten. Die Gruppe Extinction Rebellion wurde im vergangenen Jahr von britischen Wissenschaftlern gegründet. Sie fordert von der Regierung, einen Klima-Notstand auszurufen, die Emissionen von Treibhausgasen bis 2025 auf Null zu senken und Bürgerversammlungen zu Klima- und Umweltthemen einzuberufen. In Berlin hatte die Gruppe am Montag unter anderem mit einer Sitzblockade die Oberbaumbrücke blockiert.

    +++ 12.27 Uhr: Polizei verbietet Islamkritiker Demonstration in Kopenhagen +++ 

    Nach Krawallen während einer Aktion eines Islamkritikers in Kopenhagen hat die Polizei dem Politiker eine weitere Demonstration verboten. Eine Demonstration auf einem Platz im Stadtteil Nørrebro stelle eine Gefahr für den öffentlichen Frieden dar, teilte die Polizei der dänischen Hauptstadt mit. Es drohten weitere Brandstiftungen, Vandalismus und Gewalt gegen die Polizei. Die Partei Strammer Kurs des Politikers Rasmus Paludan sei über das Verbot in Kenntnis gesetzt worden, erklärte die Polizei. Während einer Demonstration Paludans auf besagtem Platz war es am Sonntag zu Krawallen gekommen. Der rechtsextreme Islamkritiker wurde nach Polizeiangaben von Gegendemonstranten angegriffen. Im Anschluss kam es bis in die Nacht zum Montag hinein zu Unruhen und Auseinandersetzungen mit der Polizei. Paludan hat seine äußerst islamfeindliche Kleinpartei 2017 gegründet. Er provoziert unter anderem mit dem Verbrennen des Korans.

    +++ 12.18 Uhr: Zwei Männer nach Tod von 18-jähriger Maria festgenommen +++ 

    Knapp einen Monat nach dem gewaltsamen Tod der 18-jährigen Maria auf der Ostseeinsel Usedom hat die Polizei zwei Tatverdächtige festgenommen. Das teilten die Ermittle mit. Den 19 und 21 Jahre alten Verdächtigen wird vorgeworfen, die junge Frau Mitte März in Zinnowitz getötet zu haben. Das Verbrechen soll in der Nacht vom 18. zum 19. März geschehen sein. Die beiden Deutschen waren laut Polizeiangaben Bekannte des Opfers. Die junge Frau war am Abend des 19. März tot in ihrer Wohnung in Zinnowitz von einer Bekannten entdeckt worden. Die Zeugin hatte sich Sorgen gemacht, weil sie die junge Frau nicht hatte erreichen können. Die 18-jährige Maria stammte aus Stralsund und lebte allein in der Zinnowitzer Wohnung. Die Tote wies Stichverletzungen auf.

    18-Jährige auf Usedom getötet — Polizei bittet um Hinweise 7.31

    +++ 11.35 Uhr: Norweger wegen Spionage in Russland zu 14 Jahren Lagerhaft verurteilt +++ 

    Wegen Spionage für sein Heimatland hat die russische Justiz den Norweger Frode Berg zu 14 Jahren Straflager verurteilt. Richter Andrej Suworow sah es der Agentur Interfax zufolge als erwiesen an, dass der 63-Jährige als Spion über russische Atom-U-Boote Informationen sammelte und gegen Honorar an norwegische Geheimdienstler übermittelte. Der Verdächtige bestritt die Tat, wie sein Anwalt Ilja Nowikow betonte. Er will erreichen, dass Berg den russischen Präsidenten um eine Begnadigung bittet. Berg war Anfang Dezember 2017 vom russischen Geheimdienst in einem Moskauer Hotel festgenommen worden. Das Gericht folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die in der vergangenen Woche auf 14 Jahre Straflager plädiert hatte. 

    +++ 11.33 Uhr: Razzia in mehreren Bundesländern wegen Betrugs bei theoretischer Fahrprüfung +++ 

    Weil 16 Beschuldigte Sprachtests und theoretische Führerscheinprüfungen manipuliert haben sollen, haben Polizei und Staatsanwaltschaft im rheinland-pfälzischen Kaiserslautern 64 Wohnungen und Büros in Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und im Saarland durchsuchen lassen. Die meisten der Beschuldigten im Alter zwischen 24 und 62 Jahren sollen anstelle der eigentlichen Prüfungskandidaten an den Tests teilgenommen haben, wie die Ermittler. Daneben ermittelt die Polizei gegen einige Fahrlehrer aus dem Ludwigshafener und Karlsruher Raum. Sie sollen ebenfalls an dem Betrug beteiligt gewesen sein. Auch im Visier der Beamten sind Menschen, die mit Hilfe dieses Betrugs ihre Führerscheine bekamen. Ihnen soll die Fahrerlaubnis wieder entzogen werden. 

    +++ 11.23 Uhr: Finnland: Bisheriger Ministerpräsident tritt als Parteichef zurück +++ 

    Nach dem schlechten Abschneiden seiner Zentrumspartei bei der Parlamentswahl in Finnland tritt der bisherige Ministerpräsident Juha Sipilä als Vorsitzender seiner Partei zurück. «Das Wahlresultat lässt mir keine anderen Möglichkeiten», erklärte der 57-Jährige auf seiner Webseite. Sipiläs Zentrumspartei hatte bei der Parlamentswahl am Sonntag kräftige Verluste hinnehmen müssen. Vorläufigen Zahlen zufolge stürzte sie um mehr als sieben Prozentpunkte ab und kam nur noch auf 13,8 Prozent. Er führt die Partei seit Sommer 2012 und war seit seinem Wahlsieg 2015 finnischer Regierungschef gewesen.

    +++ 10.29 Uhr: Notlandung bei der Flugbereitschaft: Abfertigung am Airport Berlin-Schönefeld gestoppt +++ 

    Die Abfertigung am Flughafen Berlin-Schönfeld ist am Vormittag gestoppt worden. Grund sei ein defektes Flugzeug der Flugbereitschaft der Bundeswehr auf der Start- und Landebahn, teilten Sprecher der Flughafengesellschaft und Luftwaffe mit. Der Flughafensprecher verwies darauf, dass man die Umstände nun klären wolle. Die Bundeswehr teilte mit, dass das Flugzeug nach einer Funktionsstörung kurz nach dem Start umgekehrt sei und Probleme bei der Landung gehabt habe: «Die Maschine hatte mit beiden Tragflächen Bodenberührung. Und eine kontrollierte Landung war nicht mehr möglich.»

    Passagiere waren keine an Bord, so der Sprecher der Luftwaffe. Die Crew werde medizinisch untersucht. Das Flugzeug ist den Angaben zufolge vom Typ Global 5000 des kanadischen Flugzeugherstellers Bombardier, mit dem auch Regierungsmitglieder reisen. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen sagte, die Luftwaffenbesatzung habe es geschafft, «den Jet unter schwierigsten Bedingungen zu Boden zu bringen und damit Schlimmeres zu verhindern». Die Abfertigung sei kurz nach 09.30 Uhr eingestellt worden. Die Flughafengesellschaft twitterte, Maschinen würden im Anflug umgeleitet. Inzwischen läuft der Flugbetrieb wieder an. 

    Regierungsflieger 12.56

    +++ 8.07 Uhr: Streifenwagen stürzt Böschung herab — zwei Polizisten schwer verletzt +++ 

    Zwei Polizisten sind in Tübingen (Baden-Württemberg) schwer verletzt worden, als ihr Streifenwagen eine Böschung herabstürzte. Das Auto überschlug sich mehrmals und blieb auf dem Dach liegen, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte. Wie es zu dem Unfall in einem Baustellenbereich kam, war zunächst nicht bekannt. Die Polizei geht davon aus, dass kein weiteres Fahrzeug beteiligt war. Die zwei Polizisten, die im Streifenwagen saßen, wurden mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. 

    +++ 6.01 Uhr: 20 Verletzte bei Feuer in Eisenach +++ 

    Bei einem Feuer in einem Wohn- und Geschäftshaus in Eisenach sind 20 Menschen verletzt worden. Zwei Leute hätten schwere Verletzungen erlitten, wie die Landeseinsatzzentrale in Thüringen mitteilte. Bei allen wurde eine Rauchvergiftung festgestellt. Beamte der Polizei hatten am frühen Dienstagmorgen brennenden Sperrmüll entdeckt und die Feuerwehr alarmiert. Das Feuer griff auf ein nahes Modegeschäft über, dieses brannte vollständig aus. Die Feuerwehr brachte 27 Menschen aus den umliegenden Wohnungen in Sicherheit und löschte den Brand. Wie es zu dem Brand gekommen war, war zunächst unklar. 

    +++ 4.08 Uhr: Kleinflugzeug landet im Nebel in Stromleitungen «wie im Spinnennetz» +++ 

    Drei Insassen eines Kleinflugzeugs sind bei New York einem tödlichen Unfall dank starker Stromleitungen entkommen. Sie hatten mit ihrem einmotorigen Flugzeug bei dichtem Nebel in der Nähe von Long Island sechs Mal erfolglos eine Landung versucht, wie die «New York Times» berichtete. Als der Maschine der Treibstoff ausging, stürzte die Cessna auf ein Wohngebiet in Valley Stream zu. Nach einem ersten Aufschlag auf einem Kirchendach flog die Maschine in Stromleitungen, wo sie sich nach Polizeiangaben «wie in einem Spinnennetz» verfing und mit der Nase nur wenige Zentimeter über einem Rasen vor einer Hauswand stoppte. Als die Polizei eintraf, saßen der Pilot und die beiden Passagiere bereits «weitgehend unversehrt» am Straßenrand.

    +++ 3.46 Uhr: Feuer in Kathedrale Notre-Dame unter Kontrolle +++ 

    Die Feuerwehr hat den verheerenden Brand in der Pariser Kathedrale Notre-Dame nach mehrstündigen Löscharbeiten unter Kontrolle gebracht. Das berichteten die Zeitungen «Le Figaro» und «Le Parisien» übereinstimmend auf ihren Online-Seiten unter Berufung auf die Feuerwehr. Das Feuer verwüstete den Sakralbau im Herzen der französischen Hauptstadt, der Dachstuhl stand lichterloh in Flammen. Über Stunden schlugen Flammen in den Himmel. News Nachrichten Ticker 1504

    +++ 3.24 Uhr: Vier Tote in Kanada — Mutmaßlicher Schütze stellt sich +++ 

    Vier Menschen sind im Westen Kanadas nach Polizeiangaben mit gezielten Schüssen getötet worden. Die beiden Männer und zwei Frauen seien an drei verschiedenen Orten in Penticton im Bundesstaat British Columbia erschossen worden, berichtete die Polizei nach Angaben des Senders CBC. Als möglicher Täter sei ein 60-Jähriger festgenommen worden, der sich kurz nach den Schüssen selbst in einer Polizeiwache gestellt hatte. Alle Beteiligten seien untereinander bekannt gewesen, die Tötungen wurden von der Polizei als «gezieltes Ereignis» bezeichnet. Der genaue Tathergang und die Hintergründe wurden zunächst nicht genannt.

    +++ 3.13 Uhr: Ecuador seit Assange-Festnahme Ziel von 40 Millionen Cyberangriffen +++ 

    Ecuador ist nach der Festnahme von Wikileaks-Gründer Julian Assange nach Regierungsangaben Ziel von mehr 40 Millionen Cyberattacken geworden. Die Angriffe auf Internetseiten öffentlicher Institutionen seien unter anderem aus Deutschland, den USA, Brasilien, den Niederlanden, Rumänien und aus Ecuador selbst gekommen, sagte der Vizeminister für Informationstechnologie und Kommunikation, Patricio Real.     Betroffen waren den Angaben zufolge vor allem die Internetseiten von Außenministerium, Präsidentenamt, Zentralbank sowie einigen Ministerien und Universitäten. Informationen wurden demnach bei den Cyberangriffen nicht entwendet. 

    +++ 3.06 Uhr: Polizei findet 15 verscharrte Leichen im Westen Mexikos +++ 

    Im Westen von Mexiko haben Ermittler mindestens 15 Tote entdeckt. Die Leichen seien in einem Haus in der Gemeinde Zapopan im Bundesstaat Jalisco ausgegraben worden, teilte die örtliche Staatsanwaltschaft mit. «Wir werden den Rest der Woche oder so lange, wie es nötig ist, weiterarbeiten, um jede Stelle zu untersuchen, wo verscharrte Menschen sein könnten», sagte Generalstaatsanwalt Gerardo Solís. Nach Angaben von Anwohnern nutzten Drogengangs das Haus zum Verkauf von Rauschgift. In Mexiko gelten rund 40 000 Menschen als vermisst. Viele dürften von den mächtigen Verbrechersyndikaten des Landes verschleppt und getötet worden sein. 

    +++ 2.21 Uhr: USA und Japan beginnen Handelsgespräche +++ 

    Auf Druck von US-Präsident Donald Trump hat Japan Handelsgepräche mit der US-Regierung begonnen. Der japanische Wirtschaftsminister Motegi traf in Washington den US-Handelsbeauftragten Lighthizer. Die Gespräche sind zunächst auf zwei Tage angelegt. Trump beklagt unfaire Handelsbeziehungen mit Japan — wie auch bei China und Europa. Er will, dass Japan seinen Markt mehr für US-Produkte öffnet, unter anderem für landwirtschaftliche Güter. Tokio befürchtet, dass der US-Präsident Strafzölle auf Autos erheben könnte. 

    +++ 0.25 Uhr: Ex-Gouverneur will Trump Kandidatur der Republikaner streitig machen +++ 

    Der frühere Gouverneur von Massachusetts, Bill Weld, will Präsident Donald Trump die Kandidatur der Republikaner bei der Wahl 2020 streitig machen. Weld erklärte im Sender CNN, er werde sich um die Kandidatur seiner Partei für die Präsidentschaftswahl bewerben. Der 73-Jährige ist der erste Republikaner, der Trump herausfordert. Er sagte, es wäre eine «politische Tragödie», wenn Trump 2020 wiedergewählt und weitere vier Jahre im Amt bleiben würde. «Ich hätte Angst um die Republik.» Während das Feld der republikanischen Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur dünn ist, haben bei den Demokraten bereits 18 Anwärter ihren Hut in den Ring geworfen.Hafenkran_Unfall

     
  • Adam 07:01 on 16.04.2019 Постоянная ссылка |
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    Durfte Merkel Schmähgedicht kritisieren? Gericht urteilt 

    Durfte die Kanzlerin Jan Böhmermanns Schmähgedicht über den türkischen Präsidenten öffentlich kritisieren? Das Berliner Verwaltungsgericht verhandelt heute über die dagegen gerichtete Klage des TV-Satirikers. Das Urteil soll noch heute fallen. Weder Angela Merkel noch Böhmermann werden vor Gericht erwartet. Sie wollten sich durch Anwälte vertreten lassen. Böhmermann hatte das Gedicht Ende März 2016 in der ZDF-Sendung «Neo Magazin Royale» vorgetragen und damit einen diplomatischen Eklat im Verhältnis zur Türkei ausgelöst.

     
  • Adam 01:50 on 16.04.2019 Постоянная ссылка |
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    «Schmähgedicht»: Unterlassung von Kanzlerin gefordert 

    Im Streit um das «Schmähgedicht» von Jan Böhmermann verhandelt das Berliner Verwaltungsgericht heute über eine Unterlassungsklage des Satirikers. Der 38-Jährige will es Kanzlerin Angela Merkel verbieten lassen, ihre Kritik an dem umstrittenen Gedicht gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zu wiederholen. Die Kanzlerin hatte vor rund drei Jahren gesagt, die Verse seien «bewusst verletzend». Wenig später hatte sie diese Aussage aber als Fehler bezeichnet. Böhmermann hatte mit dem Gedicht einen diplomatischen Eklat im Verhältnis zur Türkei ausgelöst.

     
  • Adam 22:10 on 15.04.2019 Постоянная ссылка |
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    News des Tages: Notre-Dame in Flammen: Hauptschiff offenbar aufgegeben — Erste Flammen in Hauptturm 

    Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

    • Feuer in Kathedrale Notre-Dame in Paris (19.17 Uhr)
    • Betreute Menschen erhalten Wahlrecht zur Europawahl (18.46 Uhr)
    • Mueller-Report wird Donnerstag veröffentlicht (18.20 Uhr)
    • Julen starb nach wenigen Minuten (14.27 Uhr)
    • Menschliches Herz aus 3D-Drucker hergestellt (13.25 Uhr)
    • Dieselskandal_ Ex-VW-Chef Winterkorn angeklagt (12.53 Uhr)

    Dieser Ticker beschäftigt sich derzeit mit dem Brand in der Pariser Kathedrale Notre-Dame. Nachrichten des Tages finden Sie weiter unten:    

    +++ 21.07 Uhr: Feuerwehrleute konzentrieren sich auf Schutz der Haupttürme +++

    Derzeit versuchen Feuerwehrleute auf ausgefahrenen Plattformen nahe der Wände der Haupttürme die Flammen von den beiden intakten Bauteilen fern zu halten. Derweil schlagen aus dem Hauptschiff weiterhin hohe Flammen. Die Haupttürme stehen im Widerschein des Feuers.

    +++ 21.06 Uhr: Ile de la Cité komplett evakuiert +++

    Die Ile de la Cité, auf der die Notre-Dame steht, ist inzwischen komplett evakuiert worden. Dort leben etwa 1000 Menschen, die inzwischen in Notunterkünften untergebracht worden sein sollen, heißt es.

    +++ 21.01 Uhr: Unverständnis für Vorgehen der Feuerwehr +++

    Schon jetzt scheint klar, dass die Pariser Feuerwehr sich morgen erklären muss. Verwundert wird allenthalben gefragt, warum die Brandbekämpfer nicht schneller aus der Luft gegen das Feuer vorgegangen sind. Von außen schien es, als habe der Brand etwa eine Stunde lang nahezu ungehindert in dem gotischen Bauwerk von Weltrang wüten können. Allerdings kann man zur Stunde niemand die Einsatz-Situation beurteilen.

    +++ 20.54 Uhr: Feuerwehr konzentriert sich auf Rettung noch stehender Teile der Kathedrale +++

    Die Feuerwehr von Paris hält sich mit offiziellen Stellungnahmen zurück. Vom Twitter-Account ist ein humoristischer Tweet mit Bezug auf die TV-Serie «Game of Thrones» inzwischen gelöscht worden. Gegen das Feuer im Hauptschiff scheinen die Pompiers jedoch kaum anzukommen. Erste Bilder zeigen nun auch Flammen in einem der massiven Haupttürme. Der kulturhistorische Schaden, den das Feuer schon jetzt angerichtet hat, ist kaum abschätzbar.

    +++ 20.51 Uhr: Polizei: Kein Terrorakt — keine Besucher mehr in der Kathedrale +++

    Bei dem Brand in Notre-Dame geht die Polizei zunächst nicht von einem terroristischen Hintergrund aus. Das sagte ein Sprecher der Polizei. Weitere Einzelheiten nannte er nicht. Von offizieller Seite hieß es zudem, dass zum Zeitpunkt des Ausbruchs des Feuers offenbar keine Besucher mehr in der Kathedrale gewesen seien. Demnach dürften bei der Katastrophe nach derzeitiger Erkenntnisse keine Menschen zu Schaden gekommen sein.

    +++ 20.46 Uhr: Feuer lodert auf — Hauptschiff brennt lichterloh +++

    Der Brand ist nun wieder aufgelodert. Das Innere des Hauptschiffs der Kathedrale brennt lichterloh. Ein Sprecher von Notre-Dame hat bereits bestätigt, dass die Dachkonstruktionen, die Teils aus dem 13. Jahrhundert stammen, vollkommen zerstört worden ist. Es wirkt nicht so, als ob die Feuerwehr den Brand derzeit unter Kontrolle bekommen könnte.

    +++ 20.42 Uhr: Baugerüst brennt — Flammen in der Nähe der Haupttürme +++

    In den Trümmern des Hauptschiffs von Notre-Dame lodern weiterhin Flammen, deren Widerschein an den inneren Wänden der Haupttürme zu sehen ist. Derzeit fängt das große Baugerüst für die Renovierungsarbeiten Flammen. Das Feuer ist bei weitem nicht eingedämmt.

    +++ 20.40 Uhr: Regierungssprecher Seibert: «Schreckliche Bilder tun weh» +++

    Seibert Notre-Dame Tweet

    +++ 20.33 Uhr: Feuer nicht eingedämmt — Haupttürme bisher nicht betroffen +++

    Das Feuer scheint nun in Teilen eingedämmt, ist allerdings längst nicht gelöscht. Die Rauchschwaden steigen zumindest nicht mehr so dicht in den Himmel. Die beiden Haupttürme der Kathedrale scheinen zur Stunde nicht betroffen. Das Hauptschiff dürfte allerdings massiv beschädgit worden sein.

    +++ 20.28 Uhr: Paris in Trauer um seine Kathedrale +++

    Viele Schaulustige verfolgen das Feuer in Notre-Dame geschockt und bewegt. Viele haben Tränen in den Augen. Auch Präsident Macron ist an der Brandstelle an der Seine im Herzen von Paris eingetroffen. «Die ganze Nation fühlt mit», sagt er.

    Paris Notre-Dame Menschen

    +++ 20.21 Uhr: Medien spekulieren über Renovierungsarbeiten als Brandursache +++

    Weiterhin ist die Brandursache unklar. Mehrere französische Medien, darunter «Le Figaro» melden, das Feuer könnte durch Renovierungsarbeiten ausgelöst worden sein. Teile des Bauwerks sind von einem hölzernen Baugerüst umstellt, das ebenfalls in Flammen steht. Feuerwehrleute nähern sich über die Wege in und an der Kathedrale den Brandherden.

    +++ 20.18 Uhr: Erste Bilder zeigen Feuerwehr im Einsatz +++

    Inzwischen ist zu sehen, dass Feuerwehrleute an der Kathedrale im Einsatz sind. Allerdings brennt Notre-Dame schon seit einer runden Stunde. Die Schäden an dem weltberühmten Wahrzeichen der französischen Hauptstadt sind bereits immens.

    +++ 20.13 Uhr: Mittlerer Spitzturm ist zusammengebrochen +++

    Der gotische Spitzturm der in Flammen stehenden Pariser Kathedrale Notre-Dame ist zusammengebrochen. Dabei handelte sich um einen kleineren Turm in der Mitte des Daches des Hauptschiffes. Schwarzer Rauch dringt aus den beiden großen Türmen der Kathedrale, berichtet ein DPA-Reporter.

    Tweet Video Spitzturm stürzt ein

    +++ 20.02 Uhr: Macron verschiebt wichtige Ansprache zur Lage der Nation +++

    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat wegen des Brands in Notre-Dame eine wichtige Fernsehansprache verschoben. Das bestätigte der Élyséepalast am Abend kurz vor dem ursprünglich geplanten Sendetermin. Wann Macron die Ansprache zu den Ergebnissen einer monatelangen Bürgerdebatte nun halten will, blieb zunächst offen. 

    +++ 20.01 Uhr: Donald Trump reagiert auf Nachricht aus Paris +++

    Die Nachrichten von dem schlimmen Brand in Notre-Dame sind bereits um den Globus gegangen. US-Präsident Donald Trump twittert: «Es ist furchtbar dieses massive Feuer in Notre-Dame zu sehen».

    Tweet Trump notre-Dame

    +++ 19.58 Uhr: Dach der Kathedrale ist eingestürzt +++

    Der Dachstuhl des Hauptschiffs des Kathedrale ist allem Augenschein zufolge inzwischen ein Raub der Flammen geworden. Bisher ist nicht zu erkennen, dass die Feuerwehr an den Brandherd heranskommen kann. Schon jetzt ist klar: Die weltberühmte Kirche wird weitgehend zerstört werden.

    +++ 19.53 Uhr: Brand breitet sich aus +++

    Auf Fernsehbildern ist zu sehen, wie sich der Brand im Moment immer weiter ausbreitet. Großes Teile des Daches des Hauptschiffs der Kathedrale stehen bereits in Flammen. Die Rauchwolke, die über der Stadt steht, ist weithin zu sehen. Inwieweit die Feuerwehr an den Brandherd herankommen kann, ist derzeit unklar.

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    +++ 19.47 Uhr: Bürgermeisterin von Paris spricht von einem «fürchterlichen Brand» +++

    Der Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo sprach auf Twitter von einem «fürchterlichen Brand». Die Feuerwehr versuche, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Auf Bildern war zu sehen, wie der Dachstuhl rund um ein Baugerüst in Flammen stand.

    +++ 19.17 Uhr Feuer in der Pariser Kathedrale Notre-Dame ausgebrochen +++

    In der weltberühmten Kathedrale Notre-Dame in Paris ist ein Brand ausgebrochen. Dies teilte die Feuerwehr in der französischen Hauptstadt am Abend mit. Auf Bildern in Online-Netzwerken waren Flammen zu sehen, die aus dem Dach schlugen; Rauchwolken stiegen auf. Augenzeugen berichten, dass sich der Brand in der Touristenattraktion aus dem 12. Jahrhundert weiter ausbreitet. Die Feuerwehr ist mit einem Großaufgebot im Einsatz. Ob es Verletzte gibt, ist im Moment noch nicht abschätzbar. Nach Informationen der französischen Nachrichtenagentur AFP könnte der Brand mit Renovierungsarbeiten zusammenhängen. Er sei auf dem Dachboden der Kathedrale ausgebrochen und gegen 18.50 Uhr entdeckt worden, hieß es

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    +++ 19.10 Uhr: Klimaschützer blockieren Brücken in Berlin, London und anderen Städten +++

    Umweltaktivisten haben in Berlin, London und anderen Städten Brücken und Straßen blockiert und den Verkehr zeitweise lahmgelegt. Die Bewegung «Extinction Rebellion» (deutsch in etwa: «Rebellion gegen das Aussterben») hatte in mehr als 30 Ländern zu Protesten gegen den Klimawandel aufgerufen. Schauplatz einer Sitzblockade in Berlin war am Montag die Oberbaumbrücke zwischen den Stadtteilen Friedrichshain und Kreuzberg. Nach erfolglosen Verhandlungen trugen Polizisten die Demonstranten weg, die Sperrung der Brücke wurde nach Stunden aufgehoben.   

