News des Tages: Schäferhunde greifen Familie an: ein Mann und zwei Kinder schwer verletzt

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Neuwahlen in Spanien angekündigt (10.28 Uhr)
  • Schäferhunde greifen Familie an: ein Mann und zwei Kinder schwer verletzt (10.22 Uhr)
  • Warnstreik trifft große Teile des Berliner Nahverkehrs (3.14 und 6.04 Uhr)
  • Regierungsberaterin fordert Smartphone-Verbot für Kinder unter 14 (5.04 Uhr)
  • Arzt: Trump hat etwas zugenommen, ist aber bei “sehr guter Gesundheit” (1.08 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 10.28 Uhr: Neuwahlen in Spanien angekündigt +++

In Spanien findet am 28. April eine vorgezogene Parlamentswahl statt. Der sozialistische Ministerpräsident Pedro Sánchez gab seine Entscheidung in Madrid bekannt. Die Ablehnung des Haushaltsplans der Minderheitsregierung durch das Parlament hatte am Mittwoch eine Krise ausgelöst.

+++ 10.25 Uhr: Gemeinde Mühlrose in Sachsen wird trotz Kohleausstiegs umgesiedelt +++

Trotz des Kompromisses zum Kohleausstieg hält der Energie- und Bergbaukonzern LEAG an der Umsiedlung des kleinen sächsischen Orts Mühlrose zur Erweiterung eines Tagebaus fest. Die Entscheidung sei den Bewohnern am Dienstagabend auf einer Bürgerversammlung verkündet worden, erklärten das Unternehmen und die sächsische Regierung in Cottbus und Dresden. Mühlrose hat etwa 200 Einwohner.

Kommentar RWE Demo Hambacher Forst_12.50Mühlrose gehört zur Gemeinde Trebendorf, die nach eigenen Angaben bereits 2008 mit dem LEAG-Vorgängerunternehmen Vattenfall nach langen Verhandlungen einen Vertrag über eine sozialverträgliche Umsiedlung sowie Entschädigungen und Investitionen in die kommunale Entwicklung geschlossen hatte. Dieser war laut LEAG bis Mitte vergangenen Jahres in allen Details ausgehandelt worden. Die entsprechenden Planungen zur Erweiterung des Braunkohletagebaus datieren bereits aus dem Jahr 1994.

+++ 10.22 Uhr: Schäferhunde verletzten Vater mit zwei Kindern in Franken schwer +++

Im oberfränkischen Münchberg haben drei Schäferhunde einen Vater und dessen zwei Kinder angegriffen und schwer verletzt. Der Mann und die drei und fünf Jahre alten Kinder kamen nach der Attacke am Donnerstagnachmittag zur Behandlung ihrer Bisswunden ins Krankenhaus, wie das Polizeipräsidium Oberfranken in Hof mitteilte. Gegen den Hundehalter seien Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet worden.

Der Hundehalter und die Familie wohnen der Polizei zufolge beide auf dem betroffenen Anwesen. Die Familie habe sich im Garten befunden, als der 53 Jahre alte Hundehalter mit seinen Schäferhunden das Gebäude habe verlassen wollen. Die nicht angeleinten Tiere seien ihrem Besitzer entwischt, durch eine nicht geschlossene Tür in den Garten gerannt und hätten dort unvermittelt die Familie angegriffen und zu beißen begonnen.

Kampfhund-Expertin_17.00

+++ 9.40 Uhr: Bundesrat stimmt nicht über sichere Herkunftsländer ab +++

Der Bundesrat hat eine geplante Abstimmung über die Einstufung weiterer Staaten als sogenannte sichere Herkunftsländer verschoben. Das teilte der Vizepräsident des Bundesrates, Dietmar Woidke (SPD) aus Brandenburg, zu Beginn der Sitzung mit. Einen entsprechenden Antrag hatte die Landesregierung von Thüringen gestellt.

Die Bundesregierung will Tunesien, Algerien, Marokko und Georgien zu sicheren Herkunftsstaaten erklären. Der Bundestag hat dem bereits zugestimmt. Im vergangenen Jahr hatten 7885 Menschen aus diesen vier Staaten einen Asylantrag gestellt.

Vor der Sitzung hatte sich abgezeichnet, dass der Gesetzentwurf der Bundesregierung in der Länderkammer keine Mehrheit finden würde, weil von den Ländern mit Regierungsbeteiligung von Grünen und Linkspartei nur Baden-Württemberg zustimmen wollte.

+++ 9.12 Uhr: Menschenrechtler: Ungarn lässt Asylsuchende wieder hungern +++

Das EU-Land Ungarn lässt nach Darstellung von Menschenrechtlern Asylsuchende in sogenannten Transitzonen an der Grenze zu Serbien hungern. Ein irakisches Ehepaar habe erst nach einer Eilverfügung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) nach fünftägigem Nahrungsentzug am Donnerstag wieder etwas zum Essen erhalten, bestätigte ein Sprecher des ungarischen Helsinki-Komitees dem Nachrichtenportal “index.hu”.

Die drei Kinder des Paars wurden in dieser Zeit normal versorgt. Die Eltern ernährten sich während der fünf Tage von den Resten, die die Kinder übrig ließen, wie der Sprecher sagte. Das Helsinki-Komitee sehe in dieser Behandlung den Tatbestand der Folter erfüllt, fügte er hinzu.

Ungarns Behörden hatten bereits im August des Vorjahres für Empörung gesorgt, als sie auf ähnliche Weise acht Asylbewerber aus Afghanistan und Syrien in der Transitzone hungern ließen.

+++ 8.55 Uhr: Weniger Auto-Neuzulassungen in der EU +++

Der europäische Automarkt hat auch im neuen Jahr nachgegeben. Im Januar sei die Nachfrage für Passagierfahrzeuge den fünften Monat in Folge gesunken, teilte der Branchenverband Acea mit. Die Zahl der Zulassungen fiel den Angaben zufolge um 4,6 Prozent auf knapp 1,2 Millionen Fahrzeuge, verglichen mit den Zeitraum ein Jahr zuvor.