    Hunderte Demonstranten blockierten am Montag auch mehrere Straßen mitten in London. Sie legten oder setzten sich auf Straßen und Brücken und protestierten in bunten Kostümen und mit Schildern. Bei einer ähnlichen Aktion im vergangenen November hatte die Polizei in der britischen Hauptstadt etwa 70 Unterstützer der Bewegung festgenommen.

    +++ 18.54 Uhr: «Zentrum für politische Schönheit» darf Foto von AfD-Politiker nicht zur Schau stellen +++

    Die Künstlergruppe «Zentrum für Politische Schönheit» (ZPS) ist im Rechtsstreit um ein von ihr veröffentlichtes Bild eines AfD-Politikers unterlegen. Laut einem Urteil des Landgerichts Erfurt darf das ZPS eine bestimmte Aufnahme eines AfD-Lokalpolitikers aus Gotha auf einer Website weiterhin nicht öffentlich zur Schau stellen. Mit der Entscheidung wurde eine einstweilige Verfügung von Anfang des Jahres bestätigt, gegen die das «Zentrum für Politische Schönheit» Widerspruch eingelegt hatte. Die Künstlergruppe aus Berlin hatte im Internet mit Fotos nach angeblichen Teilnehmern rechter Demonstrationen und Ausschreitungen in Chemnitz 2018 gesucht. Der Name der Website, die nur kurze Zeit online war, lautete «soko-chemnitz.de». Auch eine Aufnahme des Gothaer AfD-Politikers war mit dem Wort «Erwischt»!» darunter. Veröffentlicht das ZPS dieses Bild erneut auf der Website, ist laut Urteil ein Ordnungsgeld bis zu 250.000 Euro möglich. 

    +++ 18.46 Uhr: Betreute Menschen bekommen Wahlrecht schon zur Europawahl +++

    Menschen mit einer gerichtlich bestellten Betreuung bekommen nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts das Wahlrecht bereits zur Europawahl am 26. Mai. Das ist deutlich früher, als die Bundestagsmehrheit ursprünglich vorgesehen hatte. Betroffen sind Menschen, die in allen Angelegenheiten betreut werden müssen — etwa wegen geistiger Behinderung, psychischer Erkrankung oder weil sie wegen Schuldunfähigkeit in einer psychiatrischen Klinik sitzen. Sie müssen allerdings für die Teilnahme an der Europawahl einen gesonderten Antrag stellen. Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entschied sofort im Anschluss an eine mündliche Verhandlung. Die oppositionellen Bundestagsparteien Grüne, Linke und FDP hatten einen entsprechenden Eilantrag gestellt.

    +++ 18.46 Uhr: Landstraße in Irland trägt nun Namen von Figur aus «Star Wars»-Filmsaga +++

    Der Roboter R2D2 aus der Filmsaga «Star Wars» ziert mit seinem Namen jetzt eine Landstraße nahe Malin Head in der nördlichsten Spitze Irlands. Auf der für ihre dramatische Küstenlandschaft bekannten Halbinsel Inishowen waren Szenen des «Star Wars»-Films «Die letzten Jedi» gedreht worden. Neue Schilder mit der ursprünglich R242 genannten Regionalstraße in der Grafschaft Donegal wurden enthüllt — im Beisein eines nachgebauten R2D2 sowie anderer beliebter Charaktere der Filmreihe, wie die britische Nachrichtenagentur PA berichtet.

    +++ 18.20 Uhr: Geschwärzter Müller-Report zu Russland-Affäre soll Donnerstag veröffentlicht werden +++

    Der Abschlussbericht des US-Sonderermittlers Robert Mueller zur Russland-Affäre wird am Donnerstag veröffentlicht. Das kündigte das US-Justizministerium am Montag an. Allerdings will das Ministerium den Bericht nur in redigierter Form publik machen, manche Passagen sollen geschwärzt werden. Nach fast zweijährigen Ermittlungen hatte Mueller seinen fast 400-seitigen Abschlussbericht am 22. März dem Justizministerium vorgelegt. Laut der von Justizminister Bill Barr zwei Tage danach veröffentlichten Zusammenfassung fand Mueller keine Beweise dafür, dass Donald Trumps Team während des Wahlkampfs 2016 mit Russland zusammenarbeitete, um den Ausgang zugunsten des heutigen Präsidenten beeinflussen. 

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    +++ 17.17 Uhr: Fast 150 Tote bei Kämpfen um libysche Hauptstadt Tripolis +++

    Bei den Kämpfen um die libysche Hauptstadt Tripolis sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bislang mindestens 147 Menschen getötet worden. Mehr als 600 Menschen seien seit Beginn der Offensive des abtrünnigen Generals Chalifa Haftar am 4. April verletzt worden, teilte die WHO mit. Nach Angaben des UN-Büros zur Koordination humanitärer Angelegenheiten flohen inzwischen 18.000 Menschen vor den Kämpfen südlich von Tripolis.

    +++ 16.44 Uhr: 70 Tote bei Kämpfen des Militärs mit Boko Hara im Tschad +++

    Im zentralafrikanischen Tschad sind bei Kämpfen mit der Terrororganisation Boko Haram nach Angaben der Streitkräfte 63 islamistische Kämpfer und sieben Soldaten getötet worden. Bei dem Angriff der Terroristen auf einen Militärstützpunkt nahe dem Tschadsee seien 15 weitere Soldaten teils schwer verletzt worden, erklärte Armeesprecher Azem Bermendoa Agouna am Montag. Boko Haram nahm das Lager unweit der Grenzen zu Nigeria und Kamerun im Ort Kaiga Kindjiria demnach am späten Sonntagabend unter Feuer. Die Militärangaben ließen sich zunächst nicht unabhängig bestätigen.

    +++ 16.07 Uhr: Touristen hissen deutsche Flagge auf Kreta — zehn Monate Bewährung +++

    In einem Schnellverfahren sind zwei deutsche Touristen in Chania auf der griechischen Insel Kreta zu einer Haftstrafe von zehn Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Die beiden 23 Jahre alten Männer hatten bei einer Wandertour am Sonntag auf einem Felstableau die dort gehisste griechische Fahne eingeholt und sie durch eine deutsche ersetzt, berichtete der Nachrichtensender Skai. Sie wurden am Montag verurteilt.

    +++ 16.08 Uhr: Arbeitslosenqoute in der Türkei auf höchstem Stand seit zehn Jahren +++

    Die Arbeitslosenquote in der Türkei ist auf 14,7 Prozent gestiegen und damit so hoch wie seit zehn Jahren nicht mehr. Rund 4,7 Millionen Türken waren im Januar ohne Job, wie das Statistikamt in Ankara mitteilte. Das sind im Vergleich zum Vorjahr rund 1,3 Millionen Menschen mehr. Besonders die Jugendarbeitslosigkeit ist demnach hoch (26,7 Prozent). Die türkische Wirtschaft befindet sich seit vergangenem Jahr in der Krise und steckt seit Ende 2018 in der Rezession. Im Sommer vergangenen Jahres hatte unter anderem ein Zerwürfnis mit den USA zu einer Währungskrise geführt. Inzwischen hat sich die Türkische Lira wieder leicht erholt. Die Inflation bleibt aber weiter hoch und liegt zurzeit bei rund 20 Prozent. Vor allem Lebensmittel werden immer teurer. Im Dezember hatte die Arbeitslosenquote bei 13,5 Prozent gelegen.

    +++ 15.29 Uhr: Rauch eingeatmet — zehn Arbeiter in chinesischer Fabrik getötet +++

    Zehn Arbeiter sind im Osten Chinas bei einem Unfall in einer Arzneimittelfabrik erstickt. In dem Unternehmen in Jinan hätten Schweißfunken am Montagnachmittag eine wärmeleitende Substanz in Brand gesteckt, die Rauch erzeugt habe, teilte die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua mit. Der Rauch stellte keine Gefahr für die Umwelt dar, wie die örtliche Umweltbehörde mitteilte. Die Ursache war zunächst nicht bekannt.  

    Acht der Opfer, die in der Fabrik Rohre erneuerten, seien direkt vor Ort erstickt, hieß es. Zwei weitere wurden demnach zunächst medizinisch versorgt, starben dann aber auch. Zwölf Rettungskräfte erlitten den Angaben zufolge ebenfalls Verletzungen, die aber nicht lebensgefährlich waren.

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    +++ 15.03 Uhr: Krawalle nach rechtsradikaler Demonstration in Kopenhagener Einwandererviertel +++

    In der dänischen Hauptstadt Kopenhagen hat es nach einer rechtsgerichteten Kundgebung in einem Einwandererviertel heftige Krawallen gegeben. Bei Zusammenstößen zwischen Gegendemonstranten und Sicherheitskräften wurden nach Polizeiangaben am Sonntag 23 Menschen festgenommen. Der rechtsgerichtete Politiker Rasmus Paludan hatte zuvor mit Anhängern in dem vor allem von Migranten bewohnten Viertel Nörrebro demonstriert und damit wütende Proteste ausgelöst.

    +++ 14.54 Uhr: Polizei in Bochum warnt vor neuer Masche von Trickdieben +++

    Die Polizei in Bochum hat vor einer neuen Masche von Trickdieben gewarnt. Kriminelle gäben sich dabei als Mitarbeiter der Artenschutzbehörde aus, teilten die Beamten in der Ruhrgebietsstadt mit. Demnach wurden bereits mehrere Menschen unter dem Vorwand angerufen, ein geschützter Vogel habe sich auf ihrem Hausdach niedergelassen und müsse eingefangen werden. Dabei seien die Betroffenen explizit gefragt worden, wo sie wohnten und wann genau sie zu Hause seien. Die Unbekannten sagten den Betroffenen teilweise, dass ihre angebliche Behörde in dieser Angelegenheit von der Polizei beauftragt worden sei. Opfer der Masche waren laut Polizei Senioren im Alter zwischen 70 und 80 Jahren. Bei keinem von ihnen sei der Trick erfolgreich gewesen.

    +++ 14.50 Uhr: Waffennarr mit Anschlagsplänen? Generalstaatsanwaltschaft ermittelt +++

    Nach dem Fund von mehr als 50 Waffen bei einem Mann in Hannover ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft Celle gegen den 29-Jährigen wegen möglicher Anschlagspläne. Zudem werde geprüft, ob der Verdächtige rechtsextremistisch eingestellt sei, weil bei ihm auch Orden und Ehrenzeichen aus dem Dritten Reich gefunden worden seien, sagte Oberstaatsanwalt Bernd Kolkmeier. «Er hat uns nicht verraten, was er damit vorhat», sagte Kolkmeier zu den Waffenfunden — 16 Langwaffen, 3 Maschinenpistolen, 17 Pistolen, 8 Revolver und 7 Signalwaffen. «Das ist alles merkwürdig und auffällig», daher habe die für Terrorermittlung zuständige Behörde den Fall übernommen. Auch mehrere Kilogramm Munition waren entdeckt worden.

    Der Verdächtige sitzt wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz, Körperverletzung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte in Untersuchungshaft. Polizisten waren Ende März bei der Durchsuchung der Wohnung seines Vaters auf die Waffen, etwa 100.000 Euro sowie Devotionalien gestoßen. Der 29-Jährige hat noch ein Zimmer in der Wohnung seines Vaters.

    +++ 14.45 Uhr: Ermittler graben wieder nach Monika Frischholz +++

    Eine Woche nach Grabungen im Fall der seit gut 42 Jahren vermissten Monika Frischholz geht die Suche weiter. Einsatzkräfte der Polizei gruben am Morgen an einem weiteren möglichen Ablageort der Leiche, wie die Ermittler mitteilten. Dieser liegt den Angaben nach an einem Waldrand südlich der Ortschaft Waldkirch bei Flossenbürg in der Oberpfalz. Nur wenige Meter entfernt hatte die Polizei schon vergangene Woche gesucht.

    Die damals zwölfjährige Schülerin Monika Frischholz aus Flossenbürg hatte den Erkenntnissen nach am 25. Mai 1976 nachmittags ihr Elternhaus verlassen. Wenig später verlor sich ihre Spur. Mit Hilfe von Zeugenaussagen konnten die Ermittler ihren Fußweg teilweise rekonstruieren. Ende vergangenen Jahres erhielten sie einen neuen Hinweis, der ein Tötungsdelikt nahelegte. Daraufhin rollten die Beamten den Fall wieder auf.

    Julen Suche Bauarbeiten

    +++ 14.27 Uhr: Endgültiger Autopsiebericht: Julen starb kurz nach Sturz in Bohrloch +++

    Der kleine Julen ist vor drei Monaten im südspanischen Totalán unmittelbar nach seinem Sturz in einen engen Brunnenschacht an seinen schweren Kopfverletzungen gestorben. Der Zweijährige habe am 13. Januar nach dem Unglück nur noch wenige Minuten gelebt, ergab jetzt der Abschlussbericht der Pathologen, die die Autopsie durchgeführt hatten. Die Experten schlossen aus, dass der Einsatz der Retter mit einer Spitzhacke für den Tod des Kindes mitverantwortlich sein könnte, wie im Februar in einem Bericht spekuliert worden war. Julen war in ein über 100 Meter tiefes, illegal gegrabenes Bohrloch gefallen. Seine Leiche wurde zwei Wochen später in 70 Metern Tiefe gefunden, nachdem Helfer in mühsamer Arbeit einen Parallelschacht gebohrt hatten.Spanien Julen 15.30 Uhr

    +++ 14.19 Uhr: Zahl der Asylanträge im Monatsvergleich abermals gesunken +++

    Migranten haben im März 12.762 Anträge auf Asyl in Deutschland gestellt. Die meisten Bewerber kamen aus Syrien, Nigeria, dem Irak und Afghanistan, wie das Bundesinnenministerium mitteilte. Der Monatstrend war weiter rückläufig: Im März wurden 10,9 Prozent weniger Anträge als im Februar gestellt. Von Januar auf Februar war die Zahl bereits um 16 Prozent zurückgegangen. Im Vergleich zum März 2018 gab es hingegen ein leichtes Plus von 1,1 Prozent. Die Gesamtzahl der Anträge verteilt sich auf 10.965 Erst- und 1797 Folgeanträge. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge entschied im März über Anträge von 19.587 Asylbewerbern, dies waren in etwa ebenso viele wie im Vormonat.

    +++ 13.58 Uhr: Prinz Charles und Camilla besuchen Deutschland +++

    Prinz Charles (70) und seine Frau Camilla (71) besuchen vom 7. bis 10. Mai die Städte Berlin, Leipzig und München, wie die britische Botschaft in Berlin mitteilte. Der Besuch des Prinzen von Wales und der Herzogin von Cornwall im Auftrag der britischen Regierung werde «die Vielfalt und anhaltende Bedeutung der britisch-deutschen Beziehungen» zum Ausdruck bringen, hieß es. Zu den Programmpunkten des Paars zählt ein Treffen von Prinz Charles mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Berlin. In München will das Paar an einem Essen mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) teilnehmen. «Selbstverständlich wird das Paar auch öffentlich in Erscheinung treten, damit so viele Menschen wie möglich die beiden Royals persönlich erleben können», erklärte der britische Botschafter in Deutschland, Sir Sebastian Wood. 

    Den Angaben zufolge war der älteste Sohn von Königin Elizabeth II. seit seinem ersten Besuch 1962 mehr als 30 mal in Deutschland, teilweise privat. Camilla sei 2009 zum ersten Mal in Deutschland gewesen. Das Paar ist seit 2005 verheiratet.

    +++ 13.46 Uhr: Blockierte Rettungsschiffe: Wieder Ermittlungen gegen Italiens Innenminister Salvini +++

    Gegen Italiens Innenminister Matteo Salvini wird erneut wegen Freiheitsberaubung ermittelt. Dabei geht es um den Fall des Rettungsschiffs der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch, dem im Januar mehrere Tage das Anlegen in Italien untersagt worden war. Die Seenotretter hatten unweit der libyschen Küste 47 Migranten an Bord genommen. Bis sich mehrere europäische Staaten — darunter Deutschland — Ende Januar zur Aufnahme der Geretteten bereiterklärten, ankerte das Schiff vor Sizilien. Salvini las bei einer Pressekonferenz in Monza aus dem Schreiben der Staatsanwaltschaft vor, in dem es hieß, dass der Fall an das für Ermittlungen gegen Regierungsmitglieder zuständige Gericht weitergeleitet worden sei. Die Staatsanwaltschaft habe die Einstellung des Verfahrens beantragt, erklärte Salvini.

    Bereits 2018 wurde gegen den Chef der rechten Lega wegen Freiheitsberaubung ermittelt. Damals ging es um das Schiff «Diciotti» der italienischen Küstenwache mit 177 Migranten an Bord. Fast eine Woche lang hatte Salvini einem Großteil der Geflüchteten verboten, an Land zu gehen. Um einen Prozess kam er herum, da sich der Senat kürzlich gegen die Aufhebung seiner Immunität aussprach.

    +++ 13.25 Uhr: Israelische Forscher stellen erstes Herz aus menschlichem Gewebe im 3D-Drucker her +++

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    Israelische Forscher haben mit einem 3D-Drucker ein Mini-Herz aus menschlichem Gewebe erzeugt. Der Prototyp, dessen Zellen sich allerdings noch nicht synchron zusammenziehen können, habe die Größe eines Hasenherzens, sagte Studienleiter Tal Dvir von der Universität Tel Aviv. Das Herz bestehe aus Gewebe und Blutgefäßen und verfüge über Kammern. Es sei vergleichbar mit dem Herzen eines menschlichen Fötus. «Das Herz ist komplett kompatibel mit dem Patienten, weil es aus seinem eigenen Gewebe geschaffen ist, und wird deshalb keine Immun-Gegenreaktion auslösen», sagte Dvir.

    Plattform bietet Blaupausen für Sturmgewehre an 6.23Nun wollen die Forscher den Prototypen in einem speziellen Bioreaktor reifen zu lassen. Binnen eines Jahres sollen solche Herzen in Tierversuchen getestet werden, bei Hasen oder Ratten. Bis zu einem möglichen klinischen Einsatz beim Menschen dauere es noch viele Jahre, sagte Dvir.

    +++ 13.20 Uhr: Rechte politische Gewalt in Mecklenburg-Vorpommern nahezu halbiert +++

    Die Zahl der rechtsextremen politischen Gewalttaten hat sich in Mecklenburg-Vorpommern von 2017 auf 2018 nahezu halbiert. Die Sicherheitsbehörden registrierten nach Angaben des Schweriner Innenministeriums letztes Jahr 43 rechte Gewalttaten. Im Vorjahr, dem Jahr der Bundestagswahl, waren es noch 84 gewesen. Der überwiegende Anteil hatte demnach einen fremdenfeindlichen Hintergrund. Die Anzahl der linksextremistisch motivierten Gewalttaten hingegen nahm von elf auf 26 Fälle deutlich zu. Ziel dieser Taten waren häufig mutmaßlich rechts stehende politische Gegner. Erneut stieg die Zahl der Angriffe auf Wahlkreisbüros. Von insgesamt 37 Attacken — nach 31 im Jahr 2017 — galten 28 Wahlkreisbüros der AfD, die seit Ende 2016 im Schweriner Landtag vertreten ist. Die Ermittler schreiben diese Angriffe dem linken Spektrum zu.

    +++ 13.02 Uhr: Neugeborenes ertrinkt in Badewanne — angeklagte Mutter schweigt +++

    Im Verfahren wegen Tötung eines neugeborenen Mädchens vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth hat die Angeklagte am ersten Prozesstag geschwiegen. Die ersten Vernehmungen der 28-Jährigen seien zudem nicht verwertbar, da der Frau hierbei kein Rechtsanwalt zur Seite gestellt und sie als Beschuldigte nicht über ihre Rechte belehrt worden sei, erklärte ihre Verteidigerin. Die Staatsanwältin nannte die Vorwürfe dagegen abwegig. Die Strafkammer muss nun entscheiden, ob die Aussagen der Frau vor Gericht verwertet werden dürfen. Laut Anklage hat die Frau aus Roth, die bereits Mutter eines dreijährigen und eines fünfjährigen Kindes ist, ihr frischgeborenes Baby nach der Entbindung in der Badewanne ertrinken lassen. Der Vorwurf gegen sie lautet Totschlag durch Unterlassen. 

    Anfang 2018 hatte sie der Staatsanwaltschaft zufolge erfahren, dass sie zum dritten Mal schwanger ist. Dem Vater des Kindes und ihrer Familie soll die Deutsche das verheimlicht haben. Als bei ihr dann im September 2018 die Wehen einsetzten, soll sie sich in die mit Wasser gefüllte Badewanne gelegt haben. Das Mädchen, das sie gebar, habe sie dann dort zurückgelassen, bis es starb. Sie habe weder Hilfe geholt noch versucht, den Säugling wiederzubeleben. Die Leiche soll die Frau in einem Karton versteckt haben. Das Urteil soll am 18. April gesprochen werden.

    +++ 12.58 Uhr: Landwirt soll Ehefrau mit Gülle getötet haben +++

    In Schwaben soll ein Landwirt seine Ehefrau mit Gülle umgebracht haben. Die Augsburger Staatsanwaltschaft hat gegen den 54-Jährigen Anklage wegen Mordes erhoben. Motiv soll die von der 51-Jährigen geplante Trennung gewesen sein. Der Bauer habe befürchtet, in dem Fall das Vermögen des Paares von mehr als 130.000 Euro nicht für sich alleine behalten zu können, erklärte Oberstaatsanwalt Matthias Nickolai. Einen Termin für einen Prozess vor dem Landgericht Augsburg gibt es noch nicht.

    Die Leiche der Frau aus Wallerstein (Landkreis Donau-Ries) war im September 2018 in der Nähe einer Güllegrube entdeckt worden. Bei der Obduktion war Gülle im Körper festgestellt worden, zudem soll das Opfer Schläge gegen den Kopf erhalten haben. Wie genau die 51-Jährige von ihrem Ehemann getötet worden sein soll, berichtete Nickolai nicht. Dies müsse im Strafprozess geklärt werden.

    +++ 12.53 Uhr: Staatsanwalt erhebt Anklage gegen Ex-VW-Chef Winterkorn +++

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    Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat im Skandal um illegale Abschalteinrichtungen Anklage gegen den früheren Volkswagen-Chef Martin Winterkorn und vier weitere Beschuldigte erhoben, wie die Behörde mitteilte. Die Klage richtet sich gegen fünf Führungskräfte, die «eine in einer einzigen strafbaren Handlung verwirklichte Mehrzahl von Straftatbeständen» begangen hätten. Dabei gehe es um einen besonders schweren Fall von Betrug sowie einen Verstoß gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb. Winterkorn wird zudem Untreue vorgehalten, weil er nach dem 25. April 2014 nach Kenntnis von rechtswidrigen Manipulationen an Diesel-Motoren diese nicht umgehend bekanntgegeben habe. Das zuständige Landgericht Braunschweig muss nun über die Zulassung der erhobenen Anklage entscheiden.

    +++ 12.34 Uhr: Kreml bereitet Treffen zwischen Putin und Kim Jong Un vor +++

    Russland bereitet ein Treffen von Kremlchef Wladimir Putin mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un vor. Das bestägte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag in Moskau der Agentur Interfax zufolge. Über eine solche Begegnung sei schon lange gesprochen worden. Wann und wo es zu einer Unterredung kommen soll, sagte Peskow allerdings nicht. Bisher könne er noch nichts Konkretes sagen. 

    Südkoreanische Medien hatten zuvor gemeldet, dass es bereits in der kommenden Woche zu einem Treffen kommen könne. Der Kremlchef werde um den 24. April in den Fernen Osten Russlands reisen. Die Chancen für einen Gipfel in dieser Zeit seien ziemlich gut, hieß es unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen. Putin will am 26. und 27. April an einem internationalen Forum in Peking teilnehmen.

    +++ 12.29 Uhr: Kopenhagen: 23 Festnahmen nach Krawallen +++

    Nach Krawallen während einer Demonstration eines islamfeindlichen Politikers in Kopenhagen hat die Polizei 23 Menschen festgenommen. Sechs von ihnen sollten am Montag einem Haftrichter vorgeführt werden, teilte die Polizei der dänischen Hauptstadt auf Twitter mit.Tweet Polizei Kopenhagen

    Der rechtsextreme Islamkritiker Rasmus Paludan hatte zu der Demonstration im Kopenhagener Stadtteil Nørrebro aufgerufen. Dabei wurde er nach Polizeiangaben von Gegendemonstranten angegriffen. Im Anschluss kam es bis in die Nacht zum Montag hinein zu Unruhen und Auseinandersetzungen mit der Polizei. Etliche Autos und Müllcontainer wurden angezündet.

    +++ 12.19 Uhr: Studie: Deutsche werden immer reicher +++

    Aktien und vor allem Immobilien machen den Unterschied: Nach Daten der Bundesbank sind die Vermögen der privaten Haushalte weiterhin ungleich verteilt — auch wenn sie im Schnitt gestiegen sind. Das geht aus der Bundesbank-Studie «Private Haushalte und ihre Finanzen» (PHF) hervor.

    Demnach gehören den reichsten zehn Prozent der Haushalte 55 Prozent des gesamten Nettovermögens — also des Vermögens abzüglich Schulden. Bei der vorherigen Studie 2014 waren es 60 Prozent. Die untere Hälfte der Haushalte muss sich unverändert mit mageren 3 Prozent begnügen. Der Rest des Nettovermögens ist im Besitz von 40 Prozent der Haushalte.

    +++ 12.13 Uhr: Disneyland Paris verzichtet auf Plastik-Trinkhalme +++

    Das Pariser Disneyland verzichtet auf Plastik-Trinkhalme. Der größte Freizeitpark Europas teilte mit, ab Donnerstag würden nur noch Trinkhalme aus kompostierbarem Papier an die Besucher ausgegeben — und das auch nur auf deren ausdrücklichen Wunsch. Die Maßnahme gehört zu einem Plan, mit dem Disneyland grüner werden soll.

    Ab der kommenden Woche werden demnach Plastiktüten nicht mehr kostenlos an Gäste ausgegeben, sondern für ein bis zwei Euro verkauft. In mehreren der acht Hotels, die zu der Anlage in Marne-la-Vallée südöstlich von Paris gehören, sollen kleine Dusch- oder Shampoo-Fläschchen zudem durch große Flaschen ersetzt werden, die wieder aufgefüllt werden können. In der EU sind Einweg-Plastikprodukte wie Trinkhalme ab 2021 verboten. 

    +++ 12.02 Uhr: Haftbefehl im Internet: Anklage gegen Vollzugsbeamten +++

    In Sachsen ist Anklage gegen einen Justizbeamten erhoben worden, der nach dem gewaltsamen Tod eines Deutschen in Chemnitz einen Haftbefehl per Handy fotografiert und an Dritte weitergegeben haben soll. Die Staatsanwaltschaft Dresden wirft dem suspendierten Staatsdiener «Verletzung des Dienstgeheimnisses in Tateinheit mit verbotenen Mitteilungen über Gerichtsverhandlungen» vor. Der Geständige habe am 28. August 2018 den am Vortag erlassenen Haftbefehl fotografiert, weitergeleitet und damit dessen «unkontrollierte Veröffentlichung» ermöglicht. Bei einer Verurteilung drohen ihm eine Geld- oder Freiheitsstrafe.

    Der Haftbefehl war gegen einen vermutlichen Iraker ausgestellt, dann aber wieder aufgehoben worden. Seit März muss sich ein syrischer Asylbewerber in Dresden wegen der Tötung eines 35-Jährigen vor Gericht verantworten. Er bestreitet die Vorwürfe. Der 23-Jährige soll zusammen mit einem flüchtigen Iraker am  26. August 2018 in Chemnitz einen 35-Jährigen erstochen haben. Die Tat hatte fremdenfeindliche Übergriffe und Demonstrationen rechter Kräfte mit zahlreichen Straftaten ausgelöst.

    +++ 11.56 Uhr: Seltenste Schildkrötenart der Welt kurz vor dem Verschwinden +++

    Die seltenste Schildkrötenart der Welt steht kurz vor dem Aussterben. Das viertletzte Exemplar der Jangtse-Riesenweichschildkröten starb am Samstag in einem Zoo im chinesischen Suzhou, wie die Zeitung «Suzhou Daily» berichtete. Noch am Freitag waren Zoo-Mitarbeiter mit einem letzten Versuch gescheitert, das etwa 90 Jahre alte Weibchen mit Sperma eines ebenfalls in dem Tierpark gehaltenen männlichen Exemplars künstlich zu befruchten. Zuvor waren bereits Versuche gescheitert, auf natürliche Weise für Schildkröten-Nachwuchs in dem Zoo zu sorgen. Das Männchen ist bereits mehr als 100 Jahre alt. Experten gehen davon aus, dass noch zwei weitere Riesenweichschildkröten existieren; diese sollen in freier Wildbahn in Vietnam leben. Um welche Geschlechter es sich handelt, ist unklar.

    Jangtse-Riesenweichschildkröten sind die größten Süßwasser-Schildkröten der Welt. Sie werden bis zu 100 Zentimeter lang und kommen auf ein Gewicht von bis zu 100 Kilo. Ihr natürlicher Lebensraum waren der Jangtse-Fluss und andere Binnengewässer Chinas.

    +++ 11.47 Uhr: Rip Off: Zoll findet 440 Kilo Kokain auf Frachtschiff im Hamburger Hafen +++

    Auf einem Frachtschiff im Hamburger Hafen haben Zollbeamte rund 440 Kilogramm Kokain entdeckt. Die Drogen hätten sich in 17 Reisetaschen in unterschiedlichen mit Reissäcken beladenen Containern befunden, teilte der Zoll mit. Die Kontrolle erfolgte demnach in der vorigen Woche auf einem Frachter, der aus Montevideo in Uruguay kam. Das Schiff war über Hamburg und den Hafen im belgischen Antwerpen auf dem Weg nach Freetown im westafrikanischen Sierra Leone. Derartige Schmuggelmethoden namens Rip Off werden oft für große Drogenmengen durch das organisierte Verbrechen genutzt. Das Rauschgift wird nicht mehr aufwändig getarnt und versteckt, sondern in leicht zu transportierenden Behältnissen in Containern deponiert. Am Zielort können Täter diese dann schnell und unauffällig entnehmen.

    +++ 11.35 Uhr: Mieter darf vom Arzt empfohlene Katze in seiner Wohnung halten +++

    Im Prozess um eine Katze in einer Wohnung hat sich ein Mieter vor dem Amtsgericht Hannover gegen seine Vermieterin durchgesetzt. Der Mann darf das ihm aus medizinischen Gründen empfohlene Haustier behalten, entschied der Richter nach Angaben einer Gerichtssprecherin. Der von der Vermieterin zur Begründung des Haltungsverbots angeführte Passus des Mietvertrags sei zu pauschal und daher ungültig. Der Richter verwies auf entsprechende höchstrichterliche Urteile des Bundesgerichtshofs, der sich bereits mit dem Thema befasst hatte. Im Ergebnis seien die Interessen der Parteien gegeneinander abgewogen worden, wobei die des Mieters die der Vermieterin überwögen.

    Der Mieter hatte sich auf ärztlichen Rat hin eine Katze zugelegt, weil diese «soziale Bedürfnisse» abdecke und als «Mitbewohner» diene. Er hatte aber vorab nicht die Zustimmung der Vermieterin eingeholt, was laut Mietvertrag erforderlich gewesen wäre. Deshalb entwickelte sich ein Rechtsstreit zwischen den beiden.

    +++ 11.12 Uhr: Ermittler graben wieder im jahrzehntealten Fall Monika Frischholz +++

    Die Suche nach der seit gut 42 Jahren vermissten Monika Frischholz in Bayern geht weiter. Einsatzkräfte der Polizei begannen am Morgen mit Grabungen an einem weiteren möglichen Ablageort der Leiche, wie die Ermittler mitteilten. Dieser liegt den Angaben nach an einem Waldrand südlich der kleinen Ortschaft Waldkirch bei Flossenbürg in der Oberpfalz nahe der Grenze zu Tschechien. Nur wenige Meter entfernt hatte die Polizei bereits vergangene Woche gegraben. Die zwölfjährige Schülerin Monika Frischholz aus Flossenbürg hatte den Erkenntnissen nach am 25. Mai 1976 nachmittags ihr Elternhaus verlassen. Wenig später verlor sich ihre Spur. Die Ermittler gehen davon, dass das Mädchen ermordet wurde.Monika Frischholz

    +++ 10.54 Uhr: Berliner Obergerichtsvollzieher soll 250.000 Euro unterschlagen haben +++

    Vor dem Berliner Landgericht muss sich seit heute ein Obergerichtsvollzieher wegen Unterschlagung in fast 2500 Fällen verantworten. Der 65-Jährige soll laut Anklage über mehrere Jahre hinweg rund 250.000 Euro aus Gebühren und anderen Einnahmen aus Gerichtsvollzieheraufträgen nicht an die Staatskasse weitergeleitet haben. Der Mann ist wegen gewerbsmäßiger Untreue in einem besonders schweren Fall und Urkundenunterdrückung angeklagt. Zum Prozessauftakt wurde unter anderem zunächst die Anklage verlesen. Seine Taten soll der Beschuldigte zwischen Anfang 2007 und Anfang 2012 begangen haben. Insgesamt geht es um 2450 einzelne Anklagepunkte.

    +++ 10.47 Uhr: Zahl der Ausländer in Deutschland nimmt zu +++

    Der Anteil der ausländischen Bevölkerung in Deutschland ist weiter gewachsen. Ende vergangenen Jahres lebten rund 10,9 Millionen Ausländer im Land, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden berichtete. Das war per Saldo ein Zuwachs von 2,7 Prozent (292.000). Den 1,303 Millionen Neuankömmlingen standen im Ausländerzentralregister 1,012 Millionen Abwanderer gegenüber. Insgesamt leben 82.979 Millionen Menschen in Deutschland (Stichtag: 30.9.2018).

    Erneut stark zugenommen hat 2018 die Zuwanderung von Menschen mit einer Arbeitserlaubnis aus Staaten außerhalb der EU. Bis zum Jahresende 2018 kamen insgesamt 266.000 Menschen als sogenannte Erwerbsmigranten (Vorjahr: 217.000). Das war im dritten Jahr in Folge ein Zuwachs von mehr als 20 Prozent. Zu den Hauptherkunftsländern zählten Indien (12 Prozent), China (9 Prozent), Bosnien und Herzegowina (8 Prozent) sowie die USA (7 Prozent). Diese Menschen waren im Durchschnitt 35 Jahre alt, die meisten waren Männer (68 Prozent). In mehr als 83 Prozent der Fälle hatten sie eine befristete Aufenthaltserlaubnis. 17 Prozent durften sich unbefristet in Deutschland niederlassen.

    +++ 10.44 Uhr: Zwei Monate Fahrverbot für BVB-Profi Wolf  +++

    Das Fahrverbot für Bundesligaprofi Marius Wolf von Borussia Dortmund wegen Fahrens ohne Führerschein ist auf zwei Monate festgelegt worden. Das teilte das Amtsgericht im unterfränkischen Kitzingen mit. Es bestätigte zudem eine Geldstrafe von 200.000 Euro für den Profi von Borussia Dortmund, der laut Gericht Ende März 2018 auf der Autobahn 3 bei Kitzingen bei einer Kontrolle erwischt worden war. Damals spielte der Profi für Eintracht Frankfurt.

    +++ 10.41 Uhr: AfD-Fraktionsvize von Storch pocht auf deutschen EU-Austritt als Option +++

    AfD-Fraktionsvize Beatrix von Storch hält die Option eines deutschen EU-Austritts im Europawahlkampf ihrer Partei für unverzichtbar. «Wir müssen die Möglichkeit eines ‘Dexit’ in den Raum stellen, damit es zu Reformen kommt», sagte von Storch der «Welt». Der gegenwärtige Zustand und die sich abzeichnenden Entwicklungen in der EU seien «nicht im deutschen Interesse». Die AfD spricht sich in ihrem Europawahlprogramm für einen «Dexit» als «letzte Option» aus: Ein EU-Austritt Deutschlands «oder eine geordnete Auflösung der Europäischen Union» sei notwendig, falls das Staatenbündnis nicht nach AfD-Vorstellungen reformiert werde.

    +++ 10.28 Uhr: 33-Jährige in Berlin fremdenfeindlich beleidigt und angegriffen +++

    Ein Unbekannter hat eine Frau in Berlin fremdenfeindlich beleidigt und körperlich angegriffen. Der Mann soll der 33-Jährigen bereits letzte Woche Dienstag in den Bauch getreten und mehrfach den Hitlergruß gezeigt haben, wie die Polizei jetzt mitteilte. Die Frau brach sich einen Arm, erstattete aber erst am Sonntag Anzeige. Demnach fuhr das Opfer im Stadtteil Pankow mit einer Straßenbahn in Richtung Alexanderplatz. In der Bahn sei sie von dem Mann fremdenfeindlich beleidigt worden, offenbar weil sie ein Kopftuch getragen habe. Der Unbekannte habe ihr zusätzlich auf den Fuß getreten. Als die 33-Jährige am S-Bahnhof Greifswalder Straße ausstieg, sei ihr der Mann gefolgt und habe mehrfach den verbotenen Hitlergruß in ihre Richtung gezeigt. Wenig später habe er sie eingeholt und ihr in den Bauch getreten. Die Frau stürzte dabei und verletzte sich. Sie erlitt einen Armbruch, verstauchte sich einen Finger und klagte über Fuß- sowie Rückenschmerzen. Der Mann entkam unerkannt.

    +++ 10.27 Uhr: Neues EU-Urheberrecht endgültig beschlossen +++

    Die EU-Staaten haben die umstrittene Urheberrechtsreform abschließend angenommen. Auch die deutsche Bundesregierung votierte mit Ja. Sechs Länder stimmten gegen die Richtlinie, drei enthileten sich. Das Gesetzgebungsverfahren ist damit abgeschlossen — nach der Veröffentlichung im Amtsblatt der EU haben die Mitgliedstaaten zwei Jahre Zeit, um die Bestimmungen umzusetzen.

    Nachdem es vor allem in Deutschland heftigen Protest gegen Teile der Reform gab, betonte die Bundesregierung zuletzt, Upload-Filter sollten bei der Umsetzung weitgehend vermieden werden. Gemeint sind Programme, die geschützte Inhalte schon beim Hochladen ins Internet erkennen und aussortieren. Bis zum Sonntagabend arbeiteten mehrere Ministerien an einer Zusatzerklärung für die Abstimmung, in der dieses Ziel festgehalten wird.

    Was steckt hinter «Upload-Filter» und Artikel 13?_11.10Uhr

    +++ 10.03 Uhr: Ermittlungen wegen Schüssen auf Auto von Fußballer Naki eingestellt +++

    Die Staatsanwaltschaft Aachen hat die Ermittlungen nach Schüssen auf das Auto des ehemaligen Fußballbundesligaprofis Deniz Naki eingestellt. Es hätten sich kein Täter und kein Motiv ermitteln lassen, sagte eine Sprecherin der Behörde dem «Spiegel Online». Neben politischen Gründen für den Angriff kämen auch andere Motive in Betracht. Es gebe jedoch keine Hinweise auf eine politisch motivierte Tat.

    Naki über Özil 1920Auf den Wagen Nakis war im Januar 2018 auf der Autobahn 4 nahe seiner Geburtsstadt Düren zweimal geschossen worden. Der kurdischstämmige 29-Jährige blieb unverletzt. Er sprach anschließend von einem Mordanschlag aus offenbar politischen Motiven. Naki gilt als Kritiker des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Der frühere St.-Pauli-Spieler wurde im April 2017 in der Türkei wegen angeblicher «Terrorpropaganda» zu 18 Monaten und 22 Tagen Haft auf Bewährung verurteilt.

    +++ 9.52 Uhr: Keine Hinweise auf Terroranschlag bei Gullydeckel-Attacke auf Bahn +++

    Im Fall der Gullydeckel-Attacke auf einen Regionalzug in Nordrhein-Westfalen haben die Ermittler keine Hinweise auf einen Terroranschlag. «Für einen Terroranschlag gibt es nach aktuellem Stand der Ermittlungen keine Hinweise», sagte ein Sprecher der Polizei. Da von einer Brücke mehrere Gullydeckel an einer Strickkonstruktion über der Bahnstrecke zwischen Erndtebrück nach Bad Berleburg hingen, sei es aber planmäßiges Handeln gewesen. Deshalb sei eine Mordkommission eingerichtet worden. «Wir schließen momentan nichts aus», erklärte der Polizeisprecher.

    Unbekannte hatten in der Nacht zum Samstag mehrere Gullydeckel von einer Brücke herab an Seilen über den Schienen aufgehängt, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Die Deckel durchschlugen die Frontscheibe eines Zuges der Hessischen Landesbahn. Der 49-jährige Lokführer wurde leicht verletzt. Wegen einer geplanten Leerfahrt waren keine Fahrgäste an Bord der Bahn.

    +++ 9.46 Uhr: US-Armee betont friedlichen Charakter von Militärübung im Persischen Golf +++

    Die US-Armee hat den friedlichen Charakter einer im Persischen Golf laufenden Marine-Militärübung betont. Mit der gemeinsam mit Frankreich und Großbritannien organisierten Übung vor der Küste Bahrains wollten die drei Länder ihre Entschlossenheit verdeutlichen, die Schifffahrts- und Handelsfreiheit in dem Gebiet zu gewährleisten, sagte US-Navy-Sprecherin Chloe Morgan.     Die Manöver «Artemis Trident 19» seien «ausschließlich defensiver» Natur. Dennoch seien die beteiligten Parteien vorbereitet, «auf jegliche Bedrohung zu reagieren». An der noch bis zum 19. April laufenden Übung sind ein Dutzend Schiffe, Hubschrauber und Taucher beteiligt.

    +++ 9.20 Uhr: Bergung von Brennstäben in Fukushima hat begonnen +++

    Gut acht Jahre nach der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima hat der Betreiber Tepco erstmals mit der Bergung von Brennstäben aus einem der zerstörten Unglücksreaktoren begonnen. Wie Tepco bekanntgab, sollen zunächst sieben unbenutzte Brennstäbe aus dem Abklingbecken des Reaktors 3 herausgeholt werden. Dort lagern insgesamt 566 abgebrannte sowie unbenutzte Brennstäbe. Insgesamt sind es in den drei Unglücksreaktoren 1573 Brennstäbe. Die Brennstäbe sollen in ein anderes, sichereres Becken auf dem Gelände der Atomruine umgelagert werden. Tepco rechnet damit, dass die Bergung noch bis Ende März 2021 dauern wird.

    Die Reaktoren 1 bis 3 waren am 11. März 2011 in Folge eines Erdbebens und Tsunamis zerstört worden, es kam zu Kernschmelzen. Wegen der radioaktiven Strahlung mussten damals rund 160.000 Anwohner fliehen. Noch immer können rund 30.000 nicht zurück.Onepager Fukushima

    Lügde — CDU-Innenminister beklagt Polizei-Zustand 13.03+++ 8.59 Uhr: +++ Sonderermitteler im Fall Lügde hält Beweise für «erdrückend» +++

    Im Missbrauchsfall von Lügde hält der Sonderermittler der Polizei die Verdächtigen für überführt. «Ich bin aus kriminalfachlicher Sicht überzeugt, dass die vorliegenden Beweise erdrückend sind», sagte Kriminaldirektor Ingo Wünsch der «Neuen Westfälischen». Der Verbleib der aus Polizeibeständen verschwundenen rund 150 Datenträger des Hauptbeschuldigten sei aber auch weiterhin ungeklärt. In dem Fall stehen Polizei und weitere Behörden seit Wochen in der Kritik. Unter anderem kam der Polizei in Detmold ein Koffer und eine Mappe mit Beweismitteln abhanden. Auf dem Campingplatz von Lügde sollen in den vergangenen Jahren 40 Kinder sexuell missbraucht worden sein, die meisten waren zur Tatzeit zwischen drei und 14 Jahre alt.

    +++ 8.47 Uhr: Neue Grundsteuer wird Verwaltung angeblich Millionen kosten +++

    Die Reform der Grundsteuer wird einem «Bild»-Bericht zufolge zu Millionenbelastungen in der Verwaltung führen. Wie die Zeitung unter Berufung auf den entsprechenden Gesetzentwurf aus dem Finanzministerium berichtet, würden tausende Finanzbeamte benötigt, um die Millionen zusätzlichen Steuererklärungen zu bearbeiten. Allein im Jahr 2023 werden demnach 3547 Arbeitskräfte benötigt. Die Personalkosten in den Finanzämtern betragen demnach 538 Millionen Euro. Für Hauseigentümer sei deutschlandweit mit rund 500.000 Euro Sachkosten zu rechnen, zitierte die Zeitung weiter aus dem Entwurf. Die Grundsteuer muss nach einem Gerichtsurteil bis Ende des Jahres neu geregelt werden, weil die dafür benötigten Einheitswerte vollkommen veraltet sind. Bis spätestens 2024 muss die Reform umgesetzt sein.

    +++ 8.14 Uhr: Verdi ruft zu Streiks bei Amazon rund um das Ostergeschäft auf +++

    Die Gewerkschaft Verdi hat rund um das Ostergeschäft Streiks beim Onlinehändler Amazon angekündigt. An den Standorten Rheinberg und Werne in Nordrhein-Westfalen legten die Beschäftigten bereits in der Nacht die Arbeit nieder, die Streiks sollen bis Donnerstag andauern, wie Verdi mitteilte. Bestreikt wird damit das Geschäft vor den Osterfeiertagen, und auch an anderen Standorten könne es während der Osterzeit «jederzeit zu Arbeitsniederlegungen kommen», kündigte die Gewerkschaft an. Seit Jahren fordert Verdi eine Bezahlung der Amazon-Beschäftigten nach Einzelhandelstarif. Amazon lehnt dies bislang ab und betont immer wieder, in seinen Logistikzentren werde am oberen Ende dessen gezahlt, was für vergleichbare Tätigkeiten üblich sei.

    +++ 7.59 Uhr: «Game of Thrones»-Fans starten am frühen Morgen in finale Staffel +++

    Die preisgekrönte Fantasy-Saga «Game of Thrones» ist in ihre achte und finale Staffel gestartet. Die rund 55-minütige Auftaktfolge startete in den USA am Sonntagabend in die finale Staffel. In Deutschland sind die Folgen seit heute früh auf dem Pay-TV-Sender Sky zu sehen. In den verbleibenden fünf Episoden soll es nach Angaben der Macher zur bisher größten TV-Schlacht der Geschichte kommen. Am 20. Mai endet die Saga mit einem rund 80-minütigen Finale.«Game of Thrones»-Fans starten um 3 Uhr nachts in finale Staffel

    +++ 7.40 Uhr: Trump gratuliert Golfstar Woods zu fünftem Masters-Triumph +++

    US-Präsident Donald Trump hat Golf-Star Tiger Woods zu dessen fünftem Triumph beim Masters beglückwünscht. «Ein wirklich großer Champion», schrieb Trump nach dem Sieg des Amerikaners beim Traditionsturnier in Augusta. «Was für ein fantastisches Comeback für einen großartigen Kerl», schrieb Trump mit Blick auf die vielen sportlichen, gesundheitlichen und privaten Rückschläge des 43-Jährigen. «Ich liebe Leute, die unter großem Druck stehen.»Tiger Woods Masters 2045

    +++ 6.50 Uhr: American Airlines streicht wegen Flugverbots für Boeing 737 MAX 115 Flüge pro Tag +++

    Wegen des andauernden Flugverbots für die Boeing 737 MAX streicht die US-Fluggesellschaft American Airlines in den kommenden Monaten 115 Flüge pro Tag. Airline-Chef Doug Parker erklärte, dies entspreche rund 1,5 Prozent der im Sommer täglich angebotenen Flüge. American Airlines plant demnach vorerst bis zum 19. August keine Boeing 737 MAX ein. Zugleich sprach Parker der nach zwei Luftfahrtkatastrophen in die Kritik geratenen Maschine sein Vertrauen aus. Er gehe davon aus, dass die Boeing 737 MAX vor dem 19. August wieder fliegen dürfe. American Airlines verfügt über 24 Maschinen dieses Typs.05-Angehörige verklagen Boeing-6022803618001, 23.30

    +++ 6.07 Uhr: SPD kritisiert Merkel wegen Treffens nur mit Poroschenko +++

    Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Nils Schmid, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wegen ihres Treffens mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko kritisiert. «Es ist ein politischer Fehler und befremdlich, dass Frau Merkel Poroschenko anderthalb Wochen vor der Wahl (in der Ukraine) getroffen hat», sagte Schmid dem «Spiegel». «So ist der Eindruck einseitiger Parteinahme entstanden.» Merkel hätte besser — wie Frankreichs Präsident Emmanuel Macron — das Gespräch auch mit dem Herausforderer Wolodymyr Selenskyj suchen sollen.

    Im Osten der Ukraine bekämpfen sich seit fünf Jahren Regierungstruppen und von Russland unterstützte Separatisten. Merkel hatte Poroschenko am Freitag empfangen und dies damit begründet, mit ihm dringende Themen besprechen zu müssen. Dass sie damit Wahlkampfhilfe für ihn betreibe, ließ sie nicht gelten.Die Stichwahl zwischen Poroschenko und Selenskyj findet am 21. April (Ostersonntag) statt.12-Merkel empfängt ukrainischen Präsidenten Poroschenko-6025594641001

    +++ 5.51 Uhr: Ecuador verteidigt erneut Entzug des Asyls für Assange +++

    Ecuadors Präsident Lenín Moreno hat den Entzug des Asyls für Wikileaks-Gründer Julian Assange erneut verteidigt. Moreno sagte der Zeitung «The Guardian», Assange habe versucht, in der ecuadorianischen Botschaft in London ein «Zentrum für Spionage» einzurichten. Die Vorgängerregierung in Quito habe zugelassen, dass von der Botschaft aus in die «Prozesses anderer Staaten» eingegriffen werde. Assange habe zudem Botschaftsmitarbeiter schlecht behandelt und rechtliche Schritte angedroht, sagte Moreno. Der Entzug des Asyl sei nicht willkürlich erfolgt, sondern fuße auf internationalem Recht. Assange war am Donnerstag nach sieben Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London festgenommen worden.Assange Pressestimmen_10.00

    +++ 4.49 Uhr: Neuseeländische Spezialkräfte suchen in Syrien verschleppte Krankenschwester +++

    Neuseeländische Spezialeinheiten suchen in Syrien nach einer vor mehr als fünf Jahren verschleppten neuseeländischen Krankenschwester. Vize-Premier Winston Peters sagte, Louisa Akavi befinde sich vermutlich noch immer in der Gewalt der Terrorgruppe Islamischer Staat. Im Zuge der Bemühungen, sie zu finden, sei ein Team mit Elitesoldaten in den Irak entsandt worden. Mitglieder des Teams seien wiederholt nach Syrien gereist, um Akavi ausfindig zu machen.

    Akavi war im Oktober 2013 zusammen mit sechs weiteren Menschen verschleppt worden, als sie in einem Hilfskonvoi des Roten Kreuzes in der nordwestsyrischen Provinz Idlib unterwegs war. Vier der Entführten wurden am folgenden Tag freigelassen, nicht aber die 62-jährige und zwei syrischer Fahrer. Die Entführung wurde bislang geheim gehalten, damit der Fall keine internationale Aufmerksamkeit erhält, die Akavi hätte schaden können. Gestern bat das Rote Kreuz dann aber um Hinweise über den Verbleib der Entführten. Demnach gibt es Hinweise darauf, dass Akavi Ende 2018 am Leben war.