+++ 8.27 Uhr: Weniger Rüstungsexporte in die Türkei +++

Die Rüstungsexporte in die Türkei sind im vergangenen Jahr erneut drastisch gesunken. Nach einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, genehmigte die Bundesregierung 2018 nur 58 Lieferungen an den Nato-Partner für 12,9 Millionen Euro. Im Vorjahr war das Exportvolumen mit 34,2 Millionen noch fast dreimal so groß. 2016 hatte es sogar 83,9 Millionen Euro betragen.

Tillack 12.03

+++ 6.04 Uhr: Großer Warnstreik trifft Berliner Nahverkehr +++

Bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) hat am Morgen ein Warnstreik begonnen. Busse und Straßenbahnen blieben in den Depots, U-Bahnhöfe verschlossen. In der Hauptstadt sind Hunderttausende Fahrgäste betroffen. “Der Ausstand läuft planmäßig an”, sagte ein Verdi-Sprecher am Morgen. Die Gewerkschaft hatte die 14.000 Beschäftigten der BVG und ihrer Tochter Berlin Transport aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Auch die meisten Busse fallen aus. Um 12.00 Uhr soll der Warnstreik enden. Das Unternehmen erwartet aber, dass der Verkehr dann einige Stunden unregelmäßig ist.

Die Regionalzüge und die S-Bahn fahren dagegen nach Plan. Zusätzliche Züge gibt es auf den Linien S1 und S5. In Betrieb bleiben auch einige Buslinien am Stadtrand und die Fähren der BVG.

BVG U-Bahn voller Laub 18.00

+++ 5.04 Uhr: Regierungsberaterin fordert Smartphone-Verbot für Kinder unter 14 +++

Nacktbilder von Gleichaltrigen zu verbreiten, kommt selbst bei Grundschülern nach Einschätzung von Experten schon vor. “Täter und Opfer werden immer jünger”, sagte Julia von Weiler, Internetexpertin im Fachbeirat des Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (u.a. “Neue Ruhr Zeitung”). Dabei gehe es bereits um Neun- bis Elfjährige, die pornografische Bilder anschauten oder Selbstbefriedigungsvideos von Gleichaltrigen verbreiteten, so die Geschäftsführerin des Vereins Innocence in Danger. Von Weiler fordert daher ein Smartphone-Verbot für Kinder unter 14 Jahren.

“So, wie wir Kinder vor Alkohol oder anderen Drogen schützen, sollten wir sie auch vor den Risiken einer zu frühen Smartphone-Nutzung schützen”, sagte sie. Von Weilers Verbotsvorschlag kommentierte der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, so: “Eine gesetzliche Altersbeschränkung für Smartphones wäre möglicherweise eine schnelle und vermeintlich einfache Lösung.” Sie löse aber nicht das Grundproblem des fehlenden Schutzes im Netz, sagte Rörig den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

+++ 5.02 Uhr: Haitis Präsident Moïse bricht nach Woche gewaltsamer Proteste sein Schweigen +++

Nach einer Woche gewaltsamer Proteste und Rücktrittsforderungen hat Haitis umstrittener Präsident Jovenel Moïse sein Schweigen gesprochen. In einer Fernsehansprache warnte Moïse, er werde das Land nicht “bewaffneten Gangs und Drogenhändlern” überlassen. Einen Rücktritt lehnte der Staatschef entschieden ab: Frühere Übergangsregierungen hätten dem Karibikstaat “Katastrophen und Unordnung” gebracht. Er rief die Opposition zum Dialog auf und kündigte ein “Maßnahmenpaket” für die Bevölkerung an.

Nahezu zeitgleich riefen die USA alle nicht dringend in dem verarmten Karibikstaat benötigten Diplomaten zurück. Das US-Außenministerium sprach von “gewaltsamen und unvorhersehbaren Demonstrationen” in der Hauptstadt Port-au-Prince und in anderen Landesteilen. US-Bürger wurden davor gewarnt, nach Haiti zu reisen. In dem Land sind bei gewaltsamen Protesten in den vergangenen Tagen sieben Menschen getötet worden.

+++ 3.14 Uhr: Warnstreik trifft große Teile des Berliner Nahverkehrs +++

Bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) hat am Morgen ein Warnstreik begonnen. Busse und Straßenbahnen blieben in den Depots, U-Bahnhöfe verschlossen. Hunderttausende Fahrgäste sind betroffen. “Der Ausstand läuft in diesen Minuten an. Noch sind einige Nachtbusse unterwegs. Aber gegen 3.30 Uhr werden wohl alle Fahrzeuge in den Depots sein”, sagte ein Verdi-Sprecher am frühen Morgen.

Die Gewerkschaft hatte die 14.000 Beschäftigten der BVG und ihrer Tochter Berlin Transport aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Auch die meisten Busse fallen aus. Um 12.00 Uhr soll der Warnstreik enden. Das Unternehmen erwartet aber, dass der Verkehr dann einige Stunden unregelmäßig ist.

Nachrichten News Ticker BVG

+++ 3.07 Uhr: Auch US-Repräsentantenhaus stimmt Haushaltskompromiss zu +++

Trump Notstand Mauer 23.40Nach dem US-Senat hat auch das Repräsentantenhaus dem Haushaltskompromiss zugestimmt. Die Abgeordneten votierten für den von Republikanern und Demokraten ausgehandelten Gesetzentwurf zum Staatshaushalt, mit dem ein neuer “shutdown” verhindert werden soll. Er muss nun noch von US-Präsident Donald Trump unterzeichnet werden.

+++ 2.08 Uhr: Bill Barr ist neuer US-Justizminister +++

Der 68-jährige Anwalt Bill Barr ist neuer US-Justizminister. Der wegen Äußerungen über die Ermittlungen zur Russland-Affäre hochumstrittene Kabinettskandidat erhielt die erforderliche Zustimmung des Senats in Washington. Er legte anschließend im Beisein von US-Präsident Donald Trump im Oval Office des Weißen Hauses seinen Amtseid ab.