    +++ 3.54 Uhr: Pistolenschuss aus der Windeltasche — Vater und Tochter verletzt +++

    Durch einen unbeabsichtigt ausgelösten Schuss aus einer Pistole in einer Windeltasche sind ein Vater und seine Tochter im US-Staat Alabama verletzt worden. Der Mann wollte auf einem Parkplatz in der Nähe von Birmingham seiner Tochter auf dem Rücksitz seines Wagens die Windel wechseln und griff in die Windeltasche, als sich der Schuss aus der darin versteckten Waffe löste, berichtete der Sender CNN. Nach den Polizeiermittlungen durchschlug die Kugel zunächst das Bein des Mannes, dann verletzte sie das Bein des Kleinkindes, ehe sie in den Brustkorb des Vaters eindrang. Der Gesundheitszustand des Mädchens wurde als stabil bezeichnet, die Verletzungen des Vaters wurden als «möglicherweise lebensbedrohlich» bezeichnet.

    +++ 2.34 Uhr: Demokraten kritisieren Trump für Video zu muslimischer Abgeordneter +++

    Die US-Demokraten haben Präsident Donald Trump vorgeworfen, die muslimische Abgeordnete Ilhan Omar durch die Verbreitung eines Videos zu gefährden. Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, rief Trump auf, das «respektlose und gefährliche Video» über Äußerungen Omars zu den Anschlägen vom 11. September 2001 zu löschen. «Seine hasserfüllte und hetzerische Rhetorik führt zu einer wahren Gefahr», erklärte Pelosi über den Präsidenten. Sie habe die Kongresspolizei angeordnet, eine Sicherheitsüberprüfung vorzunehmen, um Omar, ihre Familie und ihre Mitarbeiter zu schützen.

    Trump hatte vergangenen Freitag via Twitter ein Video verbreitet. Darin wird — begleitet von bedrohlicher Musik — ein Ausschnitt einer Rede Omars mit Bildern von den Terroranschlägen vom 11. September gegengeschnitten. Die demokratische Abgeordnete hatte im März mit Blick auf die Anschläge gesagt: «Einige Leute haben etwas getan». Kritiker legten ihr das als Verharmlosung der Anschläge mit rund 3000 Toten aus.

    +++ 0.43 Bergman-Schauspielerin Bibi Andersson im Alter von 83 Jahren gestorben +++

    Die durch ihre Rollen in Ingmar-Bergman-Filmen bekannt gewordene schwedische Schauspielerin Bibi Andersson ist tot. Andersson starb gestern im Alter von 83 Jahren, wie ihre Tochter der Nachrichtenagentur AFP sagte. Die Darstellerin hatte in Bergman-Klassikern wie «Wilde Erdbeeren», «Das siebente Siegel» (beide 1957) und «Persona» (1966) mitgespielt. Schon als 15-Jährige hatte Andersson begonnen, mit Bergman zusammenzuarbeiten — als Darstellerin in Seifenwerbung. Im Laufe ihrer Karriere wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. 1963 gewann sie für ihre Rolle in «Schlafwagen-Abteil» des schwedischen Regisseurs Vilgot Sjöman den silbernen Bären der Berlinale. Sie drehte bis ins Jahr 2009 Filme. Nach einem Schlaganfall war sie dann aber teilweise gelähmt.

    +++ 0.17 Uhr: Iranerin wegen Kopftuch-Protests zu einem Jahr Haft verurteilt +++

    Eine Iranerin ist in ihrer Heimat zu einem Jahr Haft verurteilt worden, weil sie gegen die Kopftuchpflicht protestiert hatte. Vida Movahedi sei unter anderem der «Anstiftung zu Ausschweifungen» schuldig gesprochen worden, sagte ihr Anwalt Payam Derafshan der Nachrichtenagentur AFP. Das Urteil fiel demnach bereits im März. Die Frau war im Oktober festgenommen worden, als sie auf dem Revolutionsplatz in der Hauptstadt Teheran ihren Hidschab ausgezogen hatte. Bereits im Dezember 2017 hatte Movahedi in der Öffentlichkeit ihren Hidschab ausgezogen — eine Geste des Protestes, die später von Frauen in mehreren Städten nachgeahmt wurde.Burka

    Die nach der Islamischen Revolution 1979 im Iran eingeführte Kleiderordnung verbietet es Frauen, ohne Kopftuch in die Öffentlichkeit zu gehen. Das Kopftuchgebot gilt vielen als Symbol der Unterdrückung der Frau im Iran. Konservative sehen das Kopftuch dagegen als zentralen Ausdruck der islamischen Gesellschaftsordnung.

    +++ 0.16 Uhr: Sozialdemokraten nach Auszählung aller Stimmen in Finnland vorn +++

    In Finnland haben die Sozialdemokraten um ihren Vorsitzenden Antti Rinne die Parlamentswahl llaut vorläufigen Zahlen mit knappem Vorsprung gewonnen. Die Partei kommt nach Auszählung von 100 Prozent der Stimmen auf 40 der 200 Sitze im finnischen Parlament. Die vorläufigen Berechnungen seien abgeschlossen, teilte das finnische Justizministerium mit. Das offizielle Endergebnis sollte bis Mittwoch veröffentlicht werden. Rinne erklärte, seine Partei sei erstmals seit 1999 wieder die stärkste Kraft in Finnland geworden. Bis Ende Mai wolle er eine Regierung bilden.

    Auf Platz zwei und drei landeten die rechtspopulistische Partei Die Finnen und die konservative Nationale Sammlungspartei mit 39 und 38 Mandaten. Der bisherige Ministerpräsident Juha Sipilä und seine liberale Zentrumspartei kamen mit kräftigen Verlusten und 31 Sitzen nur auf Rang vier.

     
  • Adam 21:26 on 15.04.2019 Постоянная ссылка |
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    News des Tages: Notre-Dame in Flammen — Dach der weltberühmten Kathedrale eingestürzt 

    Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

    • Feuer in Kathedrale Notre-Dame in Paris (19.17 Uhr)
    • Betreute Menschen erhalten Wahlrecht zur Europawahl (18.46 Uhr)
    • Mueller-Report wird Donnerstag veröffentlicht (18.20 Uhr)
    • Julen starb nach wenigen Minuten (14.27 Uhr)
    • Menschliches Herz aus 3D-Drucker hergestellt (13.25 Uhr)
    • Dieselskandal_ Ex-VW-Chef Winterkorn angeklagt (12.53 Uhr)

    Dieser Ticker beschäftigt sich derzeit mit dem Brand in der Pariser Kathedrale Notre-Dame. Nachrichten des Tages finden Sie weiter unten:    

    +++ 20.28 Uhr: Paris in Trauer um seine Kathedrale +++

    Viele Schaulustige verfolgen das Feuer in Notre-Dame geschockt und bewegt. Viele haben Tränen in den Augen. Auch Präsident Macron will in Kürze die Brandstelle an der Seine im Herzen von Paris besuchen.

    +++ 20.21 Uhr: Medien spekulieren über Renovierungsarbeiten als Brandursache +++

    Weiterhin ist die Brandursache unklar. Mehrere französische Medien, darunter «Le Figaro» melden, das Feuer könnte durch Renovierungsarbeiten ausgelöst worden sein. Teile des Bauwerks sind von einem hölzernen Baugerüst umstellt, das ebenfalls in Flammen steht. Feuerwehrleute nähern sich über die Wege in und an der Kathedrale den Brandherden.

    +++ 20.18 Uhr: Erste Bilder zeigen Feuerwehr im Einsatz +++

    Inzwischen ist zu sehen, dass Feuerwehrleute an der Kathedrale im Einsatz sind. Allerdings brennt Notre-Dame schon seit einer runden Stunde. Die Schäden an dem weltberühmten Wahrzeichen der französischen Hauptstadt sind bereits immens.

    +++ 20.13 Uhr: Mittlerer Spitzturm ist zusammengebrochen +++

    Der gotische Spitzturm der in Flammen stehenden Pariser Kathedrale Notre-Dame ist zusammengebrochen. Dabei handelte sich um einen kleineren Turm in der Mitte des Daches des Hauptschiffes. Schwarzer Rauch dringt aus den beiden großen Türmen der Kathedrale, berichtet ein DPA-Reporter.

    Tweet Video Spitzturm stürzt ein

    +++ 20.02 Uhr: Macron verschiebt wichtige Ansprache zur Lage der Nation +++

    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat wegen des Brands in Notre-Dame eine wichtige Fernsehansprache verschoben. Das bestätigte der Élyséepalast am Abend kurz vor dem ursprünglich geplanten Sendetermin. Wann Macron die Ansprache zu den Ergebnissen einer monatelangen Bürgerdebatte nun halten will, blieb zunächst offen. 

    +++ 20.01 Uhr: Donald Trump reagiert auf Nachricht aus Paris +++

    Die Nachrichten von dem schlimmen Brand in Notre-Dame sind bereits um den Globus gegangen. US-Präsident Donald Trump twittert: «Es ist furchtbar dieses massive Feuer in Notre-Dame zu sehen».

    Tweet Trump notre-Dame

    +++ 19.58 Uhr: Dach der Kathedrale ist eingestürzt +++

    Der Dachstuhl des Hauptschiffs des Kathedrale ist allem Augenschein zufolge inzwischen ein Raub der Flammen geworden. Bisher ist nicht zu erkennen, dass die Feuerwehr an den Brandherd heranskommen kann. Schon jetzt ist klar: Die weltberühmte Kirche wird weitgehend zerstört werden.

    +++ 19.53 Uhr: Brand breitet sich aus +++

    Auf Fernsehbildern ist zu sehen, wie sich der Brand im Moment immer weiter ausbreitet. Großes Teile des Daches des Hauptschiffs der Kathedrale stehen bereits in Flammen. Die Rauchwolke, die über der Stadt steht, ist weithin zu sehen. Inwieweit die Feuerwehr an den Brandherd herankommen kann, ist derzeit unklar.

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    +++ 19.47 Uhr: Bürgermeisterin von Paris spricht von einem «fürchterlichen Brand» +++

    Der Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo sprach auf Twitter von einem «fürchterlichen Brand». Die Feuerwehr versuche, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Auf Bildern war zu sehen, wie der Dachstuhl rund um ein Baugerüst in Flammen stand.

    +++ 19.17 Uhr Feuer in der Pariser Kathedrale Notre-Dame ausgebrochen +++

    In der weltberühmten Kathedrale Notre-Dame in Paris ist ein Brand ausgebrochen. Dies teilte die Feuerwehr in der französischen Hauptstadt am Abend mit. Auf Bildern in Online-Netzwerken waren Flammen zu sehen, die aus dem Dach schlugen; Rauchwolken stiegen auf. Augenzeugen berichten, dass sich der Brand in der Touristenattraktion aus dem 12. Jahrhundert weiter ausbreitet. Die Feuerwehr ist mit einem Großaufgebot im Einsatz. Ob es Verletzte gibt, ist im Moment noch nicht abschätzbar. Nach Informationen der französischen Nachrichtenagentur AFP könnte der Brand mit Renovierungsarbeiten zusammenhängen. Er sei auf dem Dachboden der Kathedrale ausgebrochen und gegen 18.50 Uhr entdeckt worden, hieß es

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    +++ 19.10 Uhr: Klimaschützer blockieren Brücken in Berlin, London und anderen Städten +++

    Umweltaktivisten haben in Berlin, London und anderen Städten Brücken und Straßen blockiert und den Verkehr zeitweise lahmgelegt. Die Bewegung «Extinction Rebellion» (deutsch in etwa: «Rebellion gegen das Aussterben») hatte in mehr als 30 Ländern zu Protesten gegen den Klimawandel aufgerufen. Schauplatz einer Sitzblockade in Berlin war am Montag die Oberbaumbrücke zwischen den Stadtteilen Friedrichshain und Kreuzberg. Nach erfolglosen Verhandlungen trugen Polizisten die Demonstranten weg, die Sperrung der Brücke wurde nach Stunden aufgehoben.   

    Hunderte Demonstranten blockierten am Montag auch mehrere Straßen mitten in London. Sie legten oder setzten sich auf Straßen und Brücken und protestierten in bunten Kostümen und mit Schildern. Bei einer ähnlichen Aktion im vergangenen November hatte die Polizei in der britischen Hauptstadt etwa 70 Unterstützer der Bewegung festgenommen.

    +++ 18.54 Uhr: «Zentrum für politische Schönheit» darf Foto von AfD-Politiker nicht zur Schau stellen +++

    Die Künstlergruppe «Zentrum für Politische Schönheit» (ZPS) ist im Rechtsstreit um ein von ihr veröffentlichtes Bild eines AfD-Politikers unterlegen. Laut einem Urteil des Landgerichts Erfurt darf das ZPS eine bestimmte Aufnahme eines AfD-Lokalpolitikers aus Gotha auf einer Website weiterhin nicht öffentlich zur Schau stellen. Mit der Entscheidung wurde eine einstweilige Verfügung von Anfang des Jahres bestätigt, gegen die das «Zentrum für Politische Schönheit» Widerspruch eingelegt hatte. Die Künstlergruppe aus Berlin hatte im Internet mit Fotos nach angeblichen Teilnehmern rechter Demonstrationen und Ausschreitungen in Chemnitz 2018 gesucht. Der Name der Website, die nur kurze Zeit online war, lautete «soko-chemnitz.de». Auch eine Aufnahme des Gothaer AfD-Politikers war mit dem Wort «Erwischt»!» darunter. Veröffentlicht das ZPS dieses Bild erneut auf der Website, ist laut Urteil ein Ordnungsgeld bis zu 250.000 Euro möglich. 

    +++ 18.46 Uhr: Betreute Menschen bekommen Wahlrecht schon zur Europawahl +++

    Menschen mit einer gerichtlich bestellten Betreuung bekommen nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts das Wahlrecht bereits zur Europawahl am 26. Mai. Das ist deutlich früher, als die Bundestagsmehrheit ursprünglich vorgesehen hatte. Betroffen sind Menschen, die in allen Angelegenheiten betreut werden müssen — etwa wegen geistiger Behinderung, psychischer Erkrankung oder weil sie wegen Schuldunfähigkeit in einer psychiatrischen Klinik sitzen. Sie müssen allerdings für die Teilnahme an der Europawahl einen gesonderten Antrag stellen. Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entschied sofort im Anschluss an eine mündliche Verhandlung. Die oppositionellen Bundestagsparteien Grüne, Linke und FDP hatten einen entsprechenden Eilantrag gestellt.

    +++ 18.46 Uhr: Landstraße in Irland trägt nun Namen von Figur aus «Star Wars»-Filmsaga +++

    Der Roboter R2D2 aus der Filmsaga «Star Wars» ziert mit seinem Namen jetzt eine Landstraße nahe Malin Head in der nördlichsten Spitze Irlands. Auf der für ihre dramatische Küstenlandschaft bekannten Halbinsel Inishowen waren Szenen des «Star Wars»-Films «Die letzten Jedi» gedreht worden. Neue Schilder mit der ursprünglich R242 genannten Regionalstraße in der Grafschaft Donegal wurden enthüllt — im Beisein eines nachgebauten R2D2 sowie anderer beliebter Charaktere der Filmreihe, wie die britische Nachrichtenagentur PA berichtet.

    +++ 18.20 Uhr: Geschwärzter Müller-Report zu Russland-Affäre soll Donnerstag veröffentlicht werden +++

    Der Abschlussbericht des US-Sonderermittlers Robert Mueller zur Russland-Affäre wird am Donnerstag veröffentlicht. Das kündigte das US-Justizministerium am Montag an. Allerdings will das Ministerium den Bericht nur in redigierter Form publik machen, manche Passagen sollen geschwärzt werden. Nach fast zweijährigen Ermittlungen hatte Mueller seinen fast 400-seitigen Abschlussbericht am 22. März dem Justizministerium vorgelegt. Laut der von Justizminister Bill Barr zwei Tage danach veröffentlichten Zusammenfassung fand Mueller keine Beweise dafür, dass Donald Trumps Team während des Wahlkampfs 2016 mit Russland zusammenarbeitete, um den Ausgang zugunsten des heutigen Präsidenten beeinflussen. 

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    +++ 17.17 Uhr: Fast 150 Tote bei Kämpfen um libysche Hauptstadt Tripolis +++

    Bei den Kämpfen um die libysche Hauptstadt Tripolis sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bislang mindestens 147 Menschen getötet worden. Mehr als 600 Menschen seien seit Beginn der Offensive des abtrünnigen Generals Chalifa Haftar am 4. April verletzt worden, teilte die WHO mit. Nach Angaben des UN-Büros zur Koordination humanitärer Angelegenheiten flohen inzwischen 18.000 Menschen vor den Kämpfen südlich von Tripolis.

    +++ 16.44 Uhr: 70 Tote bei Kämpfen des Militärs mit Boko Hara im Tschad +++

    Im zentralafrikanischen Tschad sind bei Kämpfen mit der Terrororganisation Boko Haram nach Angaben der Streitkräfte 63 islamistische Kämpfer und sieben Soldaten getötet worden. Bei dem Angriff der Terroristen auf einen Militärstützpunkt nahe dem Tschadsee seien 15 weitere Soldaten teils schwer verletzt worden, erklärte Armeesprecher Azem Bermendoa Agouna am Montag. Boko Haram nahm das Lager unweit der Grenzen zu Nigeria und Kamerun im Ort Kaiga Kindjiria demnach am späten Sonntagabend unter Feuer. Die Militärangaben ließen sich zunächst nicht unabhängig bestätigen.

    +++ 16.07 Uhr: Touristen hissen deutsche Flagge auf Kreta — zehn Monate Bewährung +++

    In einem Schnellverfahren sind zwei deutsche Touristen in Chania auf der griechischen Insel Kreta zu einer Haftstrafe von zehn Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Die beiden 23 Jahre alten Männer hatten bei einer Wandertour am Sonntag auf einem Felstableau die dort gehisste griechische Fahne eingeholt und sie durch eine deutsche ersetzt, berichtete der Nachrichtensender Skai. Sie wurden am Montag verurteilt.

    +++ 16.08 Uhr: Arbeitslosenqoute in der Türkei auf höchstem Stand seit zehn Jahren +++

    Die Arbeitslosenquote in der Türkei ist auf 14,7 Prozent gestiegen und damit so hoch wie seit zehn Jahren nicht mehr. Rund 4,7 Millionen Türken waren im Januar ohne Job, wie das Statistikamt in Ankara mitteilte. Das sind im Vergleich zum Vorjahr rund 1,3 Millionen Menschen mehr. Besonders die Jugendarbeitslosigkeit ist demnach hoch (26,7 Prozent). Die türkische Wirtschaft befindet sich seit vergangenem Jahr in der Krise und steckt seit Ende 2018 in der Rezession. Im Sommer vergangenen Jahres hatte unter anderem ein Zerwürfnis mit den USA zu einer Währungskrise geführt. Inzwischen hat sich die Türkische Lira wieder leicht erholt. Die Inflation bleibt aber weiter hoch und liegt zurzeit bei rund 20 Prozent. Vor allem Lebensmittel werden immer teurer. Im Dezember hatte die Arbeitslosenquote bei 13,5 Prozent gelegen.

    +++ 15.29 Uhr: Rauch eingeatmet — zehn Arbeiter in chinesischer Fabrik getötet +++

    Zehn Arbeiter sind im Osten Chinas bei einem Unfall in einer Arzneimittelfabrik erstickt. In dem Unternehmen in Jinan hätten Schweißfunken am Montagnachmittag eine wärmeleitende Substanz in Brand gesteckt, die Rauch erzeugt habe, teilte die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua mit. Der Rauch stellte keine Gefahr für die Umwelt dar, wie die örtliche Umweltbehörde mitteilte. Die Ursache war zunächst nicht bekannt.  

    Acht der Opfer, die in der Fabrik Rohre erneuerten, seien direkt vor Ort erstickt, hieß es. Zwei weitere wurden demnach zunächst medizinisch versorgt, starben dann aber auch. Zwölf Rettungskräfte erlitten den Angaben zufolge ebenfalls Verletzungen, die aber nicht lebensgefährlich waren.

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    +++ 15.03 Uhr: Krawalle nach rechtsradikaler Demonstration in Kopenhagener Einwandererviertel +++

    In der dänischen Hauptstadt Kopenhagen hat es nach einer rechtsgerichteten Kundgebung in einem Einwandererviertel heftige Krawallen gegeben. Bei Zusammenstößen zwischen Gegendemonstranten und Sicherheitskräften wurden nach Polizeiangaben am Sonntag 23 Menschen festgenommen. Der rechtsgerichtete Politiker Rasmus Paludan hatte zuvor mit Anhängern in dem vor allem von Migranten bewohnten Viertel Nörrebro demonstriert und damit wütende Proteste ausgelöst.

    +++ 14.54 Uhr: Polizei in Bochum warnt vor neuer Masche von Trickdieben +++

    Die Polizei in Bochum hat vor einer neuen Masche von Trickdieben gewarnt. Kriminelle gäben sich dabei als Mitarbeiter der Artenschutzbehörde aus, teilten die Beamten in der Ruhrgebietsstadt mit. Demnach wurden bereits mehrere Menschen unter dem Vorwand angerufen, ein geschützter Vogel habe sich auf ihrem Hausdach niedergelassen und müsse eingefangen werden. Dabei seien die Betroffenen explizit gefragt worden, wo sie wohnten und wann genau sie zu Hause seien. Die Unbekannten sagten den Betroffenen teilweise, dass ihre angebliche Behörde in dieser Angelegenheit von der Polizei beauftragt worden sei. Opfer der Masche waren laut Polizei Senioren im Alter zwischen 70 und 80 Jahren. Bei keinem von ihnen sei der Trick erfolgreich gewesen.

    +++ 14.50 Uhr: Waffennarr mit Anschlagsplänen? Generalstaatsanwaltschaft ermittelt +++

    Nach dem Fund von mehr als 50 Waffen bei einem Mann in Hannover ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft Celle gegen den 29-Jährigen wegen möglicher Anschlagspläne. Zudem werde geprüft, ob der Verdächtige rechtsextremistisch eingestellt sei, weil bei ihm auch Orden und Ehrenzeichen aus dem Dritten Reich gefunden worden seien, sagte Oberstaatsanwalt Bernd Kolkmeier. «Er hat uns nicht verraten, was er damit vorhat», sagte Kolkmeier zu den Waffenfunden — 16 Langwaffen, 3 Maschinenpistolen, 17 Pistolen, 8 Revolver und 7 Signalwaffen. «Das ist alles merkwürdig und auffällig», daher habe die für Terrorermittlung zuständige Behörde den Fall übernommen. Auch mehrere Kilogramm Munition waren entdeckt worden.

    Der Verdächtige sitzt wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz, Körperverletzung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte in Untersuchungshaft. Polizisten waren Ende März bei der Durchsuchung der Wohnung seines Vaters auf die Waffen, etwa 100.000 Euro sowie Devotionalien gestoßen. Der 29-Jährige hat noch ein Zimmer in der Wohnung seines Vaters.

    +++ 14.45 Uhr: Ermittler graben wieder nach Monika Frischholz +++

    Eine Woche nach Grabungen im Fall der seit gut 42 Jahren vermissten Monika Frischholz geht die Suche weiter. Einsatzkräfte der Polizei gruben am Morgen an einem weiteren möglichen Ablageort der Leiche, wie die Ermittler mitteilten. Dieser liegt den Angaben nach an einem Waldrand südlich der Ortschaft Waldkirch bei Flossenbürg in der Oberpfalz. Nur wenige Meter entfernt hatte die Polizei schon vergangene Woche gesucht.

    Die damals zwölfjährige Schülerin Monika Frischholz aus Flossenbürg hatte den Erkenntnissen nach am 25. Mai 1976 nachmittags ihr Elternhaus verlassen. Wenig später verlor sich ihre Spur. Mit Hilfe von Zeugenaussagen konnten die Ermittler ihren Fußweg teilweise rekonstruieren. Ende vergangenen Jahres erhielten sie einen neuen Hinweis, der ein Tötungsdelikt nahelegte. Daraufhin rollten die Beamten den Fall wieder auf.

    Julen Suche Bauarbeiten

    +++ 14.27 Uhr: Endgültiger Autopsiebericht: Julen starb kurz nach Sturz in Bohrloch +++

    Der kleine Julen ist vor drei Monaten im südspanischen Totalán unmittelbar nach seinem Sturz in einen engen Brunnenschacht an seinen schweren Kopfverletzungen gestorben. Der Zweijährige habe am 13. Januar nach dem Unglück nur noch wenige Minuten gelebt, ergab jetzt der Abschlussbericht der Pathologen, die die Autopsie durchgeführt hatten. Die Experten schlossen aus, dass der Einsatz der Retter mit einer Spitzhacke für den Tod des Kindes mitverantwortlich sein könnte, wie im Februar in einem Bericht spekuliert worden war. Julen war in ein über 100 Meter tiefes, illegal gegrabenes Bohrloch gefallen. Seine Leiche wurde zwei Wochen später in 70 Metern Tiefe gefunden, nachdem Helfer in mühsamer Arbeit einen Parallelschacht gebohrt hatten.Spanien Julen 15.30 Uhr

    +++ 14.19 Uhr: Zahl der Asylanträge im Monatsvergleich abermals gesunken +++

    Migranten haben im März 12.762 Anträge auf Asyl in Deutschland gestellt. Die meisten Bewerber kamen aus Syrien, Nigeria, dem Irak und Afghanistan, wie das Bundesinnenministerium mitteilte. Der Monatstrend war weiter rückläufig: Im März wurden 10,9 Prozent weniger Anträge als im Februar gestellt. Von Januar auf Februar war die Zahl bereits um 16 Prozent zurückgegangen. Im Vergleich zum März 2018 gab es hingegen ein leichtes Plus von 1,1 Prozent. Die Gesamtzahl der Anträge verteilt sich auf 10.965 Erst- und 1797 Folgeanträge. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge entschied im März über Anträge von 19.587 Asylbewerbern, dies waren in etwa ebenso viele wie im Vormonat.

    +++ 13.58 Uhr: Prinz Charles und Camilla besuchen Deutschland +++

    Prinz Charles (70) und seine Frau Camilla (71) besuchen vom 7. bis 10. Mai die Städte Berlin, Leipzig und München, wie die britische Botschaft in Berlin mitteilte. Der Besuch des Prinzen von Wales und der Herzogin von Cornwall im Auftrag der britischen Regierung werde «die Vielfalt und anhaltende Bedeutung der britisch-deutschen Beziehungen» zum Ausdruck bringen, hieß es. Zu den Programmpunkten des Paars zählt ein Treffen von Prinz Charles mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Berlin. In München will das Paar an einem Essen mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) teilnehmen. «Selbstverständlich wird das Paar auch öffentlich in Erscheinung treten, damit so viele Menschen wie möglich die beiden Royals persönlich erleben können», erklärte der britische Botschafter in Deutschland, Sir Sebastian Wood. 

    Den Angaben zufolge war der älteste Sohn von Königin Elizabeth II. seit seinem ersten Besuch 1962 mehr als 30 mal in Deutschland, teilweise privat. Camilla sei 2009 zum ersten Mal in Deutschland gewesen. Das Paar ist seit 2005 verheiratet.

    +++ 13.46 Uhr: Blockierte Rettungsschiffe: Wieder Ermittlungen gegen Italiens Innenminister Salvini +++

    Gegen Italiens Innenminister Matteo Salvini wird erneut wegen Freiheitsberaubung ermittelt. Dabei geht es um den Fall des Rettungsschiffs der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch, dem im Januar mehrere Tage das Anlegen in Italien untersagt worden war. Die Seenotretter hatten unweit der libyschen Küste 47 Migranten an Bord genommen. Bis sich mehrere europäische Staaten — darunter Deutschland — Ende Januar zur Aufnahme der Geretteten bereiterklärten, ankerte das Schiff vor Sizilien. Salvini las bei einer Pressekonferenz in Monza aus dem Schreiben der Staatsanwaltschaft vor, in dem es hieß, dass der Fall an das für Ermittlungen gegen Regierungsmitglieder zuständige Gericht weitergeleitet worden sei. Die Staatsanwaltschaft habe die Einstellung des Verfahrens beantragt, erklärte Salvini.

    Bereits 2018 wurde gegen den Chef der rechten Lega wegen Freiheitsberaubung ermittelt. Damals ging es um das Schiff «Diciotti» der italienischen Küstenwache mit 177 Migranten an Bord. Fast eine Woche lang hatte Salvini einem Großteil der Geflüchteten verboten, an Land zu gehen. Um einen Prozess kam er herum, da sich der Senat kürzlich gegen die Aufhebung seiner Immunität aussprach.

    +++ 13.25 Uhr: Israelische Forscher stellen erstes Herz aus menschlichem Gewebe im 3D-Drucker her +++

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    Israelische Forscher haben mit einem 3D-Drucker ein Mini-Herz aus menschlichem Gewebe erzeugt. Der Prototyp, dessen Zellen sich allerdings noch nicht synchron zusammenziehen können, habe die Größe eines Hasenherzens, sagte Studienleiter Tal Dvir von der Universität Tel Aviv. Das Herz bestehe aus Gewebe und Blutgefäßen und verfüge über Kammern. Es sei vergleichbar mit dem Herzen eines menschlichen Fötus. «Das Herz ist komplett kompatibel mit dem Patienten, weil es aus seinem eigenen Gewebe geschaffen ist, und wird deshalb keine Immun-Gegenreaktion auslösen», sagte Dvir.

    Plattform bietet Blaupausen für Sturmgewehre an 6.23Nun wollen die Forscher den Prototypen in einem speziellen Bioreaktor reifen zu lassen. Binnen eines Jahres sollen solche Herzen in Tierversuchen getestet werden, bei Hasen oder Ratten. Bis zu einem möglichen klinischen Einsatz beim Menschen dauere es noch viele Jahre, sagte Dvir.

    +++ 13.20 Uhr: Rechte politische Gewalt in Mecklenburg-Vorpommern nahezu halbiert +++

    Die Zahl der rechtsextremen politischen Gewalttaten hat sich in Mecklenburg-Vorpommern von 2017 auf 2018 nahezu halbiert. Die Sicherheitsbehörden registrierten nach Angaben des Schweriner Innenministeriums letztes Jahr 43 rechte Gewalttaten. Im Vorjahr, dem Jahr der Bundestagswahl, waren es noch 84 gewesen. Der überwiegende Anteil hatte demnach einen fremdenfeindlichen Hintergrund. Die Anzahl der linksextremistisch motivierten Gewalttaten hingegen nahm von elf auf 26 Fälle deutlich zu. Ziel dieser Taten waren häufig mutmaßlich rechts stehende politische Gegner. Erneut stieg die Zahl der Angriffe auf Wahlkreisbüros. Von insgesamt 37 Attacken — nach 31 im Jahr 2017 — galten 28 Wahlkreisbüros der AfD, die seit Ende 2016 im Schweriner Landtag vertreten ist. Die Ermittler schreiben diese Angriffe dem linken Spektrum zu.

    +++ 13.02 Uhr: Neugeborenes ertrinkt in Badewanne — angeklagte Mutter schweigt +++

    Im Verfahren wegen Tötung eines neugeborenen Mädchens vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth hat die Angeklagte am ersten Prozesstag geschwiegen. Die ersten Vernehmungen der 28-Jährigen seien zudem nicht verwertbar, da der Frau hierbei kein Rechtsanwalt zur Seite gestellt und sie als Beschuldigte nicht über ihre Rechte belehrt worden sei, erklärte ihre Verteidigerin. Die Staatsanwältin nannte die Vorwürfe dagegen abwegig. Die Strafkammer muss nun entscheiden, ob die Aussagen der Frau vor Gericht verwertet werden dürfen. Laut Anklage hat die Frau aus Roth, die bereits Mutter eines dreijährigen und eines fünfjährigen Kindes ist, ihr frischgeborenes Baby nach der Entbindung in der Badewanne ertrinken lassen. Der Vorwurf gegen sie lautet Totschlag durch Unterlassen. 

    Anfang 2018 hatte sie der Staatsanwaltschaft zufolge erfahren, dass sie zum dritten Mal schwanger ist. Dem Vater des Kindes und ihrer Familie soll die Deutsche das verheimlicht haben. Als bei ihr dann im September 2018 die Wehen einsetzten, soll sie sich in die mit Wasser gefüllte Badewanne gelegt haben. Das Mädchen, das sie gebar, habe sie dann dort zurückgelassen, bis es starb. Sie habe weder Hilfe geholt noch versucht, den Säugling wiederzubeleben. Die Leiche soll die Frau in einem Karton versteckt haben. Das Urteil soll am 18. April gesprochen werden.

    +++ 12.58 Uhr: Landwirt soll Ehefrau mit Gülle getötet haben +++

    In Schwaben soll ein Landwirt seine Ehefrau mit Gülle umgebracht haben. Die Augsburger Staatsanwaltschaft hat gegen den 54-Jährigen Anklage wegen Mordes erhoben. Motiv soll die von der 51-Jährigen geplante Trennung gewesen sein. Der Bauer habe befürchtet, in dem Fall das Vermögen des Paares von mehr als 130.000 Euro nicht für sich alleine behalten zu können, erklärte Oberstaatsanwalt Matthias Nickolai. Einen Termin für einen Prozess vor dem Landgericht Augsburg gibt es noch nicht.

    Die Leiche der Frau aus Wallerstein (Landkreis Donau-Ries) war im September 2018 in der Nähe einer Güllegrube entdeckt worden. Bei der Obduktion war Gülle im Körper festgestellt worden, zudem soll das Opfer Schläge gegen den Kopf erhalten haben. Wie genau die 51-Jährige von ihrem Ehemann getötet worden sein soll, berichtete Nickolai nicht. Dies müsse im Strafprozess geklärt werden.

    +++ 12.53 Uhr: Staatsanwalt erhebt Anklage gegen Ex-VW-Chef Winterkorn +++

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    Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat im Skandal um illegale Abschalteinrichtungen Anklage gegen den früheren Volkswagen-Chef Martin Winterkorn und vier weitere Beschuldigte erhoben, wie die Behörde mitteilte. Die Klage richtet sich gegen fünf Führungskräfte, die «eine in einer einzigen strafbaren Handlung verwirklichte Mehrzahl von Straftatbeständen» begangen hätten. Dabei gehe es um einen besonders schweren Fall von Betrug sowie einen Verstoß gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb. Winterkorn wird zudem Untreue vorgehalten, weil er nach dem 25. April 2014 nach Kenntnis von rechtswidrigen Manipulationen an Diesel-Motoren diese nicht umgehend bekanntgegeben habe. Das zuständige Landgericht Braunschweig muss nun über die Zulassung der erhobenen Anklage entscheiden.

    +++ 12.34 Uhr: Kreml bereitet Treffen zwischen Putin und Kim Jong Un vor +++

    Russland bereitet ein Treffen von Kremlchef Wladimir Putin mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un vor. Das bestägte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag in Moskau der Agentur Interfax zufolge. Über eine solche Begegnung sei schon lange gesprochen worden. Wann und wo es zu einer Unterredung kommen soll, sagte Peskow allerdings nicht. Bisher könne er noch nichts Konkretes sagen. 

    Südkoreanische Medien hatten zuvor gemeldet, dass es bereits in der kommenden Woche zu einem Treffen kommen könne. Der Kremlchef werde um den 24. April in den Fernen Osten Russlands reisen. Die Chancen für einen Gipfel in dieser Zeit seien ziemlich gut, hieß es unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen. Putin will am 26. und 27. April an einem internationalen Forum in Peking teilnehmen.

    +++ 12.29 Uhr: Kopenhagen: 23 Festnahmen nach Krawallen +++

    Nach Krawallen während einer Demonstration eines islamfeindlichen Politikers in Kopenhagen hat die Polizei 23 Menschen festgenommen. Sechs von ihnen sollten am Montag einem Haftrichter vorgeführt werden, teilte die Polizei der dänischen Hauptstadt auf Twitter mit.Tweet Polizei Kopenhagen

    Der rechtsextreme Islamkritiker Rasmus Paludan hatte zu der Demonstration im Kopenhagener Stadtteil Nørrebro aufgerufen. Dabei wurde er nach Polizeiangaben von Gegendemonstranten angegriffen. Im Anschluss kam es bis in die Nacht zum Montag hinein zu Unruhen und Auseinandersetzungen mit der Polizei. Etliche Autos und Müllcontainer wurden angezündet.

    +++ 12.19 Uhr: Studie: Deutsche werden immer reicher +++

    Aktien und vor allem Immobilien machen den Unterschied: Nach Daten der Bundesbank sind die Vermögen der privaten Haushalte weiterhin ungleich verteilt — auch wenn sie im Schnitt gestiegen sind. Das geht aus der Bundesbank-Studie «Private Haushalte und ihre Finanzen» (PHF) hervor.

    Demnach gehören den reichsten zehn Prozent der Haushalte 55 Prozent des gesamten Nettovermögens — also des Vermögens abzüglich Schulden. Bei der vorherigen Studie 2014 waren es 60 Prozent. Die untere Hälfte der Haushalte muss sich unverändert mit mageren 3 Prozent begnügen. Der Rest des Nettovermögens ist im Besitz von 40 Prozent der Haushalte.

    +++ 12.13 Uhr: Disneyland Paris verzichtet auf Plastik-Trinkhalme +++

    Das Pariser Disneyland verzichtet auf Plastik-Trinkhalme. Der größte Freizeitpark Europas teilte mit, ab Donnerstag würden nur noch Trinkhalme aus kompostierbarem Papier an die Besucher ausgegeben — und das auch nur auf deren ausdrücklichen Wunsch. Die Maßnahme gehört zu einem Plan, mit dem Disneyland grüner werden soll.

    Ab der kommenden Woche werden demnach Plastiktüten nicht mehr kostenlos an Gäste ausgegeben, sondern für ein bis zwei Euro verkauft. In mehreren der acht Hotels, die zu der Anlage in Marne-la-Vallée südöstlich von Paris gehören, sollen kleine Dusch- oder Shampoo-Fläschchen zudem durch große Flaschen ersetzt werden, die wieder aufgefüllt werden können. In der EU sind Einweg-Plastikprodukte wie Trinkhalme ab 2021 verboten. 

    +++ 12.02 Uhr: Haftbefehl im Internet: Anklage gegen Vollzugsbeamten +++

    In Sachsen ist Anklage gegen einen Justizbeamten erhoben worden, der nach dem gewaltsamen Tod eines Deutschen in Chemnitz einen Haftbefehl per Handy fotografiert und an Dritte weitergegeben haben soll. Die Staatsanwaltschaft Dresden wirft dem suspendierten Staatsdiener «Verletzung des Dienstgeheimnisses in Tateinheit mit verbotenen Mitteilungen über Gerichtsverhandlungen» vor. Der Geständige habe am 28. August 2018 den am Vortag erlassenen Haftbefehl fotografiert, weitergeleitet und damit dessen «unkontrollierte Veröffentlichung» ermöglicht. Bei einer Verurteilung drohen ihm eine Geld- oder Freiheitsstrafe.

    Der Haftbefehl war gegen einen vermutlichen Iraker ausgestellt, dann aber wieder aufgehoben worden. Seit März muss sich ein syrischer Asylbewerber in Dresden wegen der Tötung eines 35-Jährigen vor Gericht verantworten. Er bestreitet die Vorwürfe. Der 23-Jährige soll zusammen mit einem flüchtigen Iraker am  26. August 2018 in Chemnitz einen 35-Jährigen erstochen haben. Die Tat hatte fremdenfeindliche Übergriffe und Demonstrationen rechter Kräfte mit zahlreichen Straftaten ausgelöst.

    +++ 11.56 Uhr: Seltenste Schildkrötenart der Welt kurz vor dem Verschwinden +++

    Die seltenste Schildkrötenart der Welt steht kurz vor dem Aussterben. Das viertletzte Exemplar der Jangtse-Riesenweichschildkröten starb am Samstag in einem Zoo im chinesischen Suzhou, wie die Zeitung «Suzhou Daily» berichtete. Noch am Freitag waren Zoo-Mitarbeiter mit einem letzten Versuch gescheitert, das etwa 90 Jahre alte Weibchen mit Sperma eines ebenfalls in dem Tierpark gehaltenen männlichen Exemplars künstlich zu befruchten. Zuvor waren bereits Versuche gescheitert, auf natürliche Weise für Schildkröten-Nachwuchs in dem Zoo zu sorgen. Das Männchen ist bereits mehr als 100 Jahre alt. Experten gehen davon aus, dass noch zwei weitere Riesenweichschildkröten existieren; diese sollen in freier Wildbahn in Vietnam leben. Um welche Geschlechter es sich handelt, ist unklar.

    Jangtse-Riesenweichschildkröten sind die größten Süßwasser-Schildkröten der Welt. Sie werden bis zu 100 Zentimeter lang und kommen auf ein Gewicht von bis zu 100 Kilo. Ihr natürlicher Lebensraum waren der Jangtse-Fluss und andere Binnengewässer Chinas.

    +++ 11.47 Uhr: Rip Off: Zoll findet 440 Kilo Kokain auf Frachtschiff im Hamburger Hafen +++

    Auf einem Frachtschiff im Hamburger Hafen haben Zollbeamte rund 440 Kilogramm Kokain entdeckt. Die Drogen hätten sich in 17 Reisetaschen in unterschiedlichen mit Reissäcken beladenen Containern befunden, teilte der Zoll mit. Die Kontrolle erfolgte demnach in der vorigen Woche auf einem Frachter, der aus Montevideo in Uruguay kam. Das Schiff war über Hamburg und den Hafen im belgischen Antwerpen auf dem Weg nach Freetown im westafrikanischen Sierra Leone. Derartige Schmuggelmethoden namens Rip Off werden oft für große Drogenmengen durch das organisierte Verbrechen genutzt. Das Rauschgift wird nicht mehr aufwändig getarnt und versteckt, sondern in leicht zu transportierenden Behältnissen in Containern deponiert. Am Zielort können Täter diese dann schnell und unauffällig entnehmen.

    +++ 11.35 Uhr: Mieter darf vom Arzt empfohlene Katze in seiner Wohnung halten +++

    Im Prozess um eine Katze in einer Wohnung hat sich ein Mieter vor dem Amtsgericht Hannover gegen seine Vermieterin durchgesetzt. Der Mann darf das ihm aus medizinischen Gründen empfohlene Haustier behalten, entschied der Richter nach Angaben einer Gerichtssprecherin. Der von der Vermieterin zur Begründung des Haltungsverbots angeführte Passus des Mietvertrags sei zu pauschal und daher ungültig. Der Richter verwies auf entsprechende höchstrichterliche Urteile des Bundesgerichtshofs, der sich bereits mit dem Thema befasst hatte. Im Ergebnis seien die Interessen der Parteien gegeneinander abgewogen worden, wobei die des Mieters die der Vermieterin überwögen.

    Der Mieter hatte sich auf ärztlichen Rat hin eine Katze zugelegt, weil diese «soziale Bedürfnisse» abdecke und als «Mitbewohner» diene. Er hatte aber vorab nicht die Zustimmung der Vermieterin eingeholt, was laut Mietvertrag erforderlich gewesen wäre. Deshalb entwickelte sich ein Rechtsstreit zwischen den beiden.

    +++ 11.12 Uhr: Ermittler graben wieder im jahrzehntealten Fall Monika Frischholz +++

    Die Suche nach der seit gut 42 Jahren vermissten Monika Frischholz in Bayern geht weiter. Einsatzkräfte der Polizei begannen am Morgen mit Grabungen an einem weiteren möglichen Ablageort der Leiche, wie die Ermittler mitteilten. Dieser liegt den Angaben nach an einem Waldrand südlich der kleinen Ortschaft Waldkirch bei Flossenbürg in der Oberpfalz nahe der Grenze zu Tschechien. Nur wenige Meter entfernt hatte die Polizei bereits vergangene Woche gegraben. Die zwölfjährige Schülerin Monika Frischholz aus Flossenbürg hatte den Erkenntnissen nach am 25. Mai 1976 nachmittags ihr Elternhaus verlassen. Wenig später verlor sich ihre Spur. Die Ermittler gehen davon, dass das Mädchen ermordet wurde.Monika Frischholz

    +++ 10.54 Uhr: Berliner Obergerichtsvollzieher soll 250.000 Euro unterschlagen haben +++

    Vor dem Berliner Landgericht muss sich seit heute ein Obergerichtsvollzieher wegen Unterschlagung in fast 2500 Fällen verantworten. Der 65-Jährige soll laut Anklage über mehrere Jahre hinweg rund 250.000 Euro aus Gebühren und anderen Einnahmen aus Gerichtsvollzieheraufträgen nicht an die Staatskasse weitergeleitet haben. Der Mann ist wegen gewerbsmäßiger Untreue in einem besonders schweren Fall und Urkundenunterdrückung angeklagt. Zum Prozessauftakt wurde unter anderem zunächst die Anklage verlesen. Seine Taten soll der Beschuldigte zwischen Anfang 2007 und Anfang 2012 begangen haben. Insgesamt geht es um 2450 einzelne Anklagepunkte.

    +++ 10.47 Uhr: Zahl der Ausländer in Deutschland nimmt zu +++

    Der Anteil der ausländischen Bevölkerung in Deutschland ist weiter gewachsen. Ende vergangenen Jahres lebten rund 10,9 Millionen Ausländer im Land, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden berichtete. Das war per Saldo ein Zuwachs von 2,7 Prozent (292.000). Den 1,303 Millionen Neuankömmlingen standen im Ausländerzentralregister 1,012 Millionen Abwanderer gegenüber. Insgesamt leben 82.979 Millionen Menschen in Deutschland (Stichtag: 30.9.2018).

    Erneut stark zugenommen hat 2018 die Zuwanderung von Menschen mit einer Arbeitserlaubnis aus Staaten außerhalb der EU. Bis zum Jahresende 2018 kamen insgesamt 266.000 Menschen als sogenannte Erwerbsmigranten (Vorjahr: 217.000). Das war im dritten Jahr in Folge ein Zuwachs von mehr als 20 Prozent. Zu den Hauptherkunftsländern zählten Indien (12 Prozent), China (9 Prozent), Bosnien und Herzegowina (8 Prozent) sowie die USA (7 Prozent). Diese Menschen waren im Durchschnitt 35 Jahre alt, die meisten waren Männer (68 Prozent). In mehr als 83 Prozent der Fälle hatten sie eine befristete Aufenthaltserlaubnis. 17 Prozent durften sich unbefristet in Deutschland niederlassen.

    +++ 10.44 Uhr: Zwei Monate Fahrverbot für BVB-Profi Wolf  +++

    Das Fahrverbot für Bundesligaprofi Marius Wolf von Borussia Dortmund wegen Fahrens ohne Führerschein ist auf zwei Monate festgelegt worden. Das teilte das Amtsgericht im unterfränkischen Kitzingen mit. Es bestätigte zudem eine Geldstrafe von 200.000 Euro für den Profi von Borussia Dortmund, der laut Gericht Ende März 2018 auf der Autobahn 3 bei Kitzingen bei einer Kontrolle erwischt worden war. Damals spielte der Profi für Eintracht Frankfurt.

    +++ 10.41 Uhr: AfD-Fraktionsvize von Storch pocht auf deutschen EU-Austritt als Option +++

    AfD-Fraktionsvize Beatrix von Storch hält die Option eines deutschen EU-Austritts im Europawahlkampf ihrer Partei für unverzichtbar. «Wir müssen die Möglichkeit eines ‘Dexit’ in den Raum stellen, damit es zu Reformen kommt», sagte von Storch der «Welt». Der gegenwärtige Zustand und die sich abzeichnenden Entwicklungen in der EU seien «nicht im deutschen Interesse». Die AfD spricht sich in ihrem Europawahlprogramm für einen «Dexit» als «letzte Option» aus: Ein EU-Austritt Deutschlands «oder eine geordnete Auflösung der Europäischen Union» sei notwendig, falls das Staatenbündnis nicht nach AfD-Vorstellungen reformiert werde.

    +++ 10.28 Uhr: 33-Jährige in Berlin fremdenfeindlich beleidigt und angegriffen +++

    Ein Unbekannter hat eine Frau in Berlin fremdenfeindlich beleidigt und körperlich angegriffen. Der Mann soll der 33-Jährigen bereits letzte Woche Dienstag in den Bauch getreten und mehrfach den Hitlergruß gezeigt haben, wie die Polizei jetzt mitteilte. Die Frau brach sich einen Arm, erstattete aber erst am Sonntag Anzeige. Demnach fuhr das Opfer im Stadtteil Pankow mit einer Straßenbahn in Richtung Alexanderplatz. In der Bahn sei sie von dem Mann fremdenfeindlich beleidigt worden, offenbar weil sie ein Kopftuch getragen habe. Der Unbekannte habe ihr zusätzlich auf den Fuß getreten. Als die 33-Jährige am S-Bahnhof Greifswalder Straße ausstieg, sei ihr der Mann gefolgt und habe mehrfach den verbotenen Hitlergruß in ihre Richtung gezeigt. Wenig später habe er sie eingeholt und ihr in den Bauch getreten. Die Frau stürzte dabei und verletzte sich. Sie erlitt einen Armbruch, verstauchte sich einen Finger und klagte über Fuß- sowie Rückenschmerzen. Der Mann entkam unerkannt.

    +++ 10.27 Uhr: Neues EU-Urheberrecht endgültig beschlossen +++

    Die EU-Staaten haben die umstrittene Urheberrechtsreform abschließend angenommen. Auch die deutsche Bundesregierung votierte mit Ja. Sechs Länder stimmten gegen die Richtlinie, drei enthileten sich. Das Gesetzgebungsverfahren ist damit abgeschlossen — nach der Veröffentlichung im Amtsblatt der EU haben die Mitgliedstaaten zwei Jahre Zeit, um die Bestimmungen umzusetzen.

    Nachdem es vor allem in Deutschland heftigen Protest gegen Teile der Reform gab, betonte die Bundesregierung zuletzt, Upload-Filter sollten bei der Umsetzung weitgehend vermieden werden. Gemeint sind Programme, die geschützte Inhalte schon beim Hochladen ins Internet erkennen und aussortieren. Bis zum Sonntagabend arbeiteten mehrere Ministerien an einer Zusatzerklärung für die Abstimmung, in der dieses Ziel festgehalten wird.

    Was steckt hinter «Upload-Filter» und Artikel 13?_11.10Uhr

    +++ 10.03 Uhr: Ermittlungen wegen Schüssen auf Auto von Fußballer Naki eingestellt +++

    Die Staatsanwaltschaft Aachen hat die Ermittlungen nach Schüssen auf das Auto des ehemaligen Fußballbundesligaprofis Deniz Naki eingestellt. Es hätten sich kein Täter und kein Motiv ermitteln lassen, sagte eine Sprecherin der Behörde dem «Spiegel Online». Neben politischen Gründen für den Angriff kämen auch andere Motive in Betracht. Es gebe jedoch keine Hinweise auf eine politisch motivierte Tat.

    Naki über Özil 1920Auf den Wagen Nakis war im Januar 2018 auf der Autobahn 4 nahe seiner Geburtsstadt Düren zweimal geschossen worden. Der kurdischstämmige 29-Jährige blieb unverletzt. Er sprach anschließend von einem Mordanschlag aus offenbar politischen Motiven. Naki gilt als Kritiker des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Der frühere St.-Pauli-Spieler wurde im April 2017 in der Türkei wegen angeblicher «Terrorpropaganda» zu 18 Monaten und 22 Tagen Haft auf Bewährung verurteilt.