Der neue Minister wird von den Demokraten mit Argwohn betrachtet, da er sich in einem Memo für das Justizministerium dezidiert kritisch über Teile der Arbeit des Sonderermittlers Robert Mueller geäußert hatte. Nun übernimmt er die Aufsicht über Mueller.

+++ 1.08 Uhr: Arzt: Trump hat etwas zugenommen, ist aber bei “sehr guter Gesundheit” +++

US-Präsident Donald Trump hat in einem Jahr etwas zugenommen, ist aber nach wie vor bei “sehr guter Gesundheit”. Zu diesem Schluss kommt sein Arzt Sean Conley in seinem veröffentlichten Gesundheitsattest. Der 1,90 Meter große Staatschef wiegt demnach 110 Kilogramm und damit zwei Kilogramm mehr als noch vor einem Jahr. Mit seinem Gewicht kommt der US-Präsident auf einen Body-Mass-Index von etwas über 30 und ist damit übergewichtig.

Trumps Intelligenztest_12.20Der Ruhepuls des 72-Jährigen beträgt 70 Schläge pro Minute – vor einem Jahr waren es noch 68. Wegen hoher Cholesterinwerte erhöhte Conley, der Trump vergangene Woche einer medizinischen Untersuchung unterzogen hatte, die Dosis des Cholesterinsenkers Rosuvastatin von täglich zehn Milligramm auf 40 Milligramm.

+++ 0.36 Uhr: Auto stürzt in Rheinland-Pfalz von Brücke – Fahrer stirbt +++

Ein Autofahrer ist in Rheinland-Pfalz mit seinem Wagen von einer Brücke gestürzt und tödlich verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, war der Mann am Abend auf dem Weg von Oggersheim nach Frankenthal, als sein Fahrzeug von der Straße abkam. Das Auto überfuhr mehrere Schilder, raste über eine Grünfläche, durchbrach ein Brückengeländer und stürzte mehrere Meter tief auf eine Straße. Der 30-jährige Mann am Steuer starb an der Unfallstelle.

+++ 0.05 Uhr: Fast jedes fünfte Kind wächst in Kriegen oder Konflikten auf +++

Mehr als 100.000 Babys sterben jedes Jahr durch Kriege und Konflikte in den zehn am schlimmsten betroffenen Ländern. Das geht aus einem Bericht hervor, den die Kinderrechtsorganisation Save the Children anlässlich der Münchner Sicherheitskonferenz veröffentlicht hat.

Fast jedes fünfte Kind wächst demnach in einem Konfliktgebiet auf. “Das ist mehr als je zuvor in den vergangenen 20 Jahren”, sagte die Leiterin von Save the Children International, Helle Thorning-Schmidt. 2017 waren das 420 Millionen Mädchen und Jungen, Anfang der 1990er Jahre noch etwa halb so viele. Zu den zehn gefährlichsten Ländern für Kinder zählt die Organisation Afghanistan, Jemen, Südsudan, die Zentralafrikanische Republik, die Demokratische Republik Kongo, Syrien, Irak, Nigeria, Somalia und auch Mali.

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+++ 0.00 Uhr: Missbrauchsfall Lügde: Kreis der Verdächtigen wird größer +++

Nach dem massenhaften sexuellen Missbrauch an Kindern auf einem Campingplatz in Lügde hat sich der Kreis der Verdächtigen auf sechs erweitert. Drei Männer sitzen bereits als Hauptverdächtige in Untersuchungshaft. Gegen einen weiteren Beschuldigten sei ein Verfahren wegen Verdachts der Strafvereitelung eingeleitet worden, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Donnerstag im Innenausschuss des Landtags. Nach Informationen der Nachrichtenagentur DPA steht die Person in dringendem Tatverdacht, Daten manipuliert zu haben.

Darüber hinaus liege derzeit gegen zwei weitere Personen ein Tatverdacht vor, sagte Reul. In diesen beiden Fällen geht es nach DPA-Informationen um Beihilfe, nicht um Mittäterschaft. Das Verfahren wegen Strafvereitelung richte sich zudem nicht gegen einen Amtsträger.

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Review: Beginners (Film)

Eigentlich ganz passend, was mir da in Sachen Film zum Valentinstag ins Visier geraten ist, denn heute hole ich endlich einen seit Jahren von mir nicht beachteten Film nach, in dem es in nicht unerheblichem Maße eben auch um die Liebe geht.

Beginners

Beginners, USA 2010, 105 Min.

Beginners | © Universal Pictures
© Universal Pictures

Regisseur:
Mike Mills
Autor:
Mike Mills

Main-Cast:
Ewan McGregor (Oliver)
Christopher Plummer (Hal)
Mélanie Laurent (Anna)
in weiteren Rollen:
Goran Visnjic (Andy)
Kai Lennox (Elliot)
Mary Page Keller (Georgia)
Keegan Boos (Young Oliver)

Genre:
Komödie | Drama | Romantik

Trailer:

 

Inhalt:

Szenenbild aus Beginners | © Universal Pictures
© Universal Pictures

Oliver hat schwer damit zu kämpfen, dass jüngst sein Vater verstorben ist, nachdem er einige Zeit zuvor mit Anfang 70 sein verspätetes Coming-Out hatte und Oliver das erste Mal das Gefühl bekam, seinen Vater wirklich zu kennen. Während der Grafikdesigner noch Trübsal bläst, lernt er allerdings die aufgeweckte wie charmante Schauspielerin Anna kennen und durch sie, das Leben wieder zu genießen. Doch ähnlich wie Oliver hat auch Anna ihr Päckchen zu tragen und alsbald stellen sich erste Probleme in der noch jungen Beziehung ein. Ausgerechnet aber Hal – Olivers Vater – kommt posthum die Rolle zu, seinem Sohn als Vorbild zu dienen und ihm beizubringen, niemals die Hoffnung und den Optimismus zu verlieren, so dass er doch eher beziehungsscheue Oliver wagt, dem Glück noch eine Chance zu geben…

Rezension:

Nachdem die Blu-ray von Beginners nun nicht ganz sieben Jahre (!) in der Schublade ihrer Sichtung geharrt hat, ärgere ich mich schon wieder ein wenig, warum ich diesen großartig-gefühlvollen, ganz und gar kitschbefreiten, merklich autobiografisch angehauchten Film nicht viel früher “entdeckt”, sprich gesehen zu haben, doch umso mehr hat er sich nun vom ersten Moment an in mein Herz gespielt, denn hier passt so ziemlich alles, was man sich von einer gleichermaßen beschwingten wie melancholischen Tragikomödie erwarten würde. Das beginnt mit der ungewöhnlichen Art der Erzählung, die gekonnt und souverän zwischen den Zeiten zu springen versteht und im Grunde zum Zeitpunkt des Todes von Olivers Vater einsetzt, der im hohen Alter noch sein verspätetes wie unerwartetes Coming-Out hatte, derweil der in der “Gegenwart” angesiedelte Plot sich der aufkeimenden Beziehung zwischen Oliver und der Französin widmet, was auf den ersten Blick kaum Berührungs- und Überschneidungspunkte bietet, in diesem Ausnahmefall aber hervorragend funktioniert und merklich zu Herzen geht.

Szenenbild aus Beginners | © Universal Pictures
© Universal Pictures

Ewan McGregor (Perfect Sense) als Protagonist Oliver ist dabei vom ersten Moment an der grundsympathische Eckpfeiler der Erzählung und fungiert sozusagen als Alter Ego von Regisseur Mike Mills, der sich vom Coming-Out seines eigenen Vaters zu Beginners hat inspirieren lassen und was leicht bemüht oder konstruiert hätte wirken können, entfaltet sich hier zu einer unsagbar schönen Lebensgeschichte, die ihresgleichen sucht, was sowohl auf den nach Zuneigung und Akzeptanz suchenden Vater Hal zutrifft, der im hohen Alter eine Art zweiten Frühling erlebt, als auch auf Oliver und Anna, die sich zunächst zaghaft annähern und immer öfter an ihrer mangelnden Bereitschaft scheitern, sich dem jeweils anderen wirklich zu öffnen und anzuvertrauen. So fungiert der Vater zunehmend als Vorbild für den verkopften Sohn, der erst durch dessen ungezwungene, hoffnungsfrohe Art in der Rückschau erkennen muss, dass er sich von seinem Vater eine gehörige Scheibe abschneiden könnte, um selbst in der Lage zu sein, sein Glück zu finden. Dabei lässt Mills aber auch den gesellschaftlichen Kontext nicht außer Acht und verdeutlicht aus der Sicht des erzählenden Oliver gekonnt, wie sehr sich die Zeiten doch gewandelt haben und weshalb sein Vater sich noch gezwungen sah, eine Art Scheinehe zu führen, um nur ja den Konventionen und Normen zu entsprechen, statt sich schon viel früher zu seiner Homosexualität zu bekennen.

So verkneift sich Beginners in seiner gefühlvollen Annäherung an das Thema auch jeglichen verurteilenden Kommentar und zeigt gleichsam auch Oliver nicht als durchweg verständnisvollen, über die Maßen toleranten Mann, denn auch wenn er mit keiner Silbe seinen Vater verurteilt, ist ihm doch immer mal wieder anzumerken, dass er noch so seine Probleme mit der Akzeptanz der für ihn neuen Situation hat. Ewan McGregor gelingt es als Oliver dabei, auf gleich zwei Zeitachsen zu überzeugen und brilliert entsprechend sowohl im Zusammenspiel mit Vater Hal als auch mit Freundin Anna. Deren Liebesgeschichte entspricht dabei natürlich weit eher den gängigen Mustern des Genres, wird aber so entwaffnenden ehrlich und natürlich zum Besten gegeben, dass sich das gesamte Genre hiervon eine Scheibe abschneiden könnte, zumal Mills es nicht versäumt, mit einer ganzen Handvoll inszenatorischer Einfälle und Kniffe das Geschehen noch einmal aufzuwerten, wenn Oliver in einer Art Retrospektive die sich wandelnden Zeiten thematisiert oder in stumme Zwiesprache mit seinem Hund Arthur tritt, der ihm – untertitelt – natürlich immer wieder Rede und Antwort steht. Mélanie Laurent (Enemy) derweil gibt als Anna eine nicht minder vielschichtige wie bezaubernde, ebenfalls problembeladene Figur, die auf treffliche Weise mit McGregor harmoniert.

Szenenbild aus Beginners | © Universal Pictures
© Universal Pictures

Die beeindruckendste Darbietung in Beginners ist aber freilich Christopher Plummer (Verblendung) als sich outender Hal vorbehalten, der mit unbestechlichem Optimismus in die Welt zieht, um auf seine letzten Tage noch das glück und die Liebe zu finden und dabei zunehmend zum unumstößlichen Vorbild für Oliver avanciert, auch wenn der sich in seiner verkopften Art dieses Umstandes natürlich noch längst nicht bewusst ist. So gelingt es diesem Trio scheinbar spielend und mühelos, eine aus zwei Hälften bestehende Geschichte zu erzählen, die auf dem Papier zunächst herzlich wenig miteinander zu tun haben, sich aber zunehmend gegenseitig bedingen und beeinflussen, woraus ein zutiefst anrührendes Werk voller Wahrhaftigkeit und Emotion wird, dem trotz der alles überschattenden Melancholie – und dem Wissen um Hals baldigen Tod – auch immer eine Leichtigkeit innewohnt, die den leisen Witz des Gezeigten nur noch eindringlicher und überzeugender macht. Eine leichtfüßige Komödie mag freilich anders aussehen, doch dafür bekommt man hier gleich mehrere zu Herzen gehende Lebens- und Liebesgeschichten offeriert, die sich in ihrer unkonventionellen Art der Erzählung gar wundersam ergänzen und mit ihrer bittersüßen Note tief zu berühren wissen.