    +++ 9.52 Uhr: Keine Hinweise auf Terroranschlag bei Gullydeckel-Attacke auf Bahn +++

    Im Fall der Gullydeckel-Attacke auf einen Regionalzug in Nordrhein-Westfalen haben die Ermittler keine Hinweise auf einen Terroranschlag. «Für einen Terroranschlag gibt es nach aktuellem Stand der Ermittlungen keine Hinweise», sagte ein Sprecher der Polizei. Da von einer Brücke mehrere Gullydeckel an einer Strickkonstruktion über der Bahnstrecke zwischen Erndtebrück nach Bad Berleburg hingen, sei es aber planmäßiges Handeln gewesen. Deshalb sei eine Mordkommission eingerichtet worden. «Wir schließen momentan nichts aus», erklärte der Polizeisprecher.

    Unbekannte hatten in der Nacht zum Samstag mehrere Gullydeckel von einer Brücke herab an Seilen über den Schienen aufgehängt, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Die Deckel durchschlugen die Frontscheibe eines Zuges der Hessischen Landesbahn. Der 49-jährige Lokführer wurde leicht verletzt. Wegen einer geplanten Leerfahrt waren keine Fahrgäste an Bord der Bahn.

    +++ 9.46 Uhr: US-Armee betont friedlichen Charakter von Militärübung im Persischen Golf +++

    Die US-Armee hat den friedlichen Charakter einer im Persischen Golf laufenden Marine-Militärübung betont. Mit der gemeinsam mit Frankreich und Großbritannien organisierten Übung vor der Küste Bahrains wollten die drei Länder ihre Entschlossenheit verdeutlichen, die Schifffahrts- und Handelsfreiheit in dem Gebiet zu gewährleisten, sagte US-Navy-Sprecherin Chloe Morgan.     Die Manöver «Artemis Trident 19» seien «ausschließlich defensiver» Natur. Dennoch seien die beteiligten Parteien vorbereitet, «auf jegliche Bedrohung zu reagieren». An der noch bis zum 19. April laufenden Übung sind ein Dutzend Schiffe, Hubschrauber und Taucher beteiligt.

    +++ 9.20 Uhr: Bergung von Brennstäben in Fukushima hat begonnen +++

    Gut acht Jahre nach der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima hat der Betreiber Tepco erstmals mit der Bergung von Brennstäben aus einem der zerstörten Unglücksreaktoren begonnen. Wie Tepco bekanntgab, sollen zunächst sieben unbenutzte Brennstäbe aus dem Abklingbecken des Reaktors 3 herausgeholt werden. Dort lagern insgesamt 566 abgebrannte sowie unbenutzte Brennstäbe. Insgesamt sind es in den drei Unglücksreaktoren 1573 Brennstäbe. Die Brennstäbe sollen in ein anderes, sichereres Becken auf dem Gelände der Atomruine umgelagert werden. Tepco rechnet damit, dass die Bergung noch bis Ende März 2021 dauern wird.

    Die Reaktoren 1 bis 3 waren am 11. März 2011 in Folge eines Erdbebens und Tsunamis zerstört worden, es kam zu Kernschmelzen. Wegen der radioaktiven Strahlung mussten damals rund 160.000 Anwohner fliehen. Noch immer können rund 30.000 nicht zurück.Onepager Fukushima

    Lügde — CDU-Innenminister beklagt Polizei-Zustand 13.03+++ 8.59 Uhr: +++ Sonderermitteler im Fall Lügde hält Beweise für «erdrückend» +++

    Im Missbrauchsfall von Lügde hält der Sonderermittler der Polizei die Verdächtigen für überführt. «Ich bin aus kriminalfachlicher Sicht überzeugt, dass die vorliegenden Beweise erdrückend sind», sagte Kriminaldirektor Ingo Wünsch der «Neuen Westfälischen». Der Verbleib der aus Polizeibeständen verschwundenen rund 150 Datenträger des Hauptbeschuldigten sei aber auch weiterhin ungeklärt. In dem Fall stehen Polizei und weitere Behörden seit Wochen in der Kritik. Unter anderem kam der Polizei in Detmold ein Koffer und eine Mappe mit Beweismitteln abhanden. Auf dem Campingplatz von Lügde sollen in den vergangenen Jahren 40 Kinder sexuell missbraucht worden sein, die meisten waren zur Tatzeit zwischen drei und 14 Jahre alt.

    +++ 8.47 Uhr: Neue Grundsteuer wird Verwaltung angeblich Millionen kosten +++

    Die Reform der Grundsteuer wird einem «Bild»-Bericht zufolge zu Millionenbelastungen in der Verwaltung führen. Wie die Zeitung unter Berufung auf den entsprechenden Gesetzentwurf aus dem Finanzministerium berichtet, würden tausende Finanzbeamte benötigt, um die Millionen zusätzlichen Steuererklärungen zu bearbeiten. Allein im Jahr 2023 werden demnach 3547 Arbeitskräfte benötigt. Die Personalkosten in den Finanzämtern betragen demnach 538 Millionen Euro. Für Hauseigentümer sei deutschlandweit mit rund 500.000 Euro Sachkosten zu rechnen, zitierte die Zeitung weiter aus dem Entwurf. Die Grundsteuer muss nach einem Gerichtsurteil bis Ende des Jahres neu geregelt werden, weil die dafür benötigten Einheitswerte vollkommen veraltet sind. Bis spätestens 2024 muss die Reform umgesetzt sein.

    +++ 8.14 Uhr: Verdi ruft zu Streiks bei Amazon rund um das Ostergeschäft auf +++

    Die Gewerkschaft Verdi hat rund um das Ostergeschäft Streiks beim Onlinehändler Amazon angekündigt. An den Standorten Rheinberg und Werne in Nordrhein-Westfalen legten die Beschäftigten bereits in der Nacht die Arbeit nieder, die Streiks sollen bis Donnerstag andauern, wie Verdi mitteilte. Bestreikt wird damit das Geschäft vor den Osterfeiertagen, und auch an anderen Standorten könne es während der Osterzeit «jederzeit zu Arbeitsniederlegungen kommen», kündigte die Gewerkschaft an. Seit Jahren fordert Verdi eine Bezahlung der Amazon-Beschäftigten nach Einzelhandelstarif. Amazon lehnt dies bislang ab und betont immer wieder, in seinen Logistikzentren werde am oberen Ende dessen gezahlt, was für vergleichbare Tätigkeiten üblich sei.

    +++ 7.59 Uhr: «Game of Thrones»-Fans starten am frühen Morgen in finale Staffel +++

    Die preisgekrönte Fantasy-Saga «Game of Thrones» ist in ihre achte und finale Staffel gestartet. Die rund 55-minütige Auftaktfolge startete in den USA am Sonntagabend in die finale Staffel. In Deutschland sind die Folgen seit heute früh auf dem Pay-TV-Sender Sky zu sehen. In den verbleibenden fünf Episoden soll es nach Angaben der Macher zur bisher größten TV-Schlacht der Geschichte kommen. Am 20. Mai endet die Saga mit einem rund 80-minütigen Finale.«Game of Thrones»-Fans starten um 3 Uhr nachts in finale Staffel

    +++ 7.40 Uhr: Trump gratuliert Golfstar Woods zu fünftem Masters-Triumph +++

    US-Präsident Donald Trump hat Golf-Star Tiger Woods zu dessen fünftem Triumph beim Masters beglückwünscht. «Ein wirklich großer Champion», schrieb Trump nach dem Sieg des Amerikaners beim Traditionsturnier in Augusta. «Was für ein fantastisches Comeback für einen großartigen Kerl», schrieb Trump mit Blick auf die vielen sportlichen, gesundheitlichen und privaten Rückschläge des 43-Jährigen. «Ich liebe Leute, die unter großem Druck stehen.»Tiger Woods Masters 2045

    +++ 6.50 Uhr: American Airlines streicht wegen Flugverbots für Boeing 737 MAX 115 Flüge pro Tag +++

    Wegen des andauernden Flugverbots für die Boeing 737 MAX streicht die US-Fluggesellschaft American Airlines in den kommenden Monaten 115 Flüge pro Tag. Airline-Chef Doug Parker erklärte, dies entspreche rund 1,5 Prozent der im Sommer täglich angebotenen Flüge. American Airlines plant demnach vorerst bis zum 19. August keine Boeing 737 MAX ein. Zugleich sprach Parker der nach zwei Luftfahrtkatastrophen in die Kritik geratenen Maschine sein Vertrauen aus. Er gehe davon aus, dass die Boeing 737 MAX vor dem 19. August wieder fliegen dürfe. American Airlines verfügt über 24 Maschinen dieses Typs.05-Angehörige verklagen Boeing-6022803618001, 23.30

    +++ 6.07 Uhr: SPD kritisiert Merkel wegen Treffens nur mit Poroschenko +++

    Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Nils Schmid, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wegen ihres Treffens mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko kritisiert. «Es ist ein politischer Fehler und befremdlich, dass Frau Merkel Poroschenko anderthalb Wochen vor der Wahl (in der Ukraine) getroffen hat», sagte Schmid dem «Spiegel». «So ist der Eindruck einseitiger Parteinahme entstanden.» Merkel hätte besser — wie Frankreichs Präsident Emmanuel Macron — das Gespräch auch mit dem Herausforderer Wolodymyr Selenskyj suchen sollen.

    Im Osten der Ukraine bekämpfen sich seit fünf Jahren Regierungstruppen und von Russland unterstützte Separatisten. Merkel hatte Poroschenko am Freitag empfangen und dies damit begründet, mit ihm dringende Themen besprechen zu müssen. Dass sie damit Wahlkampfhilfe für ihn betreibe, ließ sie nicht gelten.Die Stichwahl zwischen Poroschenko und Selenskyj findet am 21. April (Ostersonntag) statt.12-Merkel empfängt ukrainischen Präsidenten Poroschenko-6025594641001

    +++ 5.51 Uhr: Ecuador verteidigt erneut Entzug des Asyls für Assange +++

    Ecuadors Präsident Lenín Moreno hat den Entzug des Asyls für Wikileaks-Gründer Julian Assange erneut verteidigt. Moreno sagte der Zeitung «The Guardian», Assange habe versucht, in der ecuadorianischen Botschaft in London ein «Zentrum für Spionage» einzurichten. Die Vorgängerregierung in Quito habe zugelassen, dass von der Botschaft aus in die «Prozesses anderer Staaten» eingegriffen werde. Assange habe zudem Botschaftsmitarbeiter schlecht behandelt und rechtliche Schritte angedroht, sagte Moreno. Der Entzug des Asyl sei nicht willkürlich erfolgt, sondern fuße auf internationalem Recht. Assange war am Donnerstag nach sieben Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London festgenommen worden.Assange Pressestimmen_10.00

    +++ 4.49 Uhr: Neuseeländische Spezialkräfte suchen in Syrien verschleppte Krankenschwester +++

    Neuseeländische Spezialeinheiten suchen in Syrien nach einer vor mehr als fünf Jahren verschleppten neuseeländischen Krankenschwester. Vize-Premier Winston Peters sagte, Louisa Akavi befinde sich vermutlich noch immer in der Gewalt der Terrorgruppe Islamischer Staat. Im Zuge der Bemühungen, sie zu finden, sei ein Team mit Elitesoldaten in den Irak entsandt worden. Mitglieder des Teams seien wiederholt nach Syrien gereist, um Akavi ausfindig zu machen.

    Akavi war im Oktober 2013 zusammen mit sechs weiteren Menschen verschleppt worden, als sie in einem Hilfskonvoi des Roten Kreuzes in der nordwestsyrischen Provinz Idlib unterwegs war. Vier der Entführten wurden am folgenden Tag freigelassen, nicht aber die 62-jährige und zwei syrischer Fahrer. Die Entführung wurde bislang geheim gehalten, damit der Fall keine internationale Aufmerksamkeit erhält, die Akavi hätte schaden können. Gestern bat das Rote Kreuz dann aber um Hinweise über den Verbleib der Entführten. Demnach gibt es Hinweise darauf, dass Akavi Ende 2018 am Leben war.

    +++ 3.54 Uhr: Pistolenschuss aus der Windeltasche — Vater und Tochter verletzt +++

    Durch einen unbeabsichtigt ausgelösten Schuss aus einer Pistole in einer Windeltasche sind ein Vater und seine Tochter im US-Staat Alabama verletzt worden. Der Mann wollte auf einem Parkplatz in der Nähe von Birmingham seiner Tochter auf dem Rücksitz seines Wagens die Windel wechseln und griff in die Windeltasche, als sich der Schuss aus der darin versteckten Waffe löste, berichtete der Sender CNN. Nach den Polizeiermittlungen durchschlug die Kugel zunächst das Bein des Mannes, dann verletzte sie das Bein des Kleinkindes, ehe sie in den Brustkorb des Vaters eindrang. Der Gesundheitszustand des Mädchens wurde als stabil bezeichnet, die Verletzungen des Vaters wurden als «möglicherweise lebensbedrohlich» bezeichnet.

    +++ 2.34 Uhr: Demokraten kritisieren Trump für Video zu muslimischer Abgeordneter +++

    Die US-Demokraten haben Präsident Donald Trump vorgeworfen, die muslimische Abgeordnete Ilhan Omar durch die Verbreitung eines Videos zu gefährden. Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, rief Trump auf, das «respektlose und gefährliche Video» über Äußerungen Omars zu den Anschlägen vom 11. September 2001 zu löschen. «Seine hasserfüllte und hetzerische Rhetorik führt zu einer wahren Gefahr», erklärte Pelosi über den Präsidenten. Sie habe die Kongresspolizei angeordnet, eine Sicherheitsüberprüfung vorzunehmen, um Omar, ihre Familie und ihre Mitarbeiter zu schützen.

    Trump hatte vergangenen Freitag via Twitter ein Video verbreitet. Darin wird — begleitet von bedrohlicher Musik — ein Ausschnitt einer Rede Omars mit Bildern von den Terroranschlägen vom 11. September gegengeschnitten. Die demokratische Abgeordnete hatte im März mit Blick auf die Anschläge gesagt: «Einige Leute haben etwas getan». Kritiker legten ihr das als Verharmlosung der Anschläge mit rund 3000 Toten aus.

    +++ 0.43 Bergman-Schauspielerin Bibi Andersson im Alter von 83 Jahren gestorben +++

    Die durch ihre Rollen in Ingmar-Bergman-Filmen bekannt gewordene schwedische Schauspielerin Bibi Andersson ist tot. Andersson starb gestern im Alter von 83 Jahren, wie ihre Tochter der Nachrichtenagentur AFP sagte. Die Darstellerin hatte in Bergman-Klassikern wie «Wilde Erdbeeren», «Das siebente Siegel» (beide 1957) und «Persona» (1966) mitgespielt. Schon als 15-Jährige hatte Andersson begonnen, mit Bergman zusammenzuarbeiten — als Darstellerin in Seifenwerbung. Im Laufe ihrer Karriere wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. 1963 gewann sie für ihre Rolle in «Schlafwagen-Abteil» des schwedischen Regisseurs Vilgot Sjöman den silbernen Bären der Berlinale. Sie drehte bis ins Jahr 2009 Filme. Nach einem Schlaganfall war sie dann aber teilweise gelähmt.

    +++ 0.17 Uhr: Iranerin wegen Kopftuch-Protests zu einem Jahr Haft verurteilt +++

    Eine Iranerin ist in ihrer Heimat zu einem Jahr Haft verurteilt worden, weil sie gegen die Kopftuchpflicht protestiert hatte. Vida Movahedi sei unter anderem der «Anstiftung zu Ausschweifungen» schuldig gesprochen worden, sagte ihr Anwalt Payam Derafshan der Nachrichtenagentur AFP. Das Urteil fiel demnach bereits im März. Die Frau war im Oktober festgenommen worden, als sie auf dem Revolutionsplatz in der Hauptstadt Teheran ihren Hidschab ausgezogen hatte. Bereits im Dezember 2017 hatte Movahedi in der Öffentlichkeit ihren Hidschab ausgezogen — eine Geste des Protestes, die später von Frauen in mehreren Städten nachgeahmt wurde.Burka

    Die nach der Islamischen Revolution 1979 im Iran eingeführte Kleiderordnung verbietet es Frauen, ohne Kopftuch in die Öffentlichkeit zu gehen. Das Kopftuchgebot gilt vielen als Symbol der Unterdrückung der Frau im Iran. Konservative sehen das Kopftuch dagegen als zentralen Ausdruck der islamischen Gesellschaftsordnung.

    +++ 0.16 Uhr: Sozialdemokraten nach Auszählung aller Stimmen in Finnland vorn +++

    In Finnland haben die Sozialdemokraten um ihren Vorsitzenden Antti Rinne die Parlamentswahl llaut vorläufigen Zahlen mit knappem Vorsprung gewonnen. Die Partei kommt nach Auszählung von 100 Prozent der Stimmen auf 40 der 200 Sitze im finnischen Parlament. Die vorläufigen Berechnungen seien abgeschlossen, teilte das finnische Justizministerium mit. Das offizielle Endergebnis sollte bis Mittwoch veröffentlicht werden. Rinne erklärte, seine Partei sei erstmals seit 1999 wieder die stärkste Kraft in Finnland geworden. Bis Ende Mai wolle er eine Regierung bilden.

    Auf Platz zwei und drei landeten die rechtspopulistische Partei Die Finnen und die konservative Nationale Sammlungspartei mit 39 und 38 Mandaten. Der bisherige Ministerpräsident Juha Sipilä und seine liberale Zentrumspartei kamen mit kräftigen Verlusten und 31 Sitzen nur auf Rang vier.

     
  • Adam 20:55 on 15.04.2019 Постоянная ссылка |
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    News des Tages: Notre-Dame in Flammen — Feuer in weltberühmter Kathedrale in Paris 

    Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

    • Feuer in Kathedrale Notre-Dame in Paris (19.17 Uhr)
    • Betreute Menschen erhalten Wahlrecht zur Europawahl (18.46 Uhr)
    • Mueller-Report wird Donnerstag veröffentlicht (18.20 Uhr)
    • Julen starb nach wenigen Minuten (14.27 Uhr)
    • Menschliches Herz aus 3D-Drucker hergestellt (13.25 Uhr)
    • Dieselskandal_ Ex-VW-Chef Winterkorn angeklagt (12.53 Uhr)

    Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:    

    +++ 19.53 Uhr: Brand breitet sich aus +++

    Auf Fernsehbildern ist zu sehen, wie sich der Brand im Moment immer weiter ausbreitet. Großes Teile des Daches des Hauptschiffs der Kathedrale stehen bereits in Flammen. Die Rauchwolke, die über der Stadt steht, ist weithin zu sehen. Inwieweit die Feuerwehr an den Brandherd herankommen kann, ist derzeit unklar.

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    +++ 19.47 Uhr: Bürgermeisterin von Paris spricht von einem «fürchterlichen Brand» +++

    Der Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo sprach auf Twitter von einem «fürchterlichen Brand». Die Feuerwehr versuche, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Auf Bildern war zu sehen, wie der Dachstuhl rund um ein Baugerüst in Flammen stand.

    +++ 19.17 Uhr Feuer in der Pariser Kathedrale Notre-Dame ausgebrochen +++

    In der weltberühmten Kathedrale Notre-Dame in Paris ist ein Brand ausgebrochen. Dies teilte die Feuerwehr in der französischen Hauptstadt am Abend mit. Auf Bildern in Online-Netzwerken waren Flammen zu sehen, die aus dem Dach schlugen; Rauchwolken stiegen auf. Augenzeugen berichten, dass sich der Brand in der Touristenattraktion aus dem 12. Jahrhundert weiter ausbreitet. Die Feuerwehr ist mit einem Großaufgebot im Einsatz. Ob es Verletzte gibt, ist im Moment noch nicht abschätzbar. Nach Informationen der französischen Nachrichtenagentur AFP könnte der Brand mit Renovierungsarbeiten zusammenhängen. Er sei auf dem Dachboden der Kathedrale ausgebrochen und gegen 18.50 Uhr entdeckt worden, hieß es

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    +++ 19.10 Uhr: Klimaschützer blockieren Brücken in Berlin, London und anderen Städten +++

    Umweltaktivisten haben in Berlin, London und anderen Städten Brücken und Straßen blockiert und den Verkehr zeitweise lahmgelegt. Die Bewegung «Extinction Rebellion» (deutsch in etwa: «Rebellion gegen das Aussterben») hatte in mehr als 30 Ländern zu Protesten gegen den Klimawandel aufgerufen. Schauplatz einer Sitzblockade in Berlin war am Montag die Oberbaumbrücke zwischen den Stadtteilen Friedrichshain und Kreuzberg. Nach erfolglosen Verhandlungen trugen Polizisten die Demonstranten weg, die Sperrung der Brücke wurde nach Stunden aufgehoben.   

    Hunderte Demonstranten blockierten am Montag auch mehrere Straßen mitten in London. Sie legten oder setzten sich auf Straßen und Brücken und protestierten in bunten Kostümen und mit Schildern. Bei einer ähnlichen Aktion im vergangenen November hatte die Polizei in der britischen Hauptstadt etwa 70 Unterstützer der Bewegung festgenommen.

    +++ 18.54 Uhr: «Zentrum für politische Schönheit» darf Foto von AfD-Politiker nicht zur Schau stellen +++

    Die Künstlergruppe «Zentrum für Politische Schönheit» (ZPS) ist im Rechtsstreit um ein von ihr veröffentlichtes Bild eines AfD-Politikers unterlegen. Laut einem Urteil des Landgerichts Erfurt darf das ZPS eine bestimmte Aufnahme eines AfD-Lokalpolitikers aus Gotha auf einer Website weiterhin nicht öffentlich zur Schau stellen. Mit der Entscheidung wurde eine einstweilige Verfügung von Anfang des Jahres bestätigt, gegen die das «Zentrum für Politische Schönheit» Widerspruch eingelegt hatte. Die Künstlergruppe aus Berlin hatte im Internet mit Fotos nach angeblichen Teilnehmern rechter Demonstrationen und Ausschreitungen in Chemnitz 2018 gesucht. Der Name der Website, die nur kurze Zeit online war, lautete «soko-chemnitz.de». Auch eine Aufnahme des Gothaer AfD-Politikers war mit dem Wort «Erwischt»!» darunter. Veröffentlicht das ZPS dieses Bild erneut auf der Website, ist laut Urteil ein Ordnungsgeld bis zu 250.000 Euro möglich. 

    +++ 18.46 Uhr: Betreute Menschen bekommen Wahlrecht schon zur Europawahl +++

    Menschen mit einer gerichtlich bestellten Betreuung bekommen nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts das Wahlrecht bereits zur Europawahl am 26. Mai. Das ist deutlich früher, als die Bundestagsmehrheit ursprünglich vorgesehen hatte. Betroffen sind Menschen, die in allen Angelegenheiten betreut werden müssen — etwa wegen geistiger Behinderung, psychischer Erkrankung oder weil sie wegen Schuldunfähigkeit in einer psychiatrischen Klinik sitzen. Sie müssen allerdings für die Teilnahme an der Europawahl einen gesonderten Antrag stellen. Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entschied sofort im Anschluss an eine mündliche Verhandlung. Die oppositionellen Bundestagsparteien Grüne, Linke und FDP hatten einen entsprechenden Eilantrag gestellt.

    +++ 18.46 Uhr: Landstraße in Irland trägt nun Namen von Figur aus «Star Wars»-Filmsaga +++

    Der Roboter R2D2 aus der Filmsaga «Star Wars» ziert mit seinem Namen jetzt eine Landstraße nahe Malin Head in der nördlichsten Spitze Irlands. Auf der für ihre dramatische Küstenlandschaft bekannten Halbinsel Inishowen waren Szenen des «Star Wars»-Films «Die letzten Jedi» gedreht worden. Neue Schilder mit der ursprünglich R242 genannten Regionalstraße in der Grafschaft Donegal wurden enthüllt — im Beisein eines nachgebauten R2D2 sowie anderer beliebter Charaktere der Filmreihe, wie die britische Nachrichtenagentur PA berichtet.

    +++ 18.20 Uhr: Geschwärzter Müller-Report zu Russland-Affäre soll Donnerstag veröffentlicht werden +++

    Der Abschlussbericht des US-Sonderermittlers Robert Mueller zur Russland-Affäre wird am Donnerstag veröffentlicht. Das kündigte das US-Justizministerium am Montag an. Allerdings will das Ministerium den Bericht nur in redigierter Form publik machen, manche Passagen sollen geschwärzt werden. Nach fast zweijährigen Ermittlungen hatte Mueller seinen fast 400-seitigen Abschlussbericht am 22. März dem Justizministerium vorgelegt. Laut der von Justizminister Bill Barr zwei Tage danach veröffentlichten Zusammenfassung fand Mueller keine Beweise dafür, dass Donald Trumps Team während des Wahlkampfs 2016 mit Russland zusammenarbeitete, um den Ausgang zugunsten des heutigen Präsidenten beeinflussen. 

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    +++ 17.17 Uhr: Fast 150 Tote bei Kämpfen um libysche Hauptstadt Tripolis +++

    Bei den Kämpfen um die libysche Hauptstadt Tripolis sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bislang mindestens 147 Menschen getötet worden. Mehr als 600 Menschen seien seit Beginn der Offensive des abtrünnigen Generals Chalifa Haftar am 4. April verletzt worden, teilte die WHO mit. Nach Angaben des UN-Büros zur Koordination humanitärer Angelegenheiten flohen inzwischen 18.000 Menschen vor den Kämpfen südlich von Tripolis.

    +++ 16.44 Uhr: 70 Tote bei Kämpfen des Militärs mit Boko Hara im Tschad +++

    Im zentralafrikanischen Tschad sind bei Kämpfen mit der Terrororganisation Boko Haram nach Angaben der Streitkräfte 63 islamistische Kämpfer und sieben Soldaten getötet worden. Bei dem Angriff der Terroristen auf einen Militärstützpunkt nahe dem Tschadsee seien 15 weitere Soldaten teils schwer verletzt worden, erklärte Armeesprecher Azem Bermendoa Agouna am Montag. Boko Haram nahm das Lager unweit der Grenzen zu Nigeria und Kamerun im Ort Kaiga Kindjiria demnach am späten Sonntagabend unter Feuer. Die Militärangaben ließen sich zunächst nicht unabhängig bestätigen.