Fazit & Wertung:

Mike Mills gelingt mit dem autobiografisch geprägten Beginners ein kleines Kunstwerk, das mit jeder Einstellung und Szene, vor allem aber mit seinem über die Maßen großartig aufspielenden Darsteller-Trio überzeugt und eine Vielzahl emotionaler Themen bearbeitet, ohne dafür die inszenatorische Leichtigkeit aufzugeben, die selbst den traurigsten Szenen innewohnt. Mills liefert damit nicht weniger als das Paradebeispiel einer zu Herzen gehenden Tragikomödie ab und punktet mit entwaffnender Ehrlichkeit und betörender Melancholie.

9 von 10 Chancen für die Liebe

Beginners

  • Chancen für die Liebe – 9/10
    9/10

Fazit & Wertung:

Mike Mills gelingt mit dem autobiografisch geprägten Beginners ein kleines Kunstwerk, das mit jeder Einstellung und Szene, vor allem aber mit seinem über die Maßen großartig aufspielenden Darsteller-Trio überzeugt und eine Vielzahl emotionaler Themen bearbeitet, ohne dafür die inszenatorische Leichtigkeit aufzugeben, die selbst den traurigsten Szenen innewohnt. Mills liefert damit nicht weniger als das Paradebeispiel einer zu Herzen gehenden Tragikomödie ab und punktet mit entwaffnender Ehrlichkeit und betörender Melancholie.

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Ski-WM: Skirennfahrerin Rebensburg gewinnt Silber im Riesenslalom

Viktoria Rebensburg hat bei der Weltmeisterschaft in Åre die erste Medaille für das deutsche Team geholt. Platz eins verpasste sie knapp.

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Analyse: Die ProKo und die Geister der Vergangenheit

 

Das Flüchtlingsthema soll nicht das Hartz IV der Union werden. Hat die neue CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer gesagt.

Es ist ein Zufall, aber ein für das Zusammenspiel der Koalition und die Demokratie ein durchaus interessanter: Die Union hat gerade versucht, mit Experten und Praktikern die Flüchtlingskrise aufzuarbeiten. Und die SPD hat zeitgleich mit den Hartz-Reformen von Gerhard Schröder gebrochen und ein neues Sozialstaatskonzept vorgelegt.

Union wie SPD schärfen ihr Profil – aus der großen Koalition, der GroKo, wird die ProKo, die Profilierungs-Koalition. Wenn man sich am Mittwoch zum ersten Koalitionsausschuss 2019 trifft, dürften die Reviere noch einmal klar abgesteckt werden. Eine Abkehr von Hartz IV lehnt die Union klar ab. Das Thema stand auch nie im Koalitionsvertrag. Anders als die Grundrente, die jenseits aller Profilierung derzeit das Projekt ist, das am ehesten Aussicht auf schnelle Umsetzung hat.

Wer 35 Jahre lang Beiträge gezahlt hat, soll bis zu 447 Euro mehr im Monat bekommen. Die SPD will aber bisher keine Bedürftigkeitsprüfung, eine solche Prüfung würde den Empfängerkreis deutlich verringern. Die Union lehnt den SPD-Plan ab und wirft der SPD vor, sie plane Milliardenausgaben mit der Gießkanne. Was etwas wohlfeil ist, denn beim CSU-Projekt der Mütterrente wurde auch auf eine solche Prüfung verzichtet, was die Kosten explodieren lässt.

Angesichts der bevorstehenden schwierigen Wahlen – Europa und Bremen Ende Mai, Sachsen, Brandenburg und Thüringen im Spätsommer und Herbst – scheint das Motto der Koalition zu sein: Profiliere sich, wer kann.

Die neue CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer verkündet mit ziemlich markigen Worten das neue Migrations-Motto der Union: «Humanität und Härte». Sie verspricht ein hartes Vorgehen gegen Asylbetrüger oder Migranten, die straffällig werden: «Wir sind kein Rechtsstaat, der sich auf der Nase herumtanzen lässt.» Das dürfte nicht nur der CSU gefallen, sondern auch vielen Konservativen in den eigenen Reihen. Die hatten befürchtet, AKK werde eins zu eins den Kurs von Angela Merkel fortsetzen. Der Kanzlerin halten viele Kritiker vor, sie steuere die CDU zu sehr auf Kurs Mitte-Links.

Auf die «Tagesthemen»-Frage, ob sie bei einer Wiederholung einer Ausnahmesituation wie bei der Flüchtlingskrise 2015 die deutschen Grenze dicht machen wolle, räumt Kramp-Karrenbauer quasi in einem Satz mit einem Tabuthema auf. «Wir haben gesagt, als Ultima Ratio (letztes Mittel) wäre das durchaus auch denkbar», sagt sie. Vergangenen Sommer waren beinahe die Unions-Ehe und die Koalition geplatzt, weil Merkel einen deutschen Alleingang an der Grenze ausgeschlossen und die Forderung von Innenminister Horst Seehofer (CSU) nicht mitmachen wollte, bestimmten Migranten zurückzuweisen.

Auch dieser Kurswechsel der CDU-Chefin dürfte ins Lager jener zielen, die sich enttäuscht von der Union abgewandt haben und zu den Rechtspopulisten von der AfD oder zu den Grünen gewechselt waren.

So hauen sie in der Union auch empört auf die Pauke, wenn die neuen SPD-Pläne zur Sozialreform zur Sprache kommen. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt keilt in Richtung Koalitionspartner, die «Hartz-IV-Traumabewältigung der SPD» sei keine Arbeitsgrundlage für die Koalition. «Der eine oder andere scheint vom linken Affen gebissen zu sein», knurrt er hinterher. Die SPD beschäftige sich nach dem Motto «Vorwärts in die Vergangenheit» wohl eher mit der Gefühls- als mit der Faktenlage.

Zugleich warnt Dobrindt, mit zu großen Versprechungen nur wieder für Politikverdrossenheit zu sorgen: Volksparteien würden nicht nur an ihren Vorschlägen, sondern an deren Umsetzung gemessen. Ungewöhnlich konziliant sagt er etwas später, er habe keine Freude am lange anhaltenden Umfragetief der SPD. Er sehe mit Sorge, dass Rechts- und Linksaußen von der Schwäche der Sozialdemokraten profitierten. Ein Anstieg in den Umfragen auch bei der SPD wäre aus seiner Sicht ein erheblich stabilisierender Faktor für Deutschland – nicht nur für die Gesellschaft, sondern auch für die Wirtschaft.

Er nehme es sehr ernst, wenn die SPD sage, sie wolle den Erfolg der großen Koalition bis 2021, versichert Dobrindt und sagt: «Ich glaube, dass die SPD auch die Kraft dazu hat.» Denn niemand wisse derzeit schließlich, wie eine Neuwahl ausgehe. Dazu passt, dass auch Kramp-Karrenbauer die sozialpolitischen Pläne des Koalitionspartners zwar nahezu komplett zurückweist, aber fast im gleichen Atemzug versichert, dies sei «kein Krach». Die SPD habe ja nur Vorschläge zu ihrer Programmatik gemacht.

So hat der Blick zurück von Union und SPD, die Selbsttherapie, nun ein Ergebnis: In der Koalition ist wieder klares Schwarz und klares Rot erkennbar. «Wir haben uns klar positioniert und die anderen reiben sich: Gut. Das ist Politik», sagt SPD-Chefin Andrea Nahles. Und ganz ähnlich wie ihre Kollegin von der CDU versichert sie: Ein Bruch der Koalition durch die schärfere Abgrenzung sei «null Thema».

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News aus Hamburg: Bahrenfeld: Rentner kollidiert mit Anhänger und wird schwer verletzt

 

83-Jähriger kollidiert mit Anhänger und wird schwer verletzt

Ein 83 Jahre alter Autofahrer ist in Hamburg-Bahrenfeld von einem losgerissenen Anhänger gerammt und schwer verletzt worden. Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen wollte ein 46-jähriger Autofahrer am Montag von der Autobahn A7 an der Anschlussstelle Volkspark in die Schnackenburgallee abbiegen. Dabei stieß sein Anhänger gegen eine Verkehrsinsel, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Der mit einem Auto beladene Anhänger habe sich daraufhin von der Kupplung gelöst und sei in den Gegenverkehr gerollt. Dort kollidierte er den Angaben zufolge mit dem Auto des 83-Jährigen und schleuderte anschließend gegen das Fahrzeug eines 55-Jährigen, der unverletzt blieb. Das Auto des 46-Jährigen sowie der gemietete Anhänger wurden sichergestellt. Der Rentner befindet sich laut Polizeiangaben nicht in Lebensgefahr.

Dynamo-Fans benehmen sich in Hamburg daneben

Im Vorfeld des Montagabendspiels in der 2. Bundesliga zwischen dem Hamburger SV und Dynamo Dresden musste die Polizei gegen eine Gruppe Dresdner Fans durchgreifen, die sich in der Vorphase des Spiels daneben benommen hatten. Personen der Gruppe, die mit einem Bus nach Hamburg anreisten urinierten auf ein Privatgelände.

Daraufhin kam es zunächst zu verbalen Auseinandersetzungen zwischen Fans und Grundstückbesitzer, wie die Polizei mitteilte. Dabei sollen rechtsradikale Äußerungen gefallen sein. Im weiteren Verlauf schlugen mehrere Fans auf zwei Männer ein. Die beiden Privatpersonen wurden mit leichten Kopfverletzungen ins Krankenhaus gebracht, die Täter vorläufig festgenommen.

Jedes vierte Hamburger Kind leidet an chronischer Krankheit

Jedes vierte Kind in Hamburg leidet nach einer Studie im Auftrag der DAK-Gesundheit an einer potenziell chronischen Krankheit. 26 Prozent der Kinder und Jugendlichen seien im Jahr 2016 aufgrund von Heuschnupfen, Asthma, Neurodermitis oder einer entzündlichen Darmkrankheit in Behandlung gewesen, teilte die Krankenkasse am Dienstag mit. “Das sind Erkrankungen, die den Alltag für Kinder und Eltern erheblich beeinträchtigen können”, erklärte die Leiterin der DAK-Landesvertretung, Katrin Schmieder.

Jungen seien mit 28 Prozent häufiger betroffen als Mädchen, von denen 26 Prozent eine der vier potenziell chronischen Krankheiten hatten. 90 Prozent aller jungen Hamburger waren 2016 wenigstens einmal beim Arzt oder im Krankenhaus. Hochgerechnet seien 77 000 Kinder chronisch krank.

Warnstreik: Beamte protestieren in Hamburg

Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes der Länder sind in Hamburg am Dienstag rund 1000 Beschäftigte für die Forderungen der Gewerkschaften auf die Straße gegangen. Sie versammelten sich am Hauptbahnhof, um in einem Protestmarsch vor das Rathaus und an die Alster zu ziehen. Der Beamtenbund hatte Tarifangestellte von Polizei, Verwaltung, Finanzämtern und Sozialer Arbeit zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Bei einer Kundgebung unter dem Motto “Der öffentliche Dienst geht baden” sollten Beschäftigte ihrem Unmut über die “Blockadehaltung” der Arbeitgeber durch einen Sprung in die Alster Ausdruck verleihen.

Die Gewerkschaften verlangen Einkommenssteigerungen von sechs Prozent – mindestens aber 200 Euro mehr im Monat. Die Tarifgemeinschaft der Länder lehnt dies ab, hatte bei der zweiten Verhandlungsrunde in der vergangenen Woche aber noch kein eigenes Angebot vorgelegt.

Für Montag kommender Woche ruft Verdi die Mitarbeiter der Hamburger Bezirksämter zum Warnstreik auf. Weitere Arbeitsniederlegungen soll es laut Gewerkschaft in den darauf folgenden Tagen an Schulen und Hochschulen sowie im sozialen Bereich geben.