    +++ 16.07 Uhr: Touristen hissen deutsche Flagge auf Kreta — zehn Monate Bewährung +++

    In einem Schnellverfahren sind zwei deutsche Touristen in Chania auf der griechischen Insel Kreta zu einer Haftstrafe von zehn Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Die beiden 23 Jahre alten Männer hatten bei einer Wandertour am Sonntag auf einem Felstableau die dort gehisste griechische Fahne eingeholt und sie durch eine deutsche ersetzt, berichtete der Nachrichtensender Skai. Sie wurden am Montag verurteilt.

    +++ 16.08 Uhr: Arbeitslosenqoute in der Türkei auf höchstem Stand seit zehn Jahren +++

    Die Arbeitslosenquote in der Türkei ist auf 14,7 Prozent gestiegen und damit so hoch wie seit zehn Jahren nicht mehr. Rund 4,7 Millionen Türken waren im Januar ohne Job, wie das Statistikamt in Ankara mitteilte. Das sind im Vergleich zum Vorjahr rund 1,3 Millionen Menschen mehr. Besonders die Jugendarbeitslosigkeit ist demnach hoch (26,7 Prozent). Die türkische Wirtschaft befindet sich seit vergangenem Jahr in der Krise und steckt seit Ende 2018 in der Rezession. Im Sommer vergangenen Jahres hatte unter anderem ein Zerwürfnis mit den USA zu einer Währungskrise geführt. Inzwischen hat sich die Türkische Lira wieder leicht erholt. Die Inflation bleibt aber weiter hoch und liegt zurzeit bei rund 20 Prozent. Vor allem Lebensmittel werden immer teurer. Im Dezember hatte die Arbeitslosenquote bei 13,5 Prozent gelegen.

    +++ 15.29 Uhr: Rauch eingeatmet — zehn Arbeiter in chinesischer Fabrik getötet +++

    Zehn Arbeiter sind im Osten Chinas bei einem Unfall in einer Arzneimittelfabrik erstickt. In dem Unternehmen in Jinan hätten Schweißfunken am Montagnachmittag eine wärmeleitende Substanz in Brand gesteckt, die Rauch erzeugt habe, teilte die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua mit. Der Rauch stellte keine Gefahr für die Umwelt dar, wie die örtliche Umweltbehörde mitteilte. Die Ursache war zunächst nicht bekannt.  

    Acht der Opfer, die in der Fabrik Rohre erneuerten, seien direkt vor Ort erstickt, hieß es. Zwei weitere wurden demnach zunächst medizinisch versorgt, starben dann aber auch. Zwölf Rettungskräfte erlitten den Angaben zufolge ebenfalls Verletzungen, die aber nicht lebensgefährlich waren.

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    +++ 15.03 Uhr: Krawalle nach rechtsradikaler Demonstration in Kopenhagener Einwandererviertel +++

    In der dänischen Hauptstadt Kopenhagen hat es nach einer rechtsgerichteten Kundgebung in einem Einwandererviertel heftige Krawallen gegeben. Bei Zusammenstößen zwischen Gegendemonstranten und Sicherheitskräften wurden nach Polizeiangaben am Sonntag 23 Menschen festgenommen. Der rechtsgerichtete Politiker Rasmus Paludan hatte zuvor mit Anhängern in dem vor allem von Migranten bewohnten Viertel Nörrebro demonstriert und damit wütende Proteste ausgelöst.

    +++ 14.54 Uhr: Polizei in Bochum warnt vor neuer Masche von Trickdieben +++

    Die Polizei in Bochum hat vor einer neuen Masche von Trickdieben gewarnt. Kriminelle gäben sich dabei als Mitarbeiter der Artenschutzbehörde aus, teilten die Beamten in der Ruhrgebietsstadt mit. Demnach wurden bereits mehrere Menschen unter dem Vorwand angerufen, ein geschützter Vogel habe sich auf ihrem Hausdach niedergelassen und müsse eingefangen werden. Dabei seien die Betroffenen explizit gefragt worden, wo sie wohnten und wann genau sie zu Hause seien. Die Unbekannten sagten den Betroffenen teilweise, dass ihre angebliche Behörde in dieser Angelegenheit von der Polizei beauftragt worden sei. Opfer der Masche waren laut Polizei Senioren im Alter zwischen 70 und 80 Jahren. Bei keinem von ihnen sei der Trick erfolgreich gewesen.

    +++ 14.50 Uhr: Waffennarr mit Anschlagsplänen? Generalstaatsanwaltschaft ermittelt +++

    Nach dem Fund von mehr als 50 Waffen bei einem Mann in Hannover ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft Celle gegen den 29-Jährigen wegen möglicher Anschlagspläne. Zudem werde geprüft, ob der Verdächtige rechtsextremistisch eingestellt sei, weil bei ihm auch Orden und Ehrenzeichen aus dem Dritten Reich gefunden worden seien, sagte Oberstaatsanwalt Bernd Kolkmeier. «Er hat uns nicht verraten, was er damit vorhat», sagte Kolkmeier zu den Waffenfunden — 16 Langwaffen, 3 Maschinenpistolen, 17 Pistolen, 8 Revolver und 7 Signalwaffen. «Das ist alles merkwürdig und auffällig», daher habe die für Terrorermittlung zuständige Behörde den Fall übernommen. Auch mehrere Kilogramm Munition waren entdeckt worden.

    Der Verdächtige sitzt wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz, Körperverletzung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte in Untersuchungshaft. Polizisten waren Ende März bei der Durchsuchung der Wohnung seines Vaters auf die Waffen, etwa 100.000 Euro sowie Devotionalien gestoßen. Der 29-Jährige hat noch ein Zimmer in der Wohnung seines Vaters.

    +++ 14.45 Uhr: Ermittler graben wieder nach Monika Frischholz +++

    Eine Woche nach Grabungen im Fall der seit gut 42 Jahren vermissten Monika Frischholz geht die Suche weiter. Einsatzkräfte der Polizei gruben am Morgen an einem weiteren möglichen Ablageort der Leiche, wie die Ermittler mitteilten. Dieser liegt den Angaben nach an einem Waldrand südlich der Ortschaft Waldkirch bei Flossenbürg in der Oberpfalz. Nur wenige Meter entfernt hatte die Polizei schon vergangene Woche gesucht.

    Die damals zwölfjährige Schülerin Monika Frischholz aus Flossenbürg hatte den Erkenntnissen nach am 25. Mai 1976 nachmittags ihr Elternhaus verlassen. Wenig später verlor sich ihre Spur. Mit Hilfe von Zeugenaussagen konnten die Ermittler ihren Fußweg teilweise rekonstruieren. Ende vergangenen Jahres erhielten sie einen neuen Hinweis, der ein Tötungsdelikt nahelegte. Daraufhin rollten die Beamten den Fall wieder auf.

    Julen Suche Bauarbeiten

    +++ 14.27 Uhr: Endgültiger Autopsiebericht: Julen starb kurz nach Sturz in Bohrloch +++

    Der kleine Julen ist vor drei Monaten im südspanischen Totalán unmittelbar nach seinem Sturz in einen engen Brunnenschacht an seinen schweren Kopfverletzungen gestorben. Der Zweijährige habe am 13. Januar nach dem Unglück nur noch wenige Minuten gelebt, ergab jetzt der Abschlussbericht der Pathologen, die die Autopsie durchgeführt hatten. Die Experten schlossen aus, dass der Einsatz der Retter mit einer Spitzhacke für den Tod des Kindes mitverantwortlich sein könnte, wie im Februar in einem Bericht spekuliert worden war. Julen war in ein über 100 Meter tiefes, illegal gegrabenes Bohrloch gefallen. Seine Leiche wurde zwei Wochen später in 70 Metern Tiefe gefunden, nachdem Helfer in mühsamer Arbeit einen Parallelschacht gebohrt hatten.Spanien Julen 15.30 Uhr

    +++ 14.19 Uhr: Zahl der Asylanträge im Monatsvergleich abermals gesunken +++

    Migranten haben im März 12.762 Anträge auf Asyl in Deutschland gestellt. Die meisten Bewerber kamen aus Syrien, Nigeria, dem Irak und Afghanistan, wie das Bundesinnenministerium mitteilte. Der Monatstrend war weiter rückläufig: Im März wurden 10,9 Prozent weniger Anträge als im Februar gestellt. Von Januar auf Februar war die Zahl bereits um 16 Prozent zurückgegangen. Im Vergleich zum März 2018 gab es hingegen ein leichtes Plus von 1,1 Prozent. Die Gesamtzahl der Anträge verteilt sich auf 10.965 Erst- und 1797 Folgeanträge. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge entschied im März über Anträge von 19.587 Asylbewerbern, dies waren in etwa ebenso viele wie im Vormonat.

    +++ 13.58 Uhr: Prinz Charles und Camilla besuchen Deutschland +++

    Prinz Charles (70) und seine Frau Camilla (71) besuchen vom 7. bis 10. Mai die Städte Berlin, Leipzig und München, wie die britische Botschaft in Berlin mitteilte. Der Besuch des Prinzen von Wales und der Herzogin von Cornwall im Auftrag der britischen Regierung werde «die Vielfalt und anhaltende Bedeutung der britisch-deutschen Beziehungen» zum Ausdruck bringen, hieß es. Zu den Programmpunkten des Paars zählt ein Treffen von Prinz Charles mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Berlin. In München will das Paar an einem Essen mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) teilnehmen. «Selbstverständlich wird das Paar auch öffentlich in Erscheinung treten, damit so viele Menschen wie möglich die beiden Royals persönlich erleben können», erklärte der britische Botschafter in Deutschland, Sir Sebastian Wood. 

    Den Angaben zufolge war der älteste Sohn von Königin Elizabeth II. seit seinem ersten Besuch 1962 mehr als 30 mal in Deutschland, teilweise privat. Camilla sei 2009 zum ersten Mal in Deutschland gewesen. Das Paar ist seit 2005 verheiratet.

    +++ 13.46 Uhr: Blockierte Rettungsschiffe: Wieder Ermittlungen gegen Italiens Innenminister Salvini +++

    Gegen Italiens Innenminister Matteo Salvini wird erneut wegen Freiheitsberaubung ermittelt. Dabei geht es um den Fall des Rettungsschiffs der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch, dem im Januar mehrere Tage das Anlegen in Italien untersagt worden war. Die Seenotretter hatten unweit der libyschen Küste 47 Migranten an Bord genommen. Bis sich mehrere europäische Staaten — darunter Deutschland — Ende Januar zur Aufnahme der Geretteten bereiterklärten, ankerte das Schiff vor Sizilien. Salvini las bei einer Pressekonferenz in Monza aus dem Schreiben der Staatsanwaltschaft vor, in dem es hieß, dass der Fall an das für Ermittlungen gegen Regierungsmitglieder zuständige Gericht weitergeleitet worden sei. Die Staatsanwaltschaft habe die Einstellung des Verfahrens beantragt, erklärte Salvini.

    Bereits 2018 wurde gegen den Chef der rechten Lega wegen Freiheitsberaubung ermittelt. Damals ging es um das Schiff «Diciotti» der italienischen Küstenwache mit 177 Migranten an Bord. Fast eine Woche lang hatte Salvini einem Großteil der Geflüchteten verboten, an Land zu gehen. Um einen Prozess kam er herum, da sich der Senat kürzlich gegen die Aufhebung seiner Immunität aussprach.

    +++ 13.25 Uhr: Israelische Forscher stellen erstes Herz aus menschlichem Gewebe im 3D-Drucker her +++

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    Israelische Forscher haben mit einem 3D-Drucker ein Mini-Herz aus menschlichem Gewebe erzeugt. Der Prototyp, dessen Zellen sich allerdings noch nicht synchron zusammenziehen können, habe die Größe eines Hasenherzens, sagte Studienleiter Tal Dvir von der Universität Tel Aviv. Das Herz bestehe aus Gewebe und Blutgefäßen und verfüge über Kammern. Es sei vergleichbar mit dem Herzen eines menschlichen Fötus. «Das Herz ist komplett kompatibel mit dem Patienten, weil es aus seinem eigenen Gewebe geschaffen ist, und wird deshalb keine Immun-Gegenreaktion auslösen», sagte Dvir.

    Plattform bietet Blaupausen für Sturmgewehre an 6.23Nun wollen die Forscher den Prototypen in einem speziellen Bioreaktor reifen zu lassen. Binnen eines Jahres sollen solche Herzen in Tierversuchen getestet werden, bei Hasen oder Ratten. Bis zu einem möglichen klinischen Einsatz beim Menschen dauere es noch viele Jahre, sagte Dvir.

    +++ 13.20 Uhr: Rechte politische Gewalt in Mecklenburg-Vorpommern nahezu halbiert +++

    Die Zahl der rechtsextremen politischen Gewalttaten hat sich in Mecklenburg-Vorpommern von 2017 auf 2018 nahezu halbiert. Die Sicherheitsbehörden registrierten nach Angaben des Schweriner Innenministeriums letztes Jahr 43 rechte Gewalttaten. Im Vorjahr, dem Jahr der Bundestagswahl, waren es noch 84 gewesen. Der überwiegende Anteil hatte demnach einen fremdenfeindlichen Hintergrund. Die Anzahl der linksextremistisch motivierten Gewalttaten hingegen nahm von elf auf 26 Fälle deutlich zu. Ziel dieser Taten waren häufig mutmaßlich rechts stehende politische Gegner. Erneut stieg die Zahl der Angriffe auf Wahlkreisbüros. Von insgesamt 37 Attacken — nach 31 im Jahr 2017 — galten 28 Wahlkreisbüros der AfD, die seit Ende 2016 im Schweriner Landtag vertreten ist. Die Ermittler schreiben diese Angriffe dem linken Spektrum zu.

    +++ 13.02 Uhr: Neugeborenes ertrinkt in Badewanne — angeklagte Mutter schweigt +++

    Im Verfahren wegen Tötung eines neugeborenen Mädchens vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth hat die Angeklagte am ersten Prozesstag geschwiegen. Die ersten Vernehmungen der 28-Jährigen seien zudem nicht verwertbar, da der Frau hierbei kein Rechtsanwalt zur Seite gestellt und sie als Beschuldigte nicht über ihre Rechte belehrt worden sei, erklärte ihre Verteidigerin. Die Staatsanwältin nannte die Vorwürfe dagegen abwegig. Die Strafkammer muss nun entscheiden, ob die Aussagen der Frau vor Gericht verwertet werden dürfen. Laut Anklage hat die Frau aus Roth, die bereits Mutter eines dreijährigen und eines fünfjährigen Kindes ist, ihr frischgeborenes Baby nach der Entbindung in der Badewanne ertrinken lassen. Der Vorwurf gegen sie lautet Totschlag durch Unterlassen. 

    Anfang 2018 hatte sie der Staatsanwaltschaft zufolge erfahren, dass sie zum dritten Mal schwanger ist. Dem Vater des Kindes und ihrer Familie soll die Deutsche das verheimlicht haben. Als bei ihr dann im September 2018 die Wehen einsetzten, soll sie sich in die mit Wasser gefüllte Badewanne gelegt haben. Das Mädchen, das sie gebar, habe sie dann dort zurückgelassen, bis es starb. Sie habe weder Hilfe geholt noch versucht, den Säugling wiederzubeleben. Die Leiche soll die Frau in einem Karton versteckt haben. Das Urteil soll am 18. April gesprochen werden.

    +++ 12.58 Uhr: Landwirt soll Ehefrau mit Gülle getötet haben +++

    In Schwaben soll ein Landwirt seine Ehefrau mit Gülle umgebracht haben. Die Augsburger Staatsanwaltschaft hat gegen den 54-Jährigen Anklage wegen Mordes erhoben. Motiv soll die von der 51-Jährigen geplante Trennung gewesen sein. Der Bauer habe befürchtet, in dem Fall das Vermögen des Paares von mehr als 130.000 Euro nicht für sich alleine behalten zu können, erklärte Oberstaatsanwalt Matthias Nickolai. Einen Termin für einen Prozess vor dem Landgericht Augsburg gibt es noch nicht.

    Die Leiche der Frau aus Wallerstein (Landkreis Donau-Ries) war im September 2018 in der Nähe einer Güllegrube entdeckt worden. Bei der Obduktion war Gülle im Körper festgestellt worden, zudem soll das Opfer Schläge gegen den Kopf erhalten haben. Wie genau die 51-Jährige von ihrem Ehemann getötet worden sein soll, berichtete Nickolai nicht. Dies müsse im Strafprozess geklärt werden.

    +++ 12.53 Uhr: Staatsanwalt erhebt Anklage gegen Ex-VW-Chef Winterkorn +++

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    Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat im Skandal um illegale Abschalteinrichtungen Anklage gegen den früheren Volkswagen-Chef Martin Winterkorn und vier weitere Beschuldigte erhoben, wie die Behörde mitteilte. Die Klage richtet sich gegen fünf Führungskräfte, die «eine in einer einzigen strafbaren Handlung verwirklichte Mehrzahl von Straftatbeständen» begangen hätten. Dabei gehe es um einen besonders schweren Fall von Betrug sowie einen Verstoß gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb. Winterkorn wird zudem Untreue vorgehalten, weil er nach dem 25. April 2014 nach Kenntnis von rechtswidrigen Manipulationen an Diesel-Motoren diese nicht umgehend bekanntgegeben habe. Das zuständige Landgericht Braunschweig muss nun über die Zulassung der erhobenen Anklage entscheiden.

    +++ 12.34 Uhr: Kreml bereitet Treffen zwischen Putin und Kim Jong Un vor +++

    Russland bereitet ein Treffen von Kremlchef Wladimir Putin mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un vor. Das bestägte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag in Moskau der Agentur Interfax zufolge. Über eine solche Begegnung sei schon lange gesprochen worden. Wann und wo es zu einer Unterredung kommen soll, sagte Peskow allerdings nicht. Bisher könne er noch nichts Konkretes sagen. 

    Südkoreanische Medien hatten zuvor gemeldet, dass es bereits in der kommenden Woche zu einem Treffen kommen könne. Der Kremlchef werde um den 24. April in den Fernen Osten Russlands reisen. Die Chancen für einen Gipfel in dieser Zeit seien ziemlich gut, hieß es unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen. Putin will am 26. und 27. April an einem internationalen Forum in Peking teilnehmen.

    +++ 12.29 Uhr: Kopenhagen: 23 Festnahmen nach Krawallen +++

    Nach Krawallen während einer Demonstration eines islamfeindlichen Politikers in Kopenhagen hat die Polizei 23 Menschen festgenommen. Sechs von ihnen sollten am Montag einem Haftrichter vorgeführt werden, teilte die Polizei der dänischen Hauptstadt auf Twitter mit.Tweet Polizei Kopenhagen

    Der rechtsextreme Islamkritiker Rasmus Paludan hatte zu der Demonstration im Kopenhagener Stadtteil Nørrebro aufgerufen. Dabei wurde er nach Polizeiangaben von Gegendemonstranten angegriffen. Im Anschluss kam es bis in die Nacht zum Montag hinein zu Unruhen und Auseinandersetzungen mit der Polizei. Etliche Autos und Müllcontainer wurden angezündet.

    +++ 12.19 Uhr: Studie: Deutsche werden immer reicher +++

    Aktien und vor allem Immobilien machen den Unterschied: Nach Daten der Bundesbank sind die Vermögen der privaten Haushalte weiterhin ungleich verteilt — auch wenn sie im Schnitt gestiegen sind. Das geht aus der Bundesbank-Studie «Private Haushalte und ihre Finanzen» (PHF) hervor.

    Demnach gehören den reichsten zehn Prozent der Haushalte 55 Prozent des gesamten Nettovermögens — also des Vermögens abzüglich Schulden. Bei der vorherigen Studie 2014 waren es 60 Prozent. Die untere Hälfte der Haushalte muss sich unverändert mit mageren 3 Prozent begnügen. Der Rest des Nettovermögens ist im Besitz von 40 Prozent der Haushalte.

    +++ 12.13 Uhr: Disneyland Paris verzichtet auf Plastik-Trinkhalme +++

    Das Pariser Disneyland verzichtet auf Plastik-Trinkhalme. Der größte Freizeitpark Europas teilte mit, ab Donnerstag würden nur noch Trinkhalme aus kompostierbarem Papier an die Besucher ausgegeben — und das auch nur auf deren ausdrücklichen Wunsch. Die Maßnahme gehört zu einem Plan, mit dem Disneyland grüner werden soll.

    Ab der kommenden Woche werden demnach Plastiktüten nicht mehr kostenlos an Gäste ausgegeben, sondern für ein bis zwei Euro verkauft. In mehreren der acht Hotels, die zu der Anlage in Marne-la-Vallée südöstlich von Paris gehören, sollen kleine Dusch- oder Shampoo-Fläschchen zudem durch große Flaschen ersetzt werden, die wieder aufgefüllt werden können. In der EU sind Einweg-Plastikprodukte wie Trinkhalme ab 2021 verboten. 

    +++ 12.02 Uhr: Haftbefehl im Internet: Anklage gegen Vollzugsbeamten +++

    In Sachsen ist Anklage gegen einen Justizbeamten erhoben worden, der nach dem gewaltsamen Tod eines Deutschen in Chemnitz einen Haftbefehl per Handy fotografiert und an Dritte weitergegeben haben soll. Die Staatsanwaltschaft Dresden wirft dem suspendierten Staatsdiener «Verletzung des Dienstgeheimnisses in Tateinheit mit verbotenen Mitteilungen über Gerichtsverhandlungen» vor. Der Geständige habe am 28. August 2018 den am Vortag erlassenen Haftbefehl fotografiert, weitergeleitet und damit dessen «unkontrollierte Veröffentlichung» ermöglicht. Bei einer Verurteilung drohen ihm eine Geld- oder Freiheitsstrafe.

    Der Haftbefehl war gegen einen vermutlichen Iraker ausgestellt, dann aber wieder aufgehoben worden. Seit März muss sich ein syrischer Asylbewerber in Dresden wegen der Tötung eines 35-Jährigen vor Gericht verantworten. Er bestreitet die Vorwürfe. Der 23-Jährige soll zusammen mit einem flüchtigen Iraker am  26. August 2018 in Chemnitz einen 35-Jährigen erstochen haben. Die Tat hatte fremdenfeindliche Übergriffe und Demonstrationen rechter Kräfte mit zahlreichen Straftaten ausgelöst.

    +++ 11.56 Uhr: Seltenste Schildkrötenart der Welt kurz vor dem Verschwinden +++

    Die seltenste Schildkrötenart der Welt steht kurz vor dem Aussterben. Das viertletzte Exemplar der Jangtse-Riesenweichschildkröten starb am Samstag in einem Zoo im chinesischen Suzhou, wie die Zeitung «Suzhou Daily» berichtete. Noch am Freitag waren Zoo-Mitarbeiter mit einem letzten Versuch gescheitert, das etwa 90 Jahre alte Weibchen mit Sperma eines ebenfalls in dem Tierpark gehaltenen männlichen Exemplars künstlich zu befruchten. Zuvor waren bereits Versuche gescheitert, auf natürliche Weise für Schildkröten-Nachwuchs in dem Zoo zu sorgen. Das Männchen ist bereits mehr als 100 Jahre alt. Experten gehen davon aus, dass noch zwei weitere Riesenweichschildkröten existieren; diese sollen in freier Wildbahn in Vietnam leben. Um welche Geschlechter es sich handelt, ist unklar.

    Jangtse-Riesenweichschildkröten sind die größten Süßwasser-Schildkröten der Welt. Sie werden bis zu 100 Zentimeter lang und kommen auf ein Gewicht von bis zu 100 Kilo. Ihr natürlicher Lebensraum waren der Jangtse-Fluss und andere Binnengewässer Chinas.

    +++ 11.47 Uhr: Rip Off: Zoll findet 440 Kilo Kokain auf Frachtschiff im Hamburger Hafen +++

    Auf einem Frachtschiff im Hamburger Hafen haben Zollbeamte rund 440 Kilogramm Kokain entdeckt. Die Drogen hätten sich in 17 Reisetaschen in unterschiedlichen mit Reissäcken beladenen Containern befunden, teilte der Zoll mit. Die Kontrolle erfolgte demnach in der vorigen Woche auf einem Frachter, der aus Montevideo in Uruguay kam. Das Schiff war über Hamburg und den Hafen im belgischen Antwerpen auf dem Weg nach Freetown im westafrikanischen Sierra Leone. Derartige Schmuggelmethoden namens Rip Off werden oft für große Drogenmengen durch das organisierte Verbrechen genutzt. Das Rauschgift wird nicht mehr aufwändig getarnt und versteckt, sondern in leicht zu transportierenden Behältnissen in Containern deponiert. Am Zielort können Täter diese dann schnell und unauffällig entnehmen.

    +++ 11.35 Uhr: Mieter darf vom Arzt empfohlene Katze in seiner Wohnung halten +++

    Im Prozess um eine Katze in einer Wohnung hat sich ein Mieter vor dem Amtsgericht Hannover gegen seine Vermieterin durchgesetzt. Der Mann darf das ihm aus medizinischen Gründen empfohlene Haustier behalten, entschied der Richter nach Angaben einer Gerichtssprecherin. Der von der Vermieterin zur Begründung des Haltungsverbots angeführte Passus des Mietvertrags sei zu pauschal und daher ungültig. Der Richter verwies auf entsprechende höchstrichterliche Urteile des Bundesgerichtshofs, der sich bereits mit dem Thema befasst hatte. Im Ergebnis seien die Interessen der Parteien gegeneinander abgewogen worden, wobei die des Mieters die der Vermieterin überwögen.

    Der Mieter hatte sich auf ärztlichen Rat hin eine Katze zugelegt, weil diese «soziale Bedürfnisse» abdecke und als «Mitbewohner» diene. Er hatte aber vorab nicht die Zustimmung der Vermieterin eingeholt, was laut Mietvertrag erforderlich gewesen wäre. Deshalb entwickelte sich ein Rechtsstreit zwischen den beiden.