ADAC fährt 600 Einsätze am Tag in Hamburg

Im Jahr 2018 ist der ADAC Pannenservice in Hamburg zu 218 872 Einsätzen ausgerückt. Wie der Verkehrsclub am Montag mitteilte, sind frostbedingt streikende Autobatterien verantwortlich für den Großteil der Pannen. Die milden Temperaturen im Vergleich zum Jahr 2017 seien demnach der Hauptgrund dafür, dass die Zahl der Einsätze um 6700 gesunken ist. Für den ADAC sind in Hamburg 103 Pannenhelfer im Einsatz. Im gesamten Bundesgebiet riefen Autofahrer in 3,9 Millionen Fällen die 1737 Mitarbeiter des Clubs zur Hilfe. Der arbeitsreichste Tag 2018 sei der 26. Februar mit 24 000 Einsätzen gewesen.

News aus Hamburg von Montag, 11. Februar 2019

Neuer Gesetzesentwurf mit Blick auf Shisha-Bars

Die Betreiber von Shisha-Bars sollen in Hamburg per Gesetz zum Schutz ihrer Gäste vor Kohlenmonoxid-Vergiftungen verpflichtet werden. Einen entsprechenden Entwurf von Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer Storcks von der SPD will der Senat am Dienstag beschließen, wie die Gesundheitsbehörde am Montag mitteilte. Er sieht vor, Shisha-Barbetreiber zu verpflichten, technische Maßnahmen zu ergreifen, um den Kohlenmonoxid-Gehalt unter dem gesetzlich festgelegten Maximalwert von 35 Milligramm pro Kubikmeter Raumluft zu halten, etwa durch Lüftungs- und Abluftvorrichtungen. Außerdem sollen Kohlenmonoxid-Warngeräte vorgeschrieben werden.

Am Wochenende hatten Polizei, Zoll und das Bezirksamt Mitte in den Stadtteilen Billstedt, Hamm und St. Georg fünf Shisha-Bars durchsucht. Da in zwei Bars die Kohlenmonoxid-Werte überhöht waren, kam die Feuerwehr zum Einsatz. Außerdem wurden nach Angaben des Zolls 76 Kilogramm unversteuerter Tabak sichergestellt.

Kohlenmonoxid ist ein farb- und geruchsloses Atemgift. Immer wieder kommt es in Shisha-Bars zu Zwischenfällen mit Verletzten. Erst in der Nacht zum Sonntag waren im niedersächsischen Peine zwei junge Frauen in einer Shisha-Bar aufgrund erhöhter Kohlenmonoxid-Konzentration bewusstlos geworden.

Bezirksamtsmitarbeiter senden “Hilferuf” an Senat

Mehr als 2000 Mitarbeiter der Hamburger Bezirksämter haben am Montag bei einer gemeinsamen Personalversammlung über hohe Arbeitsbelastung, mangelnde Personalausstattung und geringe Vergütung geklagt. Personalräte sprachen anschließend von einem Hilferuf der Beschäftigten. Durch die wachsende Bevölkerung, geänderte gesetzliche Regelungen und eine Ausweitung der Servicezeiten in den Kundenzentren habe die Belastung der Mitarbeiter kontinuierlich zugenommen. Dem stehe jedoch “kein Plan des Senats” gegenüber, “wie dem zu begegnen ist”, sagte der Sprecher der Personalräte der Bezirksämter, Thomas Auth-Wittke.

An der Versammlung in der Alsterdorfer Sporthalle, bei der auch der für die Bezirke zuständige Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) sprach, nahmen nach Angaben der Gewerkschaft Verdi 2500 Mitarbeiter aus allen sieben Bezirksämtern teil. Die Ämter blieben währenddessen bis auf einen Notdienst geschlossen. Zusammengefasst gehe es ihnen um “Anerkennung, Wertschätzung, mehr Geld und mehr Personal”, sagte Sieglinde Frieß von Verdi.

Krankmeldungen: Zugausfälle zwischen Hamburg und Sylt

Kurzfristige Krankmeldungen haben am Montagmorgen zu sieben Zugausfällen im Bahnverkehr zwischen Hamburg und Sylt geführt. Sechs der Verbindungen betrafen den Abschnitt zwischen Husum und Westerland, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte. Fahrgäste wurden gebeten, das Sylt-Shuttle zu nutzen, das zwischen Bredstedt und Westerland verkehrt. Zwischen Bredstedt und Husum habe kein Ersatzverkehr eingerichtet werden können. Der siebte Zug sollte ursprünglich um 6.22 Uhr von Westerland bis nach Hamburg-Altona fahren. Fahrgäste dieser Verbindung müssten auf den nächsten Zug warten, hieß es weiter.

Unfall verursacht Stau auf A7 im Berufsverkehr

Ein Verkehrsunfall auf der Autobahn 7 bei Hamburg-Waltershof hat am Montagmorgen einen kilometerlangen Stau im Berufsverkehr verursacht. Der Verkehrsleitstelle zufolge waren an dem Unfall drei Fahrzeuge beteiligt. Genauere Angaben gab es zunächst nicht. Da die Wagen nicht mehr fahren konnten, war in Richtung Norden nur eine Spur frei. “Der Abschlepper ist auf dem Weg, um die Unfallstelle zu räumen”, sagte ein Sprecher der Verkehrsleitstelle. Der Verkehr staute sich den Angaben zufolge zwischen Fleestedt und Waltershof auf zunächst zwölf Kilometern.

Maskierte Unbekannte überfallen Hotel in Hamburg-Langenhorn

Zwei maskierte Unbekannte haben ein Hotel im Hamburger Stadtteil Langenhorn überfallen. Die beiden Männer betraten das Gebäude in der Nacht zu Montag und bedrohten einen Rezeptionsmitarbeiter, wie eine Polizeisprecherin am Montagmorgen sagte. Sie forderten ihn zur Herausgabe von Bargeld auf und schlugen ihn mit einem zunächst unbekannten Gegenstand. Der Mann wurde dabei leicht verletzt. Die Unbekannten konnten mit einem kleinen Geldbetrag flüchten, wie die Sprecherin weiter erklärte.

Berichte: 450 Euro Diätenerhöhung für Hamburgs Abgeordnete

Die Diäten der Abgeordneten in der Hamburger Bürgerschaft sollen nach dem Willen von SPD, CDU, Grünen und FDP um 450 Euro pro Monat steigen. Dies geht aus einem parteiübergreifenden Antrag hervor, der am Montag in den Fraktionen beraten werden soll, wie die “Bild”-Zeitung (Samstag) berichtete. Auch NDR 90,3 und das Hamburg Journal berichteten über diese Entwicklung. Anfang Januar hatte eine Expertenkommission noch empfohlen, dass sich die Bürgerschaft an den Diäten des Berliner Abgeordnetenhauses orientieren solle, die bei 3850 Euro monatlich liegen. Das wären rund 1000 Euro oder gut 35 Prozent mehr als derzeit in Hamburg.

In dem Antrag heißt es demnach, dass die Diäten mit Bedacht angepasst werden sollen. Damit solle aber gleichzeitig den gestiegenen Anforderungen Rechnung getragen werden. Die Abgeordneten müssten Beruf, Familie und politische Arbeit unter einen Hut bringen. Nicht selten kämen sie auf eine 60- bis 80-Stundenwoche. Die Diätenerhöhung soll nach der Bürgerschaftswahl 2020 in Kraft treten.

Razzia in Shisha-Bars: 76 Kilo unversteuerter Tabak

Unversteuerter Tabak, minderjährige Gäste und zu viel Kohlenmonoxid in der Luft: Die Hamburger Polizei, der Zoll und das Bezirksamt Mitte haben am Wochenende fünf Shisha-Bars durchsucht. Bei der Razzia in den Stadtteilen Billstedt, Hamm und St. Georg stellten die Zollbeamten insgesamt knapp 76 Kilo unversteuerten Tabak sicher, sagte ein Sprecher des Zollamts. Es seien drei Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung eingeleitet worden. Die Zöllner untersuchen außerdem die Geschäftsunterlagen einer weiteren Bar, die im Verdacht stehe, den gesetzlichen Mindestlohn zu missachten. Zudem sollen sich insgesamt 13 minderjährige Gäste in den Bars aufgehalten haben. Die Jugendlichen seien von der Polizei nach Hause gebracht worden.

In zwei Bars in Billstedt alarmierten die Polizisten die Feuerwehr, weil die Kohlenmonoxid-Werte erhöht waren, sagte ein Feuerwehrsprecher. Verletzt wurde niemand, die Einsatzkräfte öffneten die Fenster und lüfteten kräftig durch.

Mann überfällt Spielhalle in Hamburg-Eimsbüttel

Ein Mann hat am frühen Sonntagmorgen eine Spielhalle in Hamburg-Eimsbüttel überfallen. Er sei mit tief ins Gesicht gezogener Mütze reingekommen und habe zunächst die Toilette genutzt, teilte die Polizei mit. Danach zog er ein Messer und bedrohte einen Angestellten, wie die Beamten weiter mitteilten. Der 25 bis 30-Jährige sei mit einem dreistelligen Geldbetrag geflohen.

 

#de, #stern-de

Hähnchenburger mit Ruccola und hausgemachter Sauce

 

Hähnchenburger mit Ruccola, Tomaten, Gewürzgurken, frittierten und rohen Zwiebeln und hausgemachter Sauce

Leckere Hähnchenburger die mal anders da herkommen wie man sie eigentlich kennt. Saftiges Hähnchenhack mit knackigem Ruccola und feiner Sauce. Das Rezeopt für die Burger Brötchen findet ihr hier.

30 MIN

4 PERSONEN

Zutaten

Für die Pattys:

  • 500 g Hähnchenhackfleisch
  • 1 Ei
  • ½ rote Zwiebel, fein gehackt

Die Toppings:

  • 150 g Ruccola
  • 4 Gewürzgurken in Slices
  • 1 Zwiebel in Ringe geschnitten
  • 8 Scheiblettenkäse
  • 2 Tomaten in Scheiben

Für die Sauce

  • 70 g Tomatenmark
  • 1 TL Worcestershiresauce
  • 1 TL Akazienhonig
  • 1 TL Zitronensaft
  • 1 TL Balsamico

Gewürze

Für die Pattys

  • 1 TL Salz
  • 1 TL Pfeffer
  • 1 TL Knoblauch

Für die Sauce

  • 1 TL Grillgewürz

ZUBEREITUNG

Vermische das Hähnchenhack, das Ei, die Zwiebel, den Knoblauch, das Salz und den Pfeffer. Knete alles gut durch und Forme dann 4 Pattys aus der Masse.

Brate die Pattys scharf in etwas Sonnenblumenöl an. Wenn sie auf einer Seite fertig sind drehe sie um und lege auf jeden Patty jeweils 2 Scheibletten Käse.

Vermische den Tomatenmark, die Worcestershiresauce, das Grillgewürz, den Akazienhonig, den Zitronensaft und den Balsamico miteinander. Bestreiche die Burger Buns mit der Sauce.

Gib den Ruccola auf die unterseite der Burger Buns und lege dann ein Patty darauf. Gib wieder etwas Ruccola auf das Patty und belege dann alles so wie es dir schmeckt.

Guten Appetit

ZU DIESEM REZEPT KANN ICH LEIDER KEINE NÄHRWERTANGABEN MACHEN, DA DIE VARIATIONEN EINFACH KEINE GENAUE BERECHNUNG ZU LASSEN.

#de, #foodie-blog

Singing!: Lieber öfter mal die Klappe halten

Das Chorprojekt Singing! fand erstmals in der Elbphilharmonie statt. Wie singt es sich als Laiin in Deutschlands hellhörigster Konzerthalle? Am besten sehr vorsichtig.

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