    +++ 11.12 Uhr: Ermittler graben wieder im jahrzehntealten Fall Monika Frischholz +++

    Die Suche nach der seit gut 42 Jahren vermissten Monika Frischholz in Bayern geht weiter. Einsatzkräfte der Polizei begannen am Morgen mit Grabungen an einem weiteren möglichen Ablageort der Leiche, wie die Ermittler mitteilten. Dieser liegt den Angaben nach an einem Waldrand südlich der kleinen Ortschaft Waldkirch bei Flossenbürg in der Oberpfalz nahe der Grenze zu Tschechien. Nur wenige Meter entfernt hatte die Polizei bereits vergangene Woche gegraben. Die zwölfjährige Schülerin Monika Frischholz aus Flossenbürg hatte den Erkenntnissen nach am 25. Mai 1976 nachmittags ihr Elternhaus verlassen. Wenig später verlor sich ihre Spur. Die Ermittler gehen davon, dass das Mädchen ermordet wurde.Monika Frischholz

    +++ 10.54 Uhr: Berliner Obergerichtsvollzieher soll 250.000 Euro unterschlagen haben +++

    Vor dem Berliner Landgericht muss sich seit heute ein Obergerichtsvollzieher wegen Unterschlagung in fast 2500 Fällen verantworten. Der 65-Jährige soll laut Anklage über mehrere Jahre hinweg rund 250.000 Euro aus Gebühren und anderen Einnahmen aus Gerichtsvollzieheraufträgen nicht an die Staatskasse weitergeleitet haben. Der Mann ist wegen gewerbsmäßiger Untreue in einem besonders schweren Fall und Urkundenunterdrückung angeklagt. Zum Prozessauftakt wurde unter anderem zunächst die Anklage verlesen. Seine Taten soll der Beschuldigte zwischen Anfang 2007 und Anfang 2012 begangen haben. Insgesamt geht es um 2450 einzelne Anklagepunkte.

    +++ 10.47 Uhr: Zahl der Ausländer in Deutschland nimmt zu +++

    Der Anteil der ausländischen Bevölkerung in Deutschland ist weiter gewachsen. Ende vergangenen Jahres lebten rund 10,9 Millionen Ausländer im Land, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden berichtete. Das war per Saldo ein Zuwachs von 2,7 Prozent (292.000). Den 1,303 Millionen Neuankömmlingen standen im Ausländerzentralregister 1,012 Millionen Abwanderer gegenüber. Insgesamt leben 82.979 Millionen Menschen in Deutschland (Stichtag: 30.9.2018).

    Erneut stark zugenommen hat 2018 die Zuwanderung von Menschen mit einer Arbeitserlaubnis aus Staaten außerhalb der EU. Bis zum Jahresende 2018 kamen insgesamt 266.000 Menschen als sogenannte Erwerbsmigranten (Vorjahr: 217.000). Das war im dritten Jahr in Folge ein Zuwachs von mehr als 20 Prozent. Zu den Hauptherkunftsländern zählten Indien (12 Prozent), China (9 Prozent), Bosnien und Herzegowina (8 Prozent) sowie die USA (7 Prozent). Diese Menschen waren im Durchschnitt 35 Jahre alt, die meisten waren Männer (68 Prozent). In mehr als 83 Prozent der Fälle hatten sie eine befristete Aufenthaltserlaubnis. 17 Prozent durften sich unbefristet in Deutschland niederlassen.

    +++ 10.44 Uhr: Zwei Monate Fahrverbot für BVB-Profi Wolf  +++

    Das Fahrverbot für Bundesligaprofi Marius Wolf von Borussia Dortmund wegen Fahrens ohne Führerschein ist auf zwei Monate festgelegt worden. Das teilte das Amtsgericht im unterfränkischen Kitzingen mit. Es bestätigte zudem eine Geldstrafe von 200.000 Euro für den Profi von Borussia Dortmund, der laut Gericht Ende März 2018 auf der Autobahn 3 bei Kitzingen bei einer Kontrolle erwischt worden war. Damals spielte der Profi für Eintracht Frankfurt.

    +++ 10.41 Uhr: AfD-Fraktionsvize von Storch pocht auf deutschen EU-Austritt als Option +++

    AfD-Fraktionsvize Beatrix von Storch hält die Option eines deutschen EU-Austritts im Europawahlkampf ihrer Partei für unverzichtbar. «Wir müssen die Möglichkeit eines ‘Dexit’ in den Raum stellen, damit es zu Reformen kommt», sagte von Storch der «Welt». Der gegenwärtige Zustand und die sich abzeichnenden Entwicklungen in der EU seien «nicht im deutschen Interesse». Die AfD spricht sich in ihrem Europawahlprogramm für einen «Dexit» als «letzte Option» aus: Ein EU-Austritt Deutschlands «oder eine geordnete Auflösung der Europäischen Union» sei notwendig, falls das Staatenbündnis nicht nach AfD-Vorstellungen reformiert werde.

    +++ 10.28 Uhr: 33-Jährige in Berlin fremdenfeindlich beleidigt und angegriffen +++

    Ein Unbekannter hat eine Frau in Berlin fremdenfeindlich beleidigt und körperlich angegriffen. Der Mann soll der 33-Jährigen bereits letzte Woche Dienstag in den Bauch getreten und mehrfach den Hitlergruß gezeigt haben, wie die Polizei jetzt mitteilte. Die Frau brach sich einen Arm, erstattete aber erst am Sonntag Anzeige. Demnach fuhr das Opfer im Stadtteil Pankow mit einer Straßenbahn in Richtung Alexanderplatz. In der Bahn sei sie von dem Mann fremdenfeindlich beleidigt worden, offenbar weil sie ein Kopftuch getragen habe. Der Unbekannte habe ihr zusätzlich auf den Fuß getreten. Als die 33-Jährige am S-Bahnhof Greifswalder Straße ausstieg, sei ihr der Mann gefolgt und habe mehrfach den verbotenen Hitlergruß in ihre Richtung gezeigt. Wenig später habe er sie eingeholt und ihr in den Bauch getreten. Die Frau stürzte dabei und verletzte sich. Sie erlitt einen Armbruch, verstauchte sich einen Finger und klagte über Fuß- sowie Rückenschmerzen. Der Mann entkam unerkannt.

    +++ 10.27 Uhr: Neues EU-Urheberrecht endgültig beschlossen +++

    Die EU-Staaten haben die umstrittene Urheberrechtsreform abschließend angenommen. Auch die deutsche Bundesregierung votierte mit Ja. Sechs Länder stimmten gegen die Richtlinie, drei enthileten sich. Das Gesetzgebungsverfahren ist damit abgeschlossen — nach der Veröffentlichung im Amtsblatt der EU haben die Mitgliedstaaten zwei Jahre Zeit, um die Bestimmungen umzusetzen.

    Nachdem es vor allem in Deutschland heftigen Protest gegen Teile der Reform gab, betonte die Bundesregierung zuletzt, Upload-Filter sollten bei der Umsetzung weitgehend vermieden werden. Gemeint sind Programme, die geschützte Inhalte schon beim Hochladen ins Internet erkennen und aussortieren. Bis zum Sonntagabend arbeiteten mehrere Ministerien an einer Zusatzerklärung für die Abstimmung, in der dieses Ziel festgehalten wird.

    Was steckt hinter «Upload-Filter» und Artikel 13?_11.10Uhr

    +++ 10.03 Uhr: Ermittlungen wegen Schüssen auf Auto von Fußballer Naki eingestellt +++

    Die Staatsanwaltschaft Aachen hat die Ermittlungen nach Schüssen auf das Auto des ehemaligen Fußballbundesligaprofis Deniz Naki eingestellt. Es hätten sich kein Täter und kein Motiv ermitteln lassen, sagte eine Sprecherin der Behörde dem «Spiegel Online». Neben politischen Gründen für den Angriff kämen auch andere Motive in Betracht. Es gebe jedoch keine Hinweise auf eine politisch motivierte Tat.

    Naki über Özil 1920Auf den Wagen Nakis war im Januar 2018 auf der Autobahn 4 nahe seiner Geburtsstadt Düren zweimal geschossen worden. Der kurdischstämmige 29-Jährige blieb unverletzt. Er sprach anschließend von einem Mordanschlag aus offenbar politischen Motiven. Naki gilt als Kritiker des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Der frühere St.-Pauli-Spieler wurde im April 2017 in der Türkei wegen angeblicher «Terrorpropaganda» zu 18 Monaten und 22 Tagen Haft auf Bewährung verurteilt.

    +++ 9.52 Uhr: Keine Hinweise auf Terroranschlag bei Gullydeckel-Attacke auf Bahn +++

    Im Fall der Gullydeckel-Attacke auf einen Regionalzug in Nordrhein-Westfalen haben die Ermittler keine Hinweise auf einen Terroranschlag. «Für einen Terroranschlag gibt es nach aktuellem Stand der Ermittlungen keine Hinweise», sagte ein Sprecher der Polizei. Da von einer Brücke mehrere Gullydeckel an einer Strickkonstruktion über der Bahnstrecke zwischen Erndtebrück nach Bad Berleburg hingen, sei es aber planmäßiges Handeln gewesen. Deshalb sei eine Mordkommission eingerichtet worden. «Wir schließen momentan nichts aus», erklärte der Polizeisprecher.

    Unbekannte hatten in der Nacht zum Samstag mehrere Gullydeckel von einer Brücke herab an Seilen über den Schienen aufgehängt, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Die Deckel durchschlugen die Frontscheibe eines Zuges der Hessischen Landesbahn. Der 49-jährige Lokführer wurde leicht verletzt. Wegen einer geplanten Leerfahrt waren keine Fahrgäste an Bord der Bahn.

    +++ 9.46 Uhr: US-Armee betont friedlichen Charakter von Militärübung im Persischen Golf +++

    Die US-Armee hat den friedlichen Charakter einer im Persischen Golf laufenden Marine-Militärübung betont. Mit der gemeinsam mit Frankreich und Großbritannien organisierten Übung vor der Küste Bahrains wollten die drei Länder ihre Entschlossenheit verdeutlichen, die Schifffahrts- und Handelsfreiheit in dem Gebiet zu gewährleisten, sagte US-Navy-Sprecherin Chloe Morgan.     Die Manöver «Artemis Trident 19» seien «ausschließlich defensiver» Natur. Dennoch seien die beteiligten Parteien vorbereitet, «auf jegliche Bedrohung zu reagieren». An der noch bis zum 19. April laufenden Übung sind ein Dutzend Schiffe, Hubschrauber und Taucher beteiligt.

    +++ 9.20 Uhr: Bergung von Brennstäben in Fukushima hat begonnen +++

    Gut acht Jahre nach der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima hat der Betreiber Tepco erstmals mit der Bergung von Brennstäben aus einem der zerstörten Unglücksreaktoren begonnen. Wie Tepco bekanntgab, sollen zunächst sieben unbenutzte Brennstäbe aus dem Abklingbecken des Reaktors 3 herausgeholt werden. Dort lagern insgesamt 566 abgebrannte sowie unbenutzte Brennstäbe. Insgesamt sind es in den drei Unglücksreaktoren 1573 Brennstäbe. Die Brennstäbe sollen in ein anderes, sichereres Becken auf dem Gelände der Atomruine umgelagert werden. Tepco rechnet damit, dass die Bergung noch bis Ende März 2021 dauern wird.

    Die Reaktoren 1 bis 3 waren am 11. März 2011 in Folge eines Erdbebens und Tsunamis zerstört worden, es kam zu Kernschmelzen. Wegen der radioaktiven Strahlung mussten damals rund 160.000 Anwohner fliehen. Noch immer können rund 30.000 nicht zurück.Onepager Fukushima

    Lügde — CDU-Innenminister beklagt Polizei-Zustand 13.03+++ 8.59 Uhr: +++ Sonderermitteler im Fall Lügde hält Beweise für «erdrückend» +++

    Im Missbrauchsfall von Lügde hält der Sonderermittler der Polizei die Verdächtigen für überführt. «Ich bin aus kriminalfachlicher Sicht überzeugt, dass die vorliegenden Beweise erdrückend sind», sagte Kriminaldirektor Ingo Wünsch der «Neuen Westfälischen». Der Verbleib der aus Polizeibeständen verschwundenen rund 150 Datenträger des Hauptbeschuldigten sei aber auch weiterhin ungeklärt. In dem Fall stehen Polizei und weitere Behörden seit Wochen in der Kritik. Unter anderem kam der Polizei in Detmold ein Koffer und eine Mappe mit Beweismitteln abhanden. Auf dem Campingplatz von Lügde sollen in den vergangenen Jahren 40 Kinder sexuell missbraucht worden sein, die meisten waren zur Tatzeit zwischen drei und 14 Jahre alt.

    +++ 8.47 Uhr: Neue Grundsteuer wird Verwaltung angeblich Millionen kosten +++

    Die Reform der Grundsteuer wird einem «Bild»-Bericht zufolge zu Millionenbelastungen in der Verwaltung führen. Wie die Zeitung unter Berufung auf den entsprechenden Gesetzentwurf aus dem Finanzministerium berichtet, würden tausende Finanzbeamte benötigt, um die Millionen zusätzlichen Steuererklärungen zu bearbeiten. Allein im Jahr 2023 werden demnach 3547 Arbeitskräfte benötigt. Die Personalkosten in den Finanzämtern betragen demnach 538 Millionen Euro. Für Hauseigentümer sei deutschlandweit mit rund 500.000 Euro Sachkosten zu rechnen, zitierte die Zeitung weiter aus dem Entwurf. Die Grundsteuer muss nach einem Gerichtsurteil bis Ende des Jahres neu geregelt werden, weil die dafür benötigten Einheitswerte vollkommen veraltet sind. Bis spätestens 2024 muss die Reform umgesetzt sein.

    +++ 8.14 Uhr: Verdi ruft zu Streiks bei Amazon rund um das Ostergeschäft auf +++

    Die Gewerkschaft Verdi hat rund um das Ostergeschäft Streiks beim Onlinehändler Amazon angekündigt. An den Standorten Rheinberg und Werne in Nordrhein-Westfalen legten die Beschäftigten bereits in der Nacht die Arbeit nieder, die Streiks sollen bis Donnerstag andauern, wie Verdi mitteilte. Bestreikt wird damit das Geschäft vor den Osterfeiertagen, und auch an anderen Standorten könne es während der Osterzeit «jederzeit zu Arbeitsniederlegungen kommen», kündigte die Gewerkschaft an. Seit Jahren fordert Verdi eine Bezahlung der Amazon-Beschäftigten nach Einzelhandelstarif. Amazon lehnt dies bislang ab und betont immer wieder, in seinen Logistikzentren werde am oberen Ende dessen gezahlt, was für vergleichbare Tätigkeiten üblich sei.

    +++ 7.59 Uhr: «Game of Thrones»-Fans starten am frühen Morgen in finale Staffel +++

    Die preisgekrönte Fantasy-Saga «Game of Thrones» ist in ihre achte und finale Staffel gestartet. Die rund 55-minütige Auftaktfolge startete in den USA am Sonntagabend in die finale Staffel. In Deutschland sind die Folgen seit heute früh auf dem Pay-TV-Sender Sky zu sehen. In den verbleibenden fünf Episoden soll es nach Angaben der Macher zur bisher größten TV-Schlacht der Geschichte kommen. Am 20. Mai endet die Saga mit einem rund 80-minütigen Finale.«Game of Thrones»-Fans starten um 3 Uhr nachts in finale Staffel

    +++ 7.40 Uhr: Trump gratuliert Golfstar Woods zu fünftem Masters-Triumph +++

    US-Präsident Donald Trump hat Golf-Star Tiger Woods zu dessen fünftem Triumph beim Masters beglückwünscht. «Ein wirklich großer Champion», schrieb Trump nach dem Sieg des Amerikaners beim Traditionsturnier in Augusta. «Was für ein fantastisches Comeback für einen großartigen Kerl», schrieb Trump mit Blick auf die vielen sportlichen, gesundheitlichen und privaten Rückschläge des 43-Jährigen. «Ich liebe Leute, die unter großem Druck stehen.»Tiger Woods Masters 2045

    +++ 6.50 Uhr: American Airlines streicht wegen Flugverbots für Boeing 737 MAX 115 Flüge pro Tag +++

    Wegen des andauernden Flugverbots für die Boeing 737 MAX streicht die US-Fluggesellschaft American Airlines in den kommenden Monaten 115 Flüge pro Tag. Airline-Chef Doug Parker erklärte, dies entspreche rund 1,5 Prozent der im Sommer täglich angebotenen Flüge. American Airlines plant demnach vorerst bis zum 19. August keine Boeing 737 MAX ein. Zugleich sprach Parker der nach zwei Luftfahrtkatastrophen in die Kritik geratenen Maschine sein Vertrauen aus. Er gehe davon aus, dass die Boeing 737 MAX vor dem 19. August wieder fliegen dürfe. American Airlines verfügt über 24 Maschinen dieses Typs.05-Angehörige verklagen Boeing-6022803618001, 23.30

    +++ 6.07 Uhr: SPD kritisiert Merkel wegen Treffens nur mit Poroschenko +++

    Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Nils Schmid, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wegen ihres Treffens mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko kritisiert. «Es ist ein politischer Fehler und befremdlich, dass Frau Merkel Poroschenko anderthalb Wochen vor der Wahl (in der Ukraine) getroffen hat», sagte Schmid dem «Spiegel». «So ist der Eindruck einseitiger Parteinahme entstanden.» Merkel hätte besser — wie Frankreichs Präsident Emmanuel Macron — das Gespräch auch mit dem Herausforderer Wolodymyr Selenskyj suchen sollen.

    Im Osten der Ukraine bekämpfen sich seit fünf Jahren Regierungstruppen und von Russland unterstützte Separatisten. Merkel hatte Poroschenko am Freitag empfangen und dies damit begründet, mit ihm dringende Themen besprechen zu müssen. Dass sie damit Wahlkampfhilfe für ihn betreibe, ließ sie nicht gelten.Die Stichwahl zwischen Poroschenko und Selenskyj findet am 21. April (Ostersonntag) statt.12-Merkel empfängt ukrainischen Präsidenten Poroschenko-6025594641001

    +++ 5.51 Uhr: Ecuador verteidigt erneut Entzug des Asyls für Assange +++

    Ecuadors Präsident Lenín Moreno hat den Entzug des Asyls für Wikileaks-Gründer Julian Assange erneut verteidigt. Moreno sagte der Zeitung «The Guardian», Assange habe versucht, in der ecuadorianischen Botschaft in London ein «Zentrum für Spionage» einzurichten. Die Vorgängerregierung in Quito habe zugelassen, dass von der Botschaft aus in die «Prozesses anderer Staaten» eingegriffen werde. Assange habe zudem Botschaftsmitarbeiter schlecht behandelt und rechtliche Schritte angedroht, sagte Moreno. Der Entzug des Asyl sei nicht willkürlich erfolgt, sondern fuße auf internationalem Recht. Assange war am Donnerstag nach sieben Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London festgenommen worden.Assange Pressestimmen_10.00

    +++ 4.49 Uhr: Neuseeländische Spezialkräfte suchen in Syrien verschleppte Krankenschwester +++

    Neuseeländische Spezialeinheiten suchen in Syrien nach einer vor mehr als fünf Jahren verschleppten neuseeländischen Krankenschwester. Vize-Premier Winston Peters sagte, Louisa Akavi befinde sich vermutlich noch immer in der Gewalt der Terrorgruppe Islamischer Staat. Im Zuge der Bemühungen, sie zu finden, sei ein Team mit Elitesoldaten in den Irak entsandt worden. Mitglieder des Teams seien wiederholt nach Syrien gereist, um Akavi ausfindig zu machen.

    Akavi war im Oktober 2013 zusammen mit sechs weiteren Menschen verschleppt worden, als sie in einem Hilfskonvoi des Roten Kreuzes in der nordwestsyrischen Provinz Idlib unterwegs war. Vier der Entführten wurden am folgenden Tag freigelassen, nicht aber die 62-jährige und zwei syrischer Fahrer. Die Entführung wurde bislang geheim gehalten, damit der Fall keine internationale Aufmerksamkeit erhält, die Akavi hätte schaden können. Gestern bat das Rote Kreuz dann aber um Hinweise über den Verbleib der Entführten. Demnach gibt es Hinweise darauf, dass Akavi Ende 2018 am Leben war.

    +++ 3.54 Uhr: Pistolenschuss aus der Windeltasche — Vater und Tochter verletzt +++

    Durch einen unbeabsichtigt ausgelösten Schuss aus einer Pistole in einer Windeltasche sind ein Vater und seine Tochter im US-Staat Alabama verletzt worden. Der Mann wollte auf einem Parkplatz in der Nähe von Birmingham seiner Tochter auf dem Rücksitz seines Wagens die Windel wechseln und griff in die Windeltasche, als sich der Schuss aus der darin versteckten Waffe löste, berichtete der Sender CNN. Nach den Polizeiermittlungen durchschlug die Kugel zunächst das Bein des Mannes, dann verletzte sie das Bein des Kleinkindes, ehe sie in den Brustkorb des Vaters eindrang. Der Gesundheitszustand des Mädchens wurde als stabil bezeichnet, die Verletzungen des Vaters wurden als «möglicherweise lebensbedrohlich» bezeichnet.

    +++ 2.34 Uhr: Demokraten kritisieren Trump für Video zu muslimischer Abgeordneter +++

    Die US-Demokraten haben Präsident Donald Trump vorgeworfen, die muslimische Abgeordnete Ilhan Omar durch die Verbreitung eines Videos zu gefährden. Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, rief Trump auf, das «respektlose und gefährliche Video» über Äußerungen Omars zu den Anschlägen vom 11. September 2001 zu löschen. «Seine hasserfüllte und hetzerische Rhetorik führt zu einer wahren Gefahr», erklärte Pelosi über den Präsidenten. Sie habe die Kongresspolizei angeordnet, eine Sicherheitsüberprüfung vorzunehmen, um Omar, ihre Familie und ihre Mitarbeiter zu schützen.

    Trump hatte vergangenen Freitag via Twitter ein Video verbreitet. Darin wird — begleitet von bedrohlicher Musik — ein Ausschnitt einer Rede Omars mit Bildern von den Terroranschlägen vom 11. September gegengeschnitten. Die demokratische Abgeordnete hatte im März mit Blick auf die Anschläge gesagt: «Einige Leute haben etwas getan». Kritiker legten ihr das als Verharmlosung der Anschläge mit rund 3000 Toten aus.

    +++ 0.43 Bergman-Schauspielerin Bibi Andersson im Alter von 83 Jahren gestorben +++

    Die durch ihre Rollen in Ingmar-Bergman-Filmen bekannt gewordene schwedische Schauspielerin Bibi Andersson ist tot. Andersson starb gestern im Alter von 83 Jahren, wie ihre Tochter der Nachrichtenagentur AFP sagte. Die Darstellerin hatte in Bergman-Klassikern wie «Wilde Erdbeeren», «Das siebente Siegel» (beide 1957) und «Persona» (1966) mitgespielt. Schon als 15-Jährige hatte Andersson begonnen, mit Bergman zusammenzuarbeiten — als Darstellerin in Seifenwerbung. Im Laufe ihrer Karriere wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. 1963 gewann sie für ihre Rolle in «Schlafwagen-Abteil» des schwedischen Regisseurs Vilgot Sjöman den silbernen Bären der Berlinale. Sie drehte bis ins Jahr 2009 Filme. Nach einem Schlaganfall war sie dann aber teilweise gelähmt.

    +++ 0.17 Uhr: Iranerin wegen Kopftuch-Protests zu einem Jahr Haft verurteilt +++

    Eine Iranerin ist in ihrer Heimat zu einem Jahr Haft verurteilt worden, weil sie gegen die Kopftuchpflicht protestiert hatte. Vida Movahedi sei unter anderem der «Anstiftung zu Ausschweifungen» schuldig gesprochen worden, sagte ihr Anwalt Payam Derafshan der Nachrichtenagentur AFP. Das Urteil fiel demnach bereits im März. Die Frau war im Oktober festgenommen worden, als sie auf dem Revolutionsplatz in der Hauptstadt Teheran ihren Hidschab ausgezogen hatte. Bereits im Dezember 2017 hatte Movahedi in der Öffentlichkeit ihren Hidschab ausgezogen — eine Geste des Protestes, die später von Frauen in mehreren Städten nachgeahmt wurde.Burka

    Die nach der Islamischen Revolution 1979 im Iran eingeführte Kleiderordnung verbietet es Frauen, ohne Kopftuch in die Öffentlichkeit zu gehen. Das Kopftuchgebot gilt vielen als Symbol der Unterdrückung der Frau im Iran. Konservative sehen das Kopftuch dagegen als zentralen Ausdruck der islamischen Gesellschaftsordnung.

    +++ 0.16 Uhr: Sozialdemokraten nach Auszählung aller Stimmen in Finnland vorn +++

    In Finnland haben die Sozialdemokraten um ihren Vorsitzenden Antti Rinne die Parlamentswahl llaut vorläufigen Zahlen mit knappem Vorsprung gewonnen. Die Partei kommt nach Auszählung von 100 Prozent der Stimmen auf 40 der 200 Sitze im finnischen Parlament. Die vorläufigen Berechnungen seien abgeschlossen, teilte das finnische Justizministerium mit. Das offizielle Endergebnis sollte bis Mittwoch veröffentlicht werden. Rinne erklärte, seine Partei sei erstmals seit 1999 wieder die stärkste Kraft in Finnland geworden. Bis Ende Mai wolle er eine Regierung bilden.

    Auf Platz zwei und drei landeten die rechtspopulistische Partei Die Finnen und die konservative Nationale Sammlungspartei mit 39 und 38 Mandaten. Der bisherige Ministerpräsident Juha Sipilä und seine liberale Zentrumspartei kamen mit kräftigen Verlusten und 31 Sitzen nur auf Rang vier.

     
